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Amerikanistikstudium: Alle Infos

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„To be, or not to be; that is the bare bodkin. That makes calamity of so long life.” Klingt nach einem Shakespeare-Zitat? Fast, denn nur der erste Teil ist auch wirklich vom wohl bekanntesten britischen Dichter übernommen worden. Der Rest des Zitates stammt vom US-amerikanischen Schriftsteller Samuel Clemens, besser bekannt als Mark Twain. In einem Amerikanistikstudium mit dem Schwerpunkt Literatur wird dir der Name häufiger begegnen, du solltest ihn dir also merken – auch, wenn du dich gegen die literaturwissenschaftliche Ausrichtung entscheidest. Im Schwerpunkt Linguistik erfährt man hingegen, wie sich britisches vom amerikanischen Englisch unterscheidet. Welche Voraussetzungen du für das Amerikanistikstudium mitbringen solltest? Englischkenntnisse wären nicht schlecht, immerhin findet das Studium auf Englisch statt. Sprachpraktische Übungen sorgen jedes Semester dafür, dass deine anglophonen Sprachkenntnisse den letzten Schliff bekommen. Für eine wirklich intensive Auseinandersetzung mit literarischen oder kulturellen Themen solltest du am besten einen der Master-Studiengänge dranhängen.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Im Amerikanistikstudium muss ich ein Auslandssemester machen«

Natürlich würde es sich anbieten, während des Studiums eine Zeit lang in den USA zu leben, um dort zu studieren. Häufig ist es aber so, dass du dein Amerikanistikstudium in den ersten sechs Semestern an deiner deutschen Hochschule durchläufst und im Master die Möglichkeit hast, über ein Austauschprogramm ein Semester oder Studienjahr an einer amerikanischen Partneruniversität zu studieren.

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»Mit einem Amerikanistikstudium wird man Lehrer«

„Ich studiere Englisch.“ – Auch wenn die genaue Bezeichnung für dein Amerikanistikstudium ist, hängt die Wahl deiner Antwort vom Vorwissen deines Gegenübers ab. Im Prinzip gibt es drei Stufen: Unwissenden Verwandten, die nicht verstehen wollen, dass du deine Amerikanistik-Karriere nicht als Lehrer durchläufst, sagst du, dass du Englisch studierst. Menschen, die schon einmal eine Uni von innen gesehen haben, kann man häufig auch den Begriff Anglistik zumuten. Dass es allerdings noch eine Unterscheidung zwischen Anglistik und Amerikanistik gibt, verstehen wohl nur die Amerikanistik-Studenten selbst und auch Stellenanzeigen in der freien Wirtschaft suchen selten explizit nach Amerikanistik-Absolventen. Wir können dich aber beruhigen: Generell bereitet ein Amerikanistikstudium dich auf einen Arbeitsalltag vor, in dem du recherchierst, analysierst, auswertest und präsentierst - und das machen eben nicht nur Lehrer.  

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»Das Amerikanistikstudium ist wie der Englischunterricht in der Schule«

Hahahaha. Selten so gelacht. Nur weil du gut im Englischunterricht warst, qualifiziert dich das noch lange nicht für den Studiengang Amerikanistik. Denn die Beherrschung der Sprache macht nur einen kleinen Teil des Studiums aus, vielmehr geht es hier um die Liebe zur Sprache und Kultur sowie die Bereitwilligkeit, viel zu lesen und sich theoretisches Fachwissen anzueignen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Lateinamerika Studien
Die Fachrichtung Lateinamerika Studien gliedert sich in die Schwerpunkte Spanische Sprache und Literatur oder Portugiesische Sprache und Literatur sowie Lateinamerikanische Geschichte. Dabei stehen neben Kultur und Literatur vor allem die Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie die Kolonialgeschichte im Vordergrund. Je nach Wahlschwerpunkt beschäftigst du dich dann mit der jeweiligen Geschichte des Landes und ihre Einflüsse auf Amerika. Denn wie kann es eigentlich sein, dass Menschen, die auf einem sooo weit entfernten Kontinent leben, spanisch und portugiesisch sprechen? In dieser Amerikanistik-Spezialisierung erfährst du es!
Linguistik
In der Linguistik liegt der Schwerpunkt nicht auf den kulturellen Entwicklungen oder der Literaturwissenschaft der USA, sondern auf der Sprachwissenschaft. In dieser Amerikanistik-Spezialisierung lernst du, wie man transkribiert. Danach weißt du endlich, wie man lustige Lautschriften wie diese „[ˈəʊbəʒi:n]“ richtig ausspricht und kannst dir die Aussprache jedes beliebigen Wortes selbst beibringen. Warum sprechen die Menschen in Texas einen anderen Dialekt als die Bewohner New Yorks? Wenn du dir bisher keine Gedanken darüber gemacht hast, wird sich das nun ändern. Denn diese und viele anderen Fragen wirst du dir in dieser Spezialisierung stellen.
Altamerikanistik und Ethnologie
Wen bezeichnet man als „Indianer“ und woher stammt dieser Name eigentlich? Mit der Amerikanistik-Spezialisierung Altamerikanistik und Ethnologie beschäftigst du dich genau mit solchen Fragen. Hier widmest du dich nämlich dem vertiefenden Studium indianischer Gesellschaften Amerikas von der vorspanischen Vergangenheit bis in die Gegenwart. Seminare zum Thema Archäologie, Geschichte, Ethnologie und die Bearbeitung indianischer Quellen wie Bilderhandschriften oder Hieroglyphenschriften gehören hier zu deinen Aufgaben. Gerade in dieser Spezialisierung bieten sich natürlich auch Exkursionen an, um archäologische und ethnologische Themen selbst vor Ort zu entdecken.

