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Biotechnologie Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Ob ein Impfstoff gegen die nächste Grippewelle, Biokraftstoff für das Auto oder Kosmetik, mit der man dem Alterungsprozess den Kampf ansagt – die Biotechnologie macht all dies erst möglich. Die Übergänge zwischen den Naturwissenschaften sind dabei fließend, also solltest du dich nicht vom Studiengang-Namen täuschen lassen und dich auf jede Menge Chemie und Physik einstellen. Das, was die Biotechnologie aber letztendlich von den reinen Naturwissenschaften unterscheidet, ist der technische Aspekt. So bist du am Ende des Biotechnologie Studiums nicht nur in der Lage, biologische und chemische Prozesse nachzuvollziehen, sondern kannst sie mit Hilfe technischer Verfahren nachahmen. Es erwartet dich also ein vielseitiges Studium, mit viel Praxisausgleich.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Biotechnologen führen Tierversuche durch.«

Nicht unbedingt. In der Biotechnologie liegt der Schwerpunkt stark auf technischen Aspekten, Tierversuche sind im Studium daher eher selten. Möchtest du Tierversuche nicht nur umgehen, sondern dich aktiv gegen sie einsetzten, so kannst du dies nach deinem Biotechnologie Studium tun. Du kannst dich dann einem Forschungsteam anschließen, das sich mit Alternativen zu Tierversuchen auseinandersetzt. Erste Erfolge konnten bereits gefeiert werden.

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»Biotechnologen sind böse Gentechniker.«

Impfstoffe, Medikamente, ausreichend Nahrung um eine ganze Gesellschaft zu versorgen: Das alles macht Biotechnologie möglich. Solltest du dich für Gentechnik interessieren, kannst du dich auch damit im Studium befassen. Damit wirst du nicht automatisch zu einem Schurken, der böse Klone auf die Welt loslässt, sondern kannst auch viel Gutes bewirken.

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»Als Biotechnologe mit Bachelor bekommt man keinen Job.«

Ganz falsch ist dies tatsächlich nicht, denn die meisten Biotechnologie Studenten streben einen Master, viele sogar einen Doktortitel an. Dies ist besonders dann nötig, wenn du in der Forschung arbeiten möchtest. In der Industrie hast du aber auch durchaus ohne Master Chancen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Pflanzenbiotechnologie
Wie können pflanzliche Produktionen verbessert werden, wie können Pflanzen auf sichere Weise genetisch verändert werden, was ist beim Anbau von Pflanzen als Produktionsquelle für Arzneimittel zu beachten? In der Pflanzenbiotechnologie dreht sich alles um Pflanzen und pflanzliche Zellkulturen, daher überschneidet sich diese Biotechnologie Spezialisierung stark mit der Biochemie, Biologie und den Agrarwissenschaften. Pflanzenbiologietechnik fällt übrigens in den Bereich der grünen Biotechnologie. Pflanzenbiotechnologie kannst du als eigenständigen Bachelorstudium absolvieren. Ebenso werden innerhalb des Biotechnologie Studiums Vertiefungen angeboten.
Biosystemtechnik
In der Biosystemtechnik werden Biomoleküle um technischen Elementen erweitert. Dies geschieht im Rahmen der medizinischen und pharmakologischen Forschung sowie in der Lebensmitteindustrie. Inhalte der Physik, Mikrotechnik, Elektronik, Materialtechnik, Biochemie, Molekular- und Zellbiologie kommen auf dich zu, wenn du diese Biotechnologie Spezialisierung wählst. Das Fach ist übrigens noch relativ jung und sehr anwendungsbezogen. Es wird also immer auf einen starken Praxisbezug gesorgt. An einigen Unis solltest du dich darauf einstellen, dass einzelne Vorlesungen und Seminare auf Englisch gehalten werden.
Pharmabiotechnologie / Medizinische Biotechnologie
Welche Molekularen und zellulären Mechanismen regeln den Stoffwechselprozess und welche pathologischen Veränderungen lassen Krankheiten entstehen? Aufbauend auf diesem Wissen lernst du Arzneimittel zu erforschen und herzustellen. Mit der Biotechnologie Spezialisierung auf Pharmazie oder Medizin steuerst du also geradewegs auf die Pharmaindustrie und die pharmazeutische Forschung zu. Der technische Aspekt wird in dieser Spezialisierungen weniger vertieft, als in der klassischen Biotechnologie, Kenntnisse der Verfahrens- und Prozesstechnik werden aber dennoch vermittelt. Pharma- und Medizinische Biotechnologie werden bislang als Bachelor oder als Masterstudiengang angeboten.

