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Chemieingenieurwesen Studium: Alle Infos

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Chemieingenieurwesen studieren heißt sich im Spannungsfeld zwischen Maschinenbau, Physik, Mathematik und physikalischer sowie technischer Chemie zu bewegen. Damit gehört das Chemieingenieurwesen Studium zu einer der Kerndisziplinen der Ingenieurwissenschaften. Im Studium beschäftigst du dich mit der Umwandlung von Stoffen und Energie, in der Praxis verbindest du dein naturwissenschaftliches Wissen mit technischem Know-how. Zu den typischen Inhalten eines Studiums des Chemieingenieurwesens gehören im Grundstudium anorganische und organische Chemie, aber auch mathematische und technische Grundlagen. Obligatorisch sind, je nach Hochschule, außerdem Praktika oder Praxisphasen. In den weiterführenden Semestern bekommst du dann die Gelegenheit, dich auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Als Chemieingenieur sind soziale Kompetenzen nicht so wichtig, schließlich arbeiten die eh meist alleine im Labor.«

Im Gegenteil! Gerade, wer später im Projektmanagement arbeitet, sollte davon eher mehr als weniger haben.

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»Als Frau im Chemieingenieurwesen ist man quasi allein unter Männern.«

Mit einem Anteil von unter zehn Prozent sind Frauen im Chemieingenieurwesen tatsächlich stark unterrepräsentiert. Wenn du dich als Frau für das Studium interessierst, sollte dich das aber nicht abschrecken – schließlich ändert sich sonst nie etwas daran.

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»Normale Menschen denken, was nicht kaputt ist, wird auch nicht repariert. Chemieingenieure denken, wenn etwas noch nicht kaputt ist, dann hat es zu wenige Möglichkeiten.«

Viele Ingenieure sind sicher begnadete Bastler, aber keine Sorge: Nicht alle bauen Kaffeemaschinen, die laufen können. (Schade eigentlich.)

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Angewandte Chemie
Spezialisierst du dich als Chemieingenieur auf den Bereich der angewandten Chemie, liegt der besondere Schwerpunkt auf der Anwendungsorientiertheit der vermittelten Inhalte. Wichtig dabei ist außerdem, dass die angewandte Chemie oftmals fachübergreifend Kompetenzen aus zum Beispiel Biotechnologie oder Pharmakologie nutzt. So wirst du zum Experten, wenn es um Zusammenhänge, Methoden, Fähigkeiten und Fertigkeiten geht, die für diese Spezialisierung im Chemieingenieurwesen wichtig sind. Dazu gehören u.a. die Herstellung, Prüfung und Verarbeitung chemischer und biochemischer Produkte oder die Erarbeitung von Herstellverfahren für chemische und biochemische Produkte. Auch die Umsetzung von Herstellungsverfahren aus dem Laboratoriums- in den Produktionsmaßstab zählen zu deinen Aufgaben in dieser Chemieingenieurwesen Spezialisierung.
Materialwissenschaft und Polymerchemie
Unser heutiges Leben ist ohne die Vielfalt der uns zur Verfügung stehenden Werkstoffe kaum vorstellbar. So gäbe es ohne Beton und Stahl keine Hochhäuser und Verkehrswege und ohne Kupfer wäre die heutige elektrische Energieversorgung nicht denkbar. Die Anforderungen an die Funktionalität und Wirtschaftlichkeit solcher Stoffe werden immer vielfältiger und wenn eine Spezialisierung im Chemieingenieurwesen gefragt ist, dann ist das die Materialwissenschaft. Auf Basis physikalischer und chemischer Grundlagen und unter Nutzung analytischer Methoden werden die Voraussetzungen zur Entwicklung anforderungsgerechter Materialien und Werkstoffe geschaffen und das Potential bereits vorhandener Werkstoffe ausgeschöpft.
Chemische Verfahrenstechnik
Solltest du dich für die Chemische Verfahrenstechnik als Chemieingenieurwesen Spezialisierung interessieren, kannst du dich auch in diesem Bereich darauf freuen, interdisziplinär zu arbeiten. Das ist nämlich entscheidend, wenn es darum geht, Prozesse von den chemischen Grundlagen bis hin zu der Basis industrieller Verfahren zu verstehen und zu beurteilen. Neben der Optimierung bereits bekannter chemischer Prozesse werden neue Materialien und Verfahren getestet und entwickelt. Zu den Forschungsfeldern zählen aber auch die Reaktionstechnik, Reaktionen und Verfahren der Petrochemie oder die Erzeugung von Feinchemikalien.
Anlagen- und Apparatebau
Fachübergreifende Kompetenzen in ingenieurwissenschaftlichen, aber auch wirtschaftlich-rechtlichen Fächern in Kombination mit Kenntnissen im Projektmanagement stehen bei der Chemieingenieurwesen-Spezialisierung im Bereich Anlagen- und Apparatebau auf dem Stundenplan. Du beschäftigst dabei vertiefend mit der Planung und dem Bau von verfahrenstechnischen Anlagen mit allem Drum und Dran. Dazu gehören schließlich auch die Montage von solchen Anlagen, ihre Wartung und die Logistik des benötigten Materials. Kommunikations- und Führungskompetenz werden hier deshalb ganz besonders groß geschrieben.
Umwelt- und Energieprozesstechnik
Eine weitere Möglichkeit zur Spezialisierung im Chemieingenieurwesen bietet die Umwelt- und Energieprozesstechnik. Hier geht es beispielsweise darum, das tatsächliche Risiko von Umweltbelastungen besser beschreiben und beurteilen zu können, nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Nachhaltigkeit verfahrenstechnischer Anlagen zu verbessern und Prozesse zu stabilisieren. Du lernst außerdem, sie optimal überwachen und kontrollieren zu können. Effektives Projektmanagement, aber auch die Fähigkeit, gleichzeitig ökologische, ökonomische, soziale und rechtliche Aspekte unter einen Hut zu bringen, sind dabei wichtig.
Lebensmitteltechnik
Wenn du eine Chemieingenieurwesen Spezialisierung suchst, kannst du dich auch in der Lebensmittel- oder Bioverfahrenstechnik umsehen. Als Lebensmitteltechniker bist du überwiegend im Bereich der Lebensmittel- und Ernährungswirtschaft tätig, deine Schwerpunkte liegen deshalb bei lebensmitteltechnischen Verfahren und Prozessen. Dort lernst du aber auch alles über Reinigungstechnik, Lebensmittelmikrobiologie und -hygiene. Nach deinem Studium bist du dann Profi für das Planen und Gestalten lebensmitteltechnischer Anlagen und bist dann zum Beispiel auch für das Qualitätsmanagement zuständig.

