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Bioingenieurwesenstudium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Morgens die Dusche unter frischem, klaren Wasser, nachmittags die saubere Wäsche aufhängen, dazwischen einen Joghurt essen und am Abend gönnt man sich einen Wein. Das klingt alles so selbstverständlich, dass man kaum daran denkt, wie viel Wissenschaft tatsächlich dahintersteckt. Wenn du dich genau für diese wissenschaftlichen Hintergründe interessierst, dann solltest du Bioingenieurwesen studieren. Hier lernst du, wie biologische Prozesse mit zeitgemäßer Technik in Verbindung gebracht werden: Man denke nur an Klärwerke, Recycling oder erneuerbare Energien, die ohne Biotechnologie und Bioingenieure vermutlich nicht das wären, was sie heute sind. Das Bioingenieurwesenstudium macht dich quasi zum kleinen Helfer, der beitragen kann, dass die Maschine Welt ein bisschen besser geölt wird.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Bio-Ingenieure sind keine richtigen Ingenieure!«

Das ist natürlich falsch. Sicher, die Bezeichnung lässt vermuten, dass du zu gleichem Anteil auch Biologe sein könntest. Wenn du aber in die Lehrpläne der verschiedenen Universitäten schaust, wirst du schnell feststellen, dass technische Inhalte überwiegen. Gerade zu Beginn des Studiums wirst du kaum einen Unterschied gegenüber anderen Ingenieurwissenschaften ausmachen können.

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»Verfahrenstechnik zu studieren macht viel mehr Sinn!«

Dieses Klischee könnte man auch in der Realität verankern. Denn als Verfahrenstechniker bist du nicht spezialisiert auf Biotechnologien, sondern kannst universell eingesetzt werden. Es ist also mehr oder weniger eine Geschmacksfrage, welche Einsatzgebiete dir für deine berufliche Zukunft eher zusagen. So kann es auch viele Gründe geben, warum Bioingenieurwesen viel mehr Sinn als Verfahrenstechnik macht – und um Einblicke in die Verfahrenstechnik kommst du in deinem Studium sowieso nicht drum herum.

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»Biotechnologie ist viel technischer als Bioingenieurwesen!«

Die Namen sind für den Vergleich irreführend. Auf den ersten Blick könnte man meinen, es gibt keine Unterschiede. An manchen Universitäten werden beide Fächer tatsächlich auch gemeinsam studiert. Meistens ist es aber so, dass im Bioingenieurwesen mehr die technischen Aspekte gelehrt werden, während die Biotechnologie das Hauptaugenmerk auf die Naturwissenschaften legt. Kurz: Der Biotechnologe erforscht, was der Bioingenieur umsetzt.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Verfahrenstechnik
Die Verfahrenstechnik gehört zu den großen und wichtigen Säulen des Bioingenieurwesens. Und nicht nur dort – die Verfahrenstechnik selbst lässt sich in großer Vielfalt vertiefen. Als Bioingenieurwesen-Spezialisierung wird sie meist Bioverfahrenstechnik oder Bioprozesstechnik genannt. Sie befasst sich mit der Nutzbarmachung biologischer Prozesse in technischen Verfahren, beispielsweise in der Brauerei, im Klärwerk oder beim Recycling. Anwendung findet die Bioverfahrenstechnik in der Industrie, Agrarwirtschaft, Medizin, Lebensmitteltechnologie oder Umwelttechnik. Gerade im Vergleich mit der chemischen Verfahrenstechnik stellt die biotechnologische Variante die deutlich ökologischere Version dar.
Umwelttechnik
Der Zusatz „Bio“ im Bioingenieurwesen deutet schon an, dass das Wörtchen „Umwelt“ nicht weit sein kann. Diese Bioingenieurwesen-Spezialisierung ist ebenfalls als Umweltschutztechnik bekannt und befasst sich mit Verfahren, die beispielsweise die Umwelt schützen oder Ökosysteme wiederherstellen und natürlich auch bewahren sollen. Dabei spielen Themen wie erneuerbare Energien, Schadstoffe, Luftverschmutzung oder auch Entsorgung eine Rolle – nahezu alles Bereiche, die in vielerlei Hinsicht mit biotechnologischen Verfahren verbessert oder unterstützt werden können. Aus diesem Grund ist die Umwelttechnik auch nah an der Verfahrenstechnik.
Technische Chemie
Viele Studienorte bieten das Bioingenieurwesen als Teil des Chemieingenieurwesens an. So ist es also kaum verwunderlich, dass die Technische Chemie auch eine Bioingenieurwesen-Spezialisierung darstellt. Beide Gebiete sind nur schwer voneinander zu trennen, an vielen Universitäten werden die zwei Fächer sogar als ein großes angeboten. Die Bioingenieurwesen-Spezialisierung Technische Chemie befasst sich ebenfalls mit technischen Verfahren, bringt statt biologischer Prozesse aber chemische Reaktionen in diese ein – Katalysatoren zum Beispiel sind dir sicherlich noch aus der Schulzeit ein Begriff.

