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Angewandte-Informatik-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Angewandte Informatik studieren? Informiere dich hier

Auch wenn man aufgrund von Handys, die auf Sprachbefehle reagieren, Navigationssystemen, die dich um jeden Stau herummanövrieren, und Robotern, die in Fußballweltmeisterschaften gegeneinander antreten, anderes vermuten könnte: Maschinen „denken“ nicht! Das sind derzeit nämlich noch Science Fiction-Phantasien à la „The Matrix“. Maschinen werten Informationen aus, mit denen sie gefüttert werden, und schätzen dann. Wenn du wissen möchtest, wie das funktioniert und warum diese Schätzungen so exakt ausfallen, dann solltest du Angewandte Informatik studieren. Du lernst die Grundlagen der Mathematik, Physik und Informatik kennen und wendest sie auf einen frei wählbaren Schwerpunktbereich an, von der Bioinformatik bis hin zu Mobilen Systemen. Die Basics über Betriebssysteme, Rechnerarchitektur und das Programmieren stehen dabei ebenso auf dem Lehrplan wie der Aufbau von Datenbanksystemen, Projektplanung und Inhalte der BWL. Und im Forschungszweig der Künstlichen Intelligenz kannst du deinen Teil dazu beitragen, dass Maschinen dann doch eines Tages denken können. Ob sie dann die Weltherrschaft anstreben oder doch nur unsere Wohnung putzen, wird man abwarten müssen.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»In der Angewandten Informatik lernt man das Programmieren«

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, aber in einem Informatikstudium geht es nicht hauptsächlich ums Programmieren. Die Studierenden erstellen nicht die ganze Zeit Webseiten oder entwickeln Softwareprogramme. Sie schrauben auch nicht andauernd am Rechner rum. Du lernst stattdessen nur die Grundlagen und verstehst das Große und Ganze, wirst aber nicht zu einem Spezialisten in einem der Gebiete wie Programmierung ausgebildet. Ein Architekt baut das Haus ja auch nicht selbst.

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»Informatikstudierende sind häufig introvertiert«

Man soll ja vorsichtig sein mit Verallgemeinerungen und vor allem darf man nicht alle Studierenden über einen Kamm scheren. Fakt ist aber, dass man in Studiengängen wie Informatik, Medieninformatik oder auch Angewandte Informatik einen deutlich höheren Anteil an Studierenden antrifft, die ein wenig, nennen wir es mal introvertierter sind. Leute, die besonders offen, frei Schnauze und geradeheraus sind, mit allen Best Friends sein wollen und nach zwei Minuten die ganze Lebensgeschichte des Hörsaalsitznachbarn erfahren möchten, müssen sich darauf anstellen, damit in diesem Fach weniger erfolgreich zu sein.

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»In der Informatik arbeitet man nur mit Maschinen, nicht mit Menschen«

Klar, in der Informatik und damit auch in der Angewandten Informatik geht es darum, eng an und mit Maschinen zu arbeiten. Das bedeutet aber nicht, dass du die ganze Zeit einsam und verlassen an deinem Rechner hockst. Ganz im Gegenteil, in der Angewandten Informatik wirst du viel mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Und damit meinen wir nicht nur die Kommilitonen während des Studiums, sondern auch die vielen Kollegen später im Berufsleben. Eben weil es darum geht, die Methoden der Informatik in anderen Bereichen anzuwenden, vom Maschinenbau bis zur Medizin, wirst du ständig mit Fachleuten aus diesen anderen Bereichen zu tun haben.

  