Wusstest du schon, dass...

...ungefähr die Hälfte der deutschen Industrieprodukte inzwischen mithilfe von chemischen und biologischen Stoffumwandlungen erzeugt wird?

...die Wegwerfwindel Pampers, die 1961 auf den Markt kam, vom Chemieingenieur Victor Mills entwickelt wurde?

...„Oh Sie altes Ferkel!“ eine Eselsbrücke auf die Frage nach den häufigsten Elementen in der Erdkruste ist? Das sind nämlich Sauerstoff (chemisches Symbol „O“), Silicium („Si“), Aluminium („Al“) und Eisen („Fe“).

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Im Studiengang Chemieingenieurwesen halten sich, wie in den meisten anderen Bereichen der Ingenieurwissenschaften auch, Theorie und Praxis die Waage. Unabhängig davon, ob du dich für ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule entscheidest, steht neben dem Besuch von Vorlesungen und Seminaren die Arbeit im Labor oder der Werkstatt auf dem Programm. Je nach Hochschule sind außerdem Praktika Pflicht, die dann während der vorlesungsfreien Zeit, in längeren Praxisphasen oder zum Teil auch als Vorpraktikum absolviert werden müssen.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...dem Stehen und Arbeiten im Labor.
  • ...mathematischen Herleitungen z. B. von verfahrenstechnischen Auslegungen.
  • ...dem Durchführen von quantitativen und qualitativen Analysen.
  • ...dem Nachvollziehen logischer Zusammenhänge.
  • ...dem Einhalten von Sicherheitsvorschriften.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Bilanzierung chemischer Verfahren
  • - Technische Thermodynamik und Strömungslehre
  • - Technisches Englisch
  • - Einführung in die instrumentelle Analytik
  • - Nanotechnologie

Mögliche Master-Studiengänge

Chemieingenieurwesen - Umwelttechnik - Verfahrenstechnik - Lebensmitteltechnologie
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Nicht den Faden verlieren:
Mathe an der Hochschule ist eine andere Hausnummer als Mathe in der Schule, deshalb gilt: Am Ball bleiben! Wenn du merkst, dass du Probleme hast, mit den Lehrveranstaltungen mitzuhalten, suche dir am besten rechtzeitig einen Lernbuddy oder eine andere Person, die dir helfen kann und Unklarheiten beseitigt.

2. Keine Berührungsängste haben:
Wenn wir schon darüber sprechen: Chemie auch. Vieles von dem, was du in deinen Lehrveranstaltungen vermittelt bekommst, wird anschließend in Laborpraktika im Selbstversuch ausprobiert. Am besten ist es, wenn du nicht nur konzentriert arbeitest, sondern auch wenig zimperlich im Umgang mit Chemikalien bist.

3. Durchhalten:
Das Grundstudium versorgt dich mit allen Grundlagen, das ist in erster Linie ziemlich viel und ziemlich trocken. Im Aufbaustudium arbeitest du dann eher anwendungsbezogen und entwickelst praktische Lösungen, das ist wesentlich spannender.

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