Wusstest du schon, dass...

…biotechnologische Anwendungsbereiche nach Farbe sortiert werden? Die medizinische wird beispielsweise rote genannt, die industrielle Biotechnologie bezeichnet man hingegen als weiße?

…Bayern die meisten Biotechnologie-Unternehmen Deutschlands beheimatet?

…Symptome von Jetlag bei Hamstern mit Hilfe von Viagra bekämpft werden können?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Im Bachelor-Studiengang Bioingenieurwesen wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit zwei große Phasen ausmachen. Zu Beginn wird es sehr theoretisch und wenig biologisch. Dein Studium wird in dieser Phase kaum vom Maschinenbau, Mechatronik oder der Verfahrenstechnik zu unterscheiden sein. Erst wenn die Grundlagen da sind, wirst du die biowissenschaftliche Spezialisierung angehen und auch praktisch arbeiten. Viele Unis verlangen von dir ein Fachpraktikum und ein Industriepraktikum, darüber hinaus wirst du während deines Bioingenieurwesenstudiums auch viel Zeit im Labor der Universität verbringen oder in Gruppen an Projekten arbeiten. Schließlich solltest du als angehender Ingenieur auch schon mal den einen oder anderen Filter gewechselt oder einen Fermenter angefasst haben, bevor du den Arbeitsmarkt enterst.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Zahlen, Formeln, Berechnungen – viel Mathematik eben.
  • …Naturwissenschaften, denn Bio, Chemie und Physik machen einen großen Teil des Grundstudiums aus.
  • …Apparaten. Im Zuge der Mechanik und der Verfahrens- oder Apparatetechnik werden deine Fähigkeiten als Ingenieur geschult.
  • …Gruppenarbeit gemeinsam mit deinen Kommilitoninnen und Kommilitonen.
  • …Lernorganisation, schließlich erwarten dich Themenkomplexe aus unterschiedlichsten Wissenschaftsdisziplinen, die du im Kopf behalten und anreichern musst.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Bioreaktionstechnik
  • - Mikrobiologie und Gentechnik
  • - Informatik für Ingenieurberufe
  • - Instrumentale Analytik
  • - Konstruktion/CAD

Mögliche Master-Studiengänge

Bio-, Chemie- und Pharmaingenieurwesen - Bioinformatik und Systembiologie - Bioinformatik und Genomforschung - Technische Biologie - Bioingenieurwesen - Molecular Bioengineering - Biomedical Engineering
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Denk an die Zahlen:

Dir werden im Verlaufe des Studiums mehrere mathematische Veranstaltungen begegnen. Die Titel dieser klingen gerne etwas abschreckend – „Höhere Mathematik“ zum Beispiel. War dir Mathe schon zu Schulzeiten zu hoch, dann solltest du unbedingt die Mathematik-Vorkurse deiner Hochschule besuchen. Dort kannst du Kenntnisse auffrischen und erweitern und wirst in deinem ersten Seminar nicht direkt von Gleichungen erschlagen.

2. Ziel im Auge behalten:

An sich ist es sehr beruhigend, dass du mit abgeschlossenem Bioingenieurwesenstudium in zahlreiche Branchen einsteigen kannst. Dennoch solltest du dich nicht darauf verlassen, dass dir die Angebote nur so um die Ohren fliegen. Achte darauf, dass du in Wahlpflichtbereichen für deinen Berufswunsch passende Veranstaltungen findest. Viele Unis verlangen außerdem ein Industriepraktikum – ein guter Weg, um bei einem Betrieb den ersten Fuß in die Tür zu setzen.

3. Mit System studieren:

Klar, völlig planlos sollte man sowieso nicht durch sein Studium stolpern. Doch gerade im Bioingenieurwesenstudium macht es enorm Sinn, wenn du dir beispielsweise Karteikärtchen oder einzelne Übersichtsblätter mit den wichtigsten Fakten erstellst, auf die du schnellen Zugriff hast. Denn wenn es in Richtung Bachelorarbeit geht, kennst du unzählige Formeln, Katalysatoren, Reaktionen, Fachbegriffe und Co. Der Überblick darüber sollte nicht verloren gehen.

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