Wusstest du schon, dass...

...zwischen der „weißen“, der „roten“, „blauen“, „grünen“ und „grauen“ Biotechnik unterschieden wird?

...auch die Herstellung von Bier und Wein ein biotechnischer Prozess ist?

...Biotechnologen auch in der Kriminologie zum Einsatz kommen? Sie identifizieren beispielsweise den genetischen Fingerabdruck.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Praxis

Praxisnah und vielseitig – so kann man das Biotechnologie Studium beschreiben. Die Universitäten und Fachhochschulen sind in der Regel mit Labors und Übungsräumen ausgestattet, wo du viele Verfahren der Biotechnologie anwenden kannst. Darüber hinaus sind Praxissemester an einigen Unis obligatorisch und werden durch eine enge Beziehung zwischen Industrieunternehmen und Hochschule organisatorisch unterstützt. Letztlich hast du sogar die Möglichkeit, Biotechnologie dual zu studieren. Dennoch darfst du den Lernaufwand nicht unterschätzen, denn ohne solides theoretisches Wissen gibt es nichts, das du in der Praxis anwenden kannst.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Grundlagen- und Vertiefungskursen der Naturwissenschaften.
  • ...praktischen Übungen in den Labors und Praxisräumen.
  • ...dem Besuch von Vorlesungen und Seminaren und Tutorien.
  • ...Forschungsprojekten, bei denen du meistens in der Gruppe arbeitest.
  • ...nächtelangem Lernen für Prüfungen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Evolution des Menschen
  • - Bioethik für Biologen
  • - Methoden der Bioinformatik
  • - Übungen zur Einführung in die Biophysik
  • - Englisch für molekulare Biotechnologen

Mögliche Master-Studiengänge

Pharmazeutische Biotechnologie - Pflanzenbiotechnologie - Molecular Bioengineering - Microbial and Plant Biotechnology - Integrated Life Science - Biologie, Biomathematik, Biophysik - Biotechnologie und Angewandte Ökologie
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Karrieremöglichkeiten auschecken und Praxisluft schnuppern:

Das Biotechnologie Studium vermittelt dir breite Kenntnisse und nach dem Abschluss hast du verschiedenste Karrieremöglichkeiten. Da ist es gar nicht einfach, den Überblick zu behalten. Betriebliche Praktika und Karrieremessen können dir helfen, deinen ganz persönlichen Karriereweg zu finden. Probiere dich schon früh in der Praxis aus, erfahre welche Berufe du ergreifen kannst und sprich mit erfahren Biotechnologen.

2. Spezialisieren:

Gerade bei der Fülle an Möglichkeiten solltest du dich selbst gut organisieren. Dazu zählt auch, dass du dich sinnvoll spezialisierst. Eine grobe Unterscheidung geschieht übrigens anhand der Farbenlehre: Es wird zwischen der weißen, roten und grünen Biotechnik differenziert.

Unter der „weißen Biotechnologie“ versteht man die industrielle Biotechnologie. Im Blickpunkt steht vor allem die Herstellung von industriellen Produkten, das können Kosmetika, Nahrungsmittelzusätze oder auch Kraftstoffe sein. Die rote Biotechnologie dagegen beschäftigt sich mit medizinischen Anwendungen. Mit der Entwicklung von Impfstoffen, Medikamenten und diagnostischen Hilfsmitteln hat die Forschung dabei immer die Gesundheit der Menschen zum Ziel. Grün steht für die Pflanzenwelt. Wie können Böden entgiftet, Pflanzen gezüchtet oder genetisch verändert werden? Überschneidungen gibt es natürlich immer.

3. Master und Doktor machen:

Um nach dem Biotechnologie Studium Fuß zu fassen, brauchst du in vielen Bereichen mehr als nur einen Bachelorabschluss. Du solltest also viel Zeit und Ehrgeiz mitbringen, wenn du Biotechnologie studieren möchtest, denn ein Master ist empfehlenswert. Um nach dem Master den Doktortitel zu erwerben, brauchst du übrigens besonders gute Noten. Das gilt ganz besonders für Fächer, in denen der Doktortitel so gefragt ist – wie eben in der Biotechnologie.

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