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Dolmetscher Studium: Alle Infos

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„Jede neue Sprache ist wie ein offenes Fenster, das einen neuen Ausblick auf die Welt eröffnet“, wusste schon der amerikanische Schriftsteller Frank Harris. Daher entscheidest du dich am Anfang vom Dolmetscher Studium auch gleich für zwei Fremdsprachen, mit denen du dich während des gesamten Studiums beschäftigst. Seminare in den Bereichen Sprachwissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Rechtwissenschaft vermitteln dir wichtige Fachausdrücke. Nach dem Dolmetscher Studium beherrscht du deshalb nicht nur deine Muttersprache sowie die jeweiligen Fremdsprachen perfekt, sondern kennst dich auch mit der Kultur und Geschichte der Länder aus. Deine Einsatzgebiete sind internationale Konferenzen oder Kongresse, in denen du wichtige Ansprachen von Politikern übersetzt. Immerhin spricht nicht jeder Politiker des EU Parlaments alle 23 Amtssprachen fließend. Auch in der Industrie, im Medienbereich und im Verlagswesen sind Dolmetscher von großer Bedeutung.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»„Was studierst du?“ „Dolmetschen.“ „Achso, also so Texte übersetzen?“«

„Nein, man.“ Auch wenn Übersetzen und Dolmetschen sich ähneln, sind es zwei unterschiedliche Berufe. Als Übersetzter arbeitest du mit geschriebenem Text und nach einem Dolmetscher Studium bist du auf das gesprochene Wort spezialisiert.

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»Eigentlich kann ja jeder dolmetschen, der eine Sprache kann.«

Stimmt auch nicht. Als Dolmetscher lernt man viele verschiedene Techniken, die man nicht einfach so improvisieren oder sich ausdenken kann. Es ist ein eigenständiger Beruf, auf den man sehr genau vorbereitet werden muss. Man sollte nämlich nicht nur seine eigene Muttersprache ausgezeichnet beherrschen, sondern auch die jeweiligen Fremdsprachen perfekt verstehen können. Wichtig ist auch, dass man kommunikativ und neugierig ist und Spaß an fremden Kulturen hat.

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»Heute spricht doch jeder Englisch, muss ich da überhaupt Dolmetscher studieren?«

Zunächst behaupten weniger als 40% der EU-Bürger von sich, so gut Englisch zu sprechen, dass sie ein Gespräch führen könnten. Als Dolmetscher führst du allerdings keine Gespräche über das Wetter oder den letzten Urlaub, sondern bist bei wichtigen Konferenzen und Institutionen anwesend, die unter anderem Gesetze vorbereiten und erlassen. Wenn du Dolmetscher studierst, bringt es dir deshalb mehr bei als nur englischen oder französischen Smalltalk.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Fachdolmetschen
Mit der Dolmetscher Spezialisierung Fachdolmetscher wirst du für Einsätze in sozialen, juristischen oder medizinischen Bereichen wie Frauenhäusern, dem Jugendamt, der Polizei und in medizinischen oder therapeutischen Einrichtungen spezialisiert. Mit deinem Studium übernimmst du eine wichtige Rolle in der Gesellschaft, da du mit deinen Kenntnissen die Eingliederung von Migranten erleichterst. Die Lehrveranstaltungen sind sehr praxisorientiert und binden auch Fachkräfte aus Frauenhäusern oder anderen Einrichtungen mit ein. Diese Spezialisierung wird übrigens nur am Fachbereich „Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) in Germersheim angeboten.
Übersetzen
In der Dolmetscher Spezialisierung Übersetzen liegt der Schwerpunkt nicht auf der mündlichen, sondern auf der schriftlichen Übersetzung. Auf deinem Stundenplan werden sich deshalb Veranstaltungen zum Thema Übersetzungswissenschaft, Übersetzen als kulturwissenschaftliches Handeln und Übersetzen von Fachtexten tummeln. Dabei kann man sich ebenfalls zwischen den Ergänzungsfächern Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft oder Medizin entscheiden. Je nachdem, für welches der Ergänzungsfächer du dich während deines Studiums entschieden hast, fallen natürlich auch deine beruflichen Aufgaben aus. Anwaltskanzleien, Behörden, Dienstleistungszentren oder Klinken kommen nach deinem Studium als Arbeitgeber für dich in Frage.
Fachübersetzen
Entscheidest du dich für eine Dolmetscher Spezialisierung im Bereich Fachübersetzen Wirtschaft und Technik konzentrierst du dich auf die wissenschaftliche Seite des Übersetzerberufs. Die Schwerpunkte in der Übersetzungswissenschaft und Linguistik liegen hier auf Vorlesungen zur interkulturellen Kommunikation und auf dem Erwerb von Kenntnissen im Zweitfach Technik oder Wirtschaft. Neben Seminaren zur Dolmetschpraxis, Translationswissenschaft und mündlichen Kommunikation besuchst du deshalb auch Lehrveranstaltungen zum computergestützten Übersetzen und zur unternehmerischen Basiskompetenz. Dein Arbeitsbereich findet sich später in Behörden, Unternehmen, Dienstleistungszentren, Instituten oder Übersetzungsagenturen.