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Computerlinguistik
„Wann läuft denn der neue James Bond?“ „Wie komme ich zum Hauptbahnhof?“ – Mit solchen und etlichen weiteren Fragen kannst du dich mittlerweile schon an dein Handy wenden. Und zwar ohne großes Rumgetippe, sondern dank moderner Sprachsteuerung. Doch nicht nur Smartphones, auch Navigationssysteme und Computerprogramme reagieren auf unser gesprochenes Wort. Der Dank dafür gebührt der Computerlinguistik, denn sie hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass Maschinen Sprache algorithmisch verarbeiten kann. Mit dem Schwerpunkt auf diesem Bereich sorgst du dafür, dass das demnächst noch reibungsloser abläuft und der Rechner selbst bei Nuscheln und Lispeln versteht, was da gerade von ihm verlangt wird.
Bioninformatik
In der Spezialisierung auf Bioinformatik geht es darum, biologische Daten mit Hilfe der informatischen Grundlagen und Anwendungen zu speichern, verarbeiten und zu organisieren. Außerdem sollen lebenswissenschaftliche Probleme durch Unterstützung von Computerarbeit gelöst werden. Besonders rechenintensive Algorithmen in diesem Bereich sind zum Beispiel die Proteinfaltung oder die DNA-Sequenzanalyse. Um die Zeit, die solche Berechnungen eben brauchen, zu reduzieren, sind Biotechnologie-Unternehmen immer auf der Suche nach anwendungsspezifischen Rechnersystemen. Daneben bedarf es auch spezieller Datenbanksysteme und Softwares, um die immer zahlreicher werdenden biologischen Daten so zu verwalten, dass sie schnell aufrufbar sind.
Technische Informatik
Wenn du im Studium der Angewandten Wissenschaften deinen Schwerpunkt auf die Technische Informatik legen möchtest, dann wirst du dich an der Schnittstelle von Elektrotechnik und Informatik bewegen. An einigen Unis wird der Schwerpunktbereich dann auch einfach Elektrotechnik heißen. Du beschäftigst dich zum Beispiel mit Themenfeldern wie dem Aufbau von Rechnern, der Erstellung von Echtzeitsystemen, mit Automatisierungstechnik, Sensorik oder mit der Bild- und Signalverarbeitung. Du lernst verschiedene Mikroprozessoren kennen oder schaust, wie der Datenaustausch zwischen Computern funktioniert. Womit genau du es zu tun bekommst, ist aber von Uni zu Uni ganz verschieden.
Ingenieurinformatik
Auch die Vertiefung im Bereich der Ingenieurinformatik findest du unter den verschiedensten Bezeichnungen. An manchen Unis heißt der Schwerpunktbereich zum Beispiel einfach Maschinenbau oder Bauingenieurwesen, je nach dem, worauf inhaltlich der Fokus gelegt wird. Was sie alle gemein haben: Es geht darum, informatische Methoden bei der Entwicklung technischer Systeme einzusetzen, zum Beispiel in der Nachrichtentechnik, der Messtechnik oder der Regelungstechnik. Auch die Verfahrenstechnik und die Systemtechnik sind Teilgebiete der Ingenieurinformatik. Worauf genau dann im Einzelnen der Schwerpunkt liegt, kommt immer auf die jeweilige Hochschule an.
Umweltinformatik
In der Umweltinformatik geht es darum, mithilfe von Simulationen, Datenbanksystemen und geographischen Informationssystemen Vorgänge und Zustände unserer Umwelt zu analysieren, auszuwerten und darzustellen. So kann zum Beispiel eine bestimmte Software nötig sein, um die Ausbreitung von Schadstoffen in einer bestimmten Region als Modell darzustellen. Als Besonderheit dieses Schwerpunktbereiches musst du auch zahlreiche gesetzliche Grundlagen kennen, zum Beispiel zum Thema Umweltschutz. Wie die meisten Schwerpunktbereiche gibt es auch die Umweltinformatik als eigenständigen Studiengang, wobei es inhaltlich keine Unterschiede gibt: Die Methoden und Techniken der Informatik werden auf das große Gebiet der Umwelt angewandt.
Robotik
Auch wenn hochintelligente Blechbüchsen wie Besserwisser C3PO aus „Star Wars“, der melancholische Marvin aus „Per Anhalter durch die Galaxis“ oder der trinkfeste Bender aus „Futurama“ derzeit noch reine Science Fiction sind, haben Assistenzroboter, Militärroboter, Serviceroboter und Industrieroboter längst Einzug in unseren Alltag gehalten. Im Schwerpunktbereich Robotik geht es darum, die Konstruktion und die Programmierung von Robotern zusammenzubringen. Welche Art von Robotern das ist, liegt dabei ganz an dir, ganz sicher aber ist die Robotik einer der zukunftsträchtigsten Schwerpunkte der Informatik.

Wusstest du schon, dass...

…2014 erstmals eine Software erfolgreich den Turing-Test bestanden hat? Seit 1950 gibt es den Test, der prüfen soll, ob ein Computer tatsächlich denken und sich mit einem Menschen unterhalten kann, ohne dass dieser merkt, dass er da nur mit einer Maschine schwatzt.

…es derzeit schon Systeme gibt, die über die Spannung am Unterarm Befehle ans Smartphone weiterleiten können? Umgekehrt kann das Smartphone auch die Muskeln des Nutzers anpeilen. Vielleicht schnellt ja demnächst dein Arm in die Höhe, wenn du eine WhatsApp-Nachricht bekommst.