Wusstest du schon, dass...

…37 Prozent der Amerikaner glauben, dass wir niemals auf dem Mond waren?

…die sieben Strahlen der Krone, die die Freiheitsstatue auf dem Kopf trägt, die sieben Kontinente repräsentieren?

…Barack Obama der 44. Präsident der Vereinigten Staaten ist?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Der Preis für ein sehr theorielastiges Studium geht heute an: Amerikanistik! Überraschend ist das nicht, immerhin geht es im Amerikanistikstudium hauptsächlich um sprach- und literaturwissenschaftliche sowie kulturelle Themen – wie fast immer in der Philologie. Praxiserfahrung solltest du, wie bei den meisten geisteswissenschaftlichen Studiengängen, also durch verschiedene Praktika sammeln. Worauf es ankommt? Neben sehr guten Sprachkenntnissen ist eine Leidenschaft für Literatur unerlässlich, denn 80 Prozent des Studiums bestehen aus der Analyse von Lyrik und Dramen und dem Lesen von Sekundärliteratur. Auch das Interesse an fachspezifischen Inhalten wie Landeskunde ist wichtig, da diese auf andere Disziplinen anwendbar sind. Der Bachelor versorgt dich mit soliden Grundkenntnissen, allerdings ist ein Master für mehr Tiefgang in den Bereichen Literatur und Landeskunde zwingend zu empfehlen.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...der Erstellung von Essays, Präsentationen und Assignments.
  • ...Übersetzungen in den sprachpraktischen Übungen.
  • ...linguistischen Übungen zur Phonetik und Phonologie, Morphologie, Semantik und Syntax.
  • …englischsprachigen Büchern oder dazugehöriger Fachliteratur.
  • …der Erforschung der amerikanischen Kultur.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - The "Journey of Life" in Selected American Fictions
  • - 9/11 in American Literature and Culture
  • - Introduction to American Civilization
  • - A History of American Literature
  • - Women and Literature in 19th-Century Britain and America

Mögliche Master-Studiengänge

American History, Culture and Society - American Studies - English and American Literatures, Cultures and Media - Interkulturelle Europa- und Amerikastudien
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Frische deine Grammatik auf:

An vielen Universitäten musst du einen TOEFL, IELTS oder universitätsgebundenen Einstufungstest machen, bevor du dein Amerikanistikstudium beginnen kannst. Auch wenn du sicher im Umgang mit der englischen Sprache bist, solltest du dir vorher auf jeden Fall noch einmal alle Regeln zur englischen Grammatik anschauen. Sehr viel Wert wird auf die Bildung und Verwendung der Zeiten gelegt. So musst du nicht nur die passenden Zeiten auswählen und einsetzen, sondern auch begründen, warum du beispielsweise für eine Aussage über die Vergangenheit an einer bestimmten Stelle das Past Tense anstelle des Present Perfects benutzt hast.

2. Organisation ist alles:

Wichtig ist: Verliere nicht den Überblick! Zu Anfang des Semesters bekommst du einen Semesterverlaufsplan und weißt genau, welches Buch du bis zu welchem Termin gelesen haben musst. Teile dir deine Aufgaben gut ein, wenn du am Ende des Semesters drei Assignments einreichen musst und eventuell noch ein zweites Fach hast, für das es Deadlines gibt, gerätst du in Schwierigkeiten. Melde dich zum Beispiel schon zu Beginn des Semesters für Referate oder Präsentationen. Als einer der ersten Referenten erhältst du häufig Pluspunkte für die kurze Vorbereitungszeit und deinen Einsatz und musst dich auch am Ende des Semesters nicht stressen.

3. Stress dich nicht:

Apropos stressen: Im ersten Semester ist man überwältigt von all den tollen und interessanten Seminaren. Am liebsten würde man alle Vorlesungen gleichzeitig belegen. Du solltest dich aber im ersten Semester des Amerikanistikstudiums nicht gleich übernehmen. Und schieb bloß keine Panik, wenn du keinen Platz mehr in einem Pflichtseminar bekommen hast. In der Regel kannst du Seminare ohne Probleme auch in den späteren Semestern nachholen.

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