Wusstest du schon, dass...

…der Dolmetscher Robert H. Lochner mit John F. Kennedy vor dessen Rede am Rathaus Schöneberg die für Kennedy schwierige Aussprache des weltberühmten Satzes "Ich bin ein Berliner" eingeübt hat? Auf seinem Zettel hat Lochner dem Präsidenten aber trotzdem vorsichtshalber den Satz „Ish bin ein Bearleener“ notiert.

…es im Europäischen Parlament 23 Amtssprachen gibt, aus denen die Dolmetscher möglichst so übersetzen müssen, dass keine Missverständnisse entstehen, damit sich die Volksvertreter der 500 Millionen EU-Bürger verständigen können?

…es 137 Gebärdensprachen gibt?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Praxis

Auch wenn du dir im Studium viel theoretisches Wissen aneignen musst, liegt der Schwerpunkt doch eher auf der praktischen Arbeit. Zu Beginn des Dolmetscher Studiums werden dir die Grundlagen des Dolmetschens beigebracht. Dazu gehören translationswissenschaftlichen Grundlagen, dolmetschwissenschaftliche Vertiefungen sowie Auslands- und Kulturwissenschaften. Trotzdem ist es neben all der Basiskenntnis wichtig, dass du die Werkzeuge und Methoden des Dolmetschens auch anwenden kannst, daher wirst du viele praktische Übungen zur Notizentechnik, zur Terminologieverwaltung und zum Recherchemanagement machen. Im Dolmetscher Studium und im späteren Beruf unterscheidet man zwischen Konsekutivdolmetschen und Simultandolmetschen, daher werden dir auch hier die jeweiligen Strategien und berufsethischen Prinzipien vermittelt. Es werden Situationen das Dolmetschen in zwei- oder mehrsprachigen Konferenzen oder bei Internationalen Organisationen nachgestellt, um dich auf die nötigen Sach- und Fachkenntnisse sowie Vorbereitungsmethodik und Recherchen vorzubereiten.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Notiztechniken und dem Umgang mit IT-gestützten Übersetzungswerkzeugen.
  • ...Recherchemangement.
  • ...dem kulturellen Kontext von anderen Ländern.
  • ...gleichzeitigen Übersetzungen von gesprochener Sprache.
  • ...nachfolgenden mündlichen Übersetzungen von gesprochener Sprache.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Dolmetschen bei internationalen Organisationen
  • - Einführung in das Konsekutiv- und Simultandolmetschen Englisch-Deutsch
  • - Dolmetscharten und ihre Methoden-Tools für Wissensmanagement, Terminologie und Unterlagensystematik
  • - Notizentechnik
  • - Betriebswirtschaftliche Grundlagen der Kulturarbeit

Mögliche Master-Studiengänge

Translatologie - Konferenzdolmetschen - Translational Medical Research - Literaturübersetzen - Gebärdensprachdolmetschen
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Über den Tellerrand schauen:

Während du Dolmetscher studierst und auch später im Beruf musst du zu allen möglichen fachspezifischen Themen dolmetschen. Deshalb solltest du schon während des Studiums über deinen Tellerrand blicken. Je mehr Fachbücher du zu den unterschiedlichsten Themen wie Klimawandel, Krebsforschung oder Filmpreise in der jeweiligen Fremdsprache gelesen hast, desto breiter wird dein Vokabel- und Kontextspektrum. Später im Job können der vorherige Rechercheaufwand und das Aneignen von Fachwissen übrigens sogar mehr Zeit in Anspruch nehmen als das eigentliche Dolmetschen.

2. Zeitung lesen:

Wenn du dich dafür entscheidest, Dolmetscher zu studieren, ist es sehr wichtig, dass du ein gutes Allgemeinwissen hast, um die Vokabeln im richtigen Kontext darstellen zu können. Daher sollte der tägliche Blick in die Zeitung fast automatisch passieren ;-)

3. Reisen:

Reisen, reisen, reisen! Nichts bereitet dich besser auf den Beruf vor, als die Menschen und Länder, in deren Sprache du später dolmetschen wirst, selbst zu erkunden. Daher solltest du schon während des Dolmetscher Studiums damit anfangen, interkulturelle Kompetenzen sowie Bräuche und Sitten aus erster Hand vor Ort zu studieren.

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