…Bakterien und Schimmelpilze als Gehirn beziehungsweise Intelligenz für Roboter eingesetzt werden können?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Der Name „Angewandte“ Informatik ist vielleicht etwas irreführend, denn tatsächlich liegt der Schwerpunkt hier auf der Theorie. Zumindest im Bachelor. Natürlich verbringst du viel Zeit in Laboren am Rechner, erstellst Programmablaufpläne und programmierst auch mal die eine oder andere Software sowie Datenbanksysteme. Aber gerade im Grundstudium bekommst du eine Menge mathematischer und physikalischer Theorien und Formeln vorgesetzt. Im Hauptstudium gibt es zwar häufig auch ein Praxissemester, in welchem du in der Hauptzeit die Werkzeuge der Informatik in einem eigenen Projekt einsetzt. Die Theorie überwiegt insgesamt aber deutlich.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Grundlagen der Mathematik, Informatik und Wirtschaftswissenschaften.
  • …der Entwicklung von automatischen Verfahren, etwa Algorithmen und Simulationen.
  • …Rechnerarchitekturen.
  • …den Basics über Programmierung und Betriebssysteme.
  • …dem Aufbau von Datenbanksystemen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Konzepte der Programmierung
  • - Rechnerarchitektur und Rechnernetze
  • - Datenbanken und Informationssysteme
  • - Grundlagen der Modellierung
  • - Betriebssysteme

Mögliche Master-Studiengänge

Angewandte Informatik - IT-Sicherheit/Netze und Systeme - Elektrotechnik und Informationstechnik - IT Managament
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Vorkurse belegen:

Viele Universitäten bieten mehrwöchige Vorkurse in Mathematik an. Darin werden Informatiker, meistens zusammen mit angehenden Natur- und Ingenieurwissenschaftlern, fit für die kommenden Semester gemacht. Egal, wie präsent dir das Wissen aus der Schulzeit noch ist – schaden kann so ein Kurs nicht. Und wenn du schon weißt, dass deine Mathefähigkeiten ein wenig eingerostet sind, solltest du die Teilnahme auf gar keinen Fall verpassen. Im Gegenzug bedeutet das aber auch, dass du nicht von Beginn an ein Mathecrack sein musst, um in diesem Fach mitzukommen.

2. Praktikum machen:

Ein Berufspraktikum ist für Studierende der Angewandten Informatik nie verpflichtend, sondern immer freiwillig. Und wir können dir nur dringend raten, so viele Praktika wie möglich mitzunehmen, zum Beispiel in den Semesterferien. Du kannst dir nicht nur die meisten dieser Praktika als Studienleistung anrechnen lassen, sie sind auch die beste Möglichkeit, Praxiserfahrung zu sammeln, den Joballtag in den vielen verschiedenen Berufsfeldern kennenzulernen und Kontakte für die Zeit nach der Uni zu sammeln. Praktika lohnen sich bereits ganz zu Beginn des Studiums, weil sie dir vielleicht zeigen können, welche Fachthemen dich am stärksten reizen. Die Studienberatung deiner Fakultät wird dir sicherlich bei der Suche nach einem Praktikumsplatz oder der Bewerbung helfen können. In aller Regel steht diese nämlich in Kontakt zu Unternehmen und bekommt Stellenangebote zugeschickt, um diese an Studierende weiterzuleiten.

3. Englischkenntnisse mitbringen:

Über C++, Java und PHP wirst du im Studium sicher öfters stoßen. Programmiersprachen sind aber nicht die einzigen Fremdsprachen, die du in der Angewandten Informatik beherrschen solltest. Du musst stattdessen auch zwingend Englisch sprechen, der Großteil der Softwaredokumentation und der wissenschaftlichen Arbeiten ist nämlich in englischer Sprache verfasst. Wenn du hier also noch Nachholbedarf siehst, solltest du zwingend etwas machen. Natürlich hilft es, sich englische und amerikanische Serien, Filme, Bücher und Games in Originalsprache zu gönnen. Daneben bieten die meisten Unis aber auch kostenlose Sprachkurse für ihre Studierenden an. Unabhängig davon, ob du deine Sprachfähigkeiten noch weiter vertiefen musst oder nicht, solltest du auf solche Kursangebote in deiner Regelstudienzeit auf jeden Fall mal ein Auge werfen.

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