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Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium: Alle Infos

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Die Medien berichten darüber, die Politik befasst sich damit: Das Erziehungs- und Bildungssystem in Deutschland bietet immer wieder Diskussionsstoff. U3-Betreuungsangebote, PISA-Studien, G12, Bildungsmanagement, Inklusion und viele weitere Themen werden da verhandelt – doch wer kennt sich eigentlich wirklich damit aus? Die Antwort lautet: Alle, die das Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium erfolgreich absolvieren. Ob an der Uni oder einer FH, in diesem Studiengang befasst du dich mit gesellschaftlichen Problemen und lernst, diese mithilfe von wissenschaftlichen Theorien und Methoden zu analysieren. Wenn du dich dazu entschließt, Erziehungs- und Bildungswissenschaft zu studieren, werden dir zunächst pädagogische Grundlagen beigebracht. Im Laufe deines Studiums kannst du dich dann auf den Themenschwerpunkt spezialisieren, der dich am meisten interessiert, also beispielsweise Behindertenpädagogik, Erwachsenen- oder Jugendbildung.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Nur Frauen, die Kinder süß finden, studieren Erziehungs- und Bildungswissenschaft.«

So ein Quatsch! Erstens studieren auch Männer dieses Fach, zweitens ist die Vorstellung, dass man sich dabei mit süßen Kindern befasst, fernab von der Realität. Natürlich geht es um Erziehung und somit auch um Kinder, aber da es sich bei einem Studium nicht um eine Krabbelgruppe handelt, wirst du außerhalb der Praktikumszeit kaum Kontakt zu Kindern haben. Außerdem kannst du dich im Rahmen des Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studiums auch auf Erwachsenenbildung spezialisieren – dann hast du auch später gar nichts mit Kindern zu tun.

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»Mit so einem Studienfach wird man später nur sehr wenig verdienen.«

Dass soziale Berufe oft eine (zu) geringe Bezahlung haben, stimmt leider. Allerdings kommt es dabei wirklich sehr darauf an, in welchem Bereich und auch an welchen Träger du nach dem Studium deine Bewerbung verschickst. Du möchtest nach deinem Studium der Erziehungs- und Bildungswissenschaft Karriere machen und viel verdienen? Dann könntest du dich beispielsweise in der Verwaltung bewerben, wo du nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD) bezahlt wirst und sogar bis zur Amtsleitung aufsteigen könntest.

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»Erziehungs- und Bildungswissenschaft ist ein Fach für Leute, die nicht wissen, was sie sonst studieren sollen.«

Wer keinen Plan hat, was er studieren soll, wird in Erziehungs- und Bildungswissenschaft keine Freude haben. Es handelt sich dabei nämlich weder um ein „Laberfach“, noch um eines, in dem man die Scheine hinterhergeworfen bekommt. In Themen wie Menschenrechte, Ideologiekritik und die Analyse gesellschaftlicher Gesamtzusammenhänge muss man sich richtig einlesen. Wenn du dich kaum für die Inhalte des Studiengangs interessierst, solltest du dir also doch lieber in der Studienberatung Tipps geben lassen, welcher Fachbereich eher deinen Leidenschaften entspricht.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Kinder- und Jugendbildung
Die Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen findet natürlich sowohl in ihrer Familie als auch in der Schule statt. Doch auch außerhalb dieser Kreise können Kinder und Jugendliche sich bilden und erzieherische Maßnahmen ihre Anwendung finden. Wie beispielsweise frühkindliche Bildung in Kindertagesstätten funktioniert, welche Methoden in der Jugendsozialarbeit angewendet werden und wie du Kinder und Jugendliche dabei unterstützen kannst, ihren Weg in der Gesellschaft zu finden, lernst du, wenn du die Erziehungs- und Bildungswissenschaft Spezialisierung Kinder- und Jugendbildung wählst.
Erwachsenen- und Weiterbildung
Egal wie lange man schon in einem Beruf arbeitet, irgendwann wird es Zeit für eine Weiterbildung. Im Arbeitsleben ist es sehr wichtig, immer auf dem neusten Stand zu bleiben und neue Qualifikationen zu erwerben. Doch wo macht man solche Weiterbildungen? Wie sieht der Unterricht dann aus? Und wo kann ein Erwachsener hingehen, wenn er privat etwas Neues lernen will? Entscheidest du dich für die Erziehungs- und Bildungswissenschaft Spezialisierung Erwachsenen- und Weiterbildung, wirst du Experte auf dem Gebiet, kannst all diese Fragen beantworten und lernst sogar, selbst Erwachsene zu unterrichten.
Behindertenpädagogik
Menschen mit Behinderung sind im Idealfall gut in die Gesellschaft integriert. Sie können selbstverständlich an allen Bildungsangeboten teilnehmen und haben so fast die gleichen Chancen wie Menschen ohne Beeinträchtigung. Schön wär’s. Du findest auch, dass die Inklusion viel weiter gehen sollte als bisher? Mit der Erziehungs- und Bildungswissenschaft Spezialisierung Behindertenpädagogik kannst du genau untersuchen, an welchen Stellen es in Sachen Partizipation sowie Inklusion noch hapert und wie im erzieherischen und Bildungsbereich aktiv darauf hingearbeitet werden kann, dass Benachteiligungen von beeinträchtigten Menschen möglichst bald der Vergangenheit angehören.

Wusstest du schon, dass...

…das statistische Bundesamt jedes Jahr den „Mikrozensus“ durchführt? Für diese repräsentative Statistik wird 1 % der deutschen Bevölkerung zu Themen wie Familie, Beruf und Bildung befragt.

…3,6 % der Deutschen laut Mikrozensus 2014 gar keinen Schulabschluss hatten?

…es unter anderem auf dem IT-Arbeitsmarkt Stellen und sogar ganze Unternehmen gibt, die für Menschen im Autismus-Spektrum geschaffen wurden?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Obwohl an den meisten Hochschulen mindestens ein Praktikum zum Lehrplan gehört, überwiegt im Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium ganz klar die Theorie. Die ist auch unverzichtbar, wenn es beispielsweise darum geht, die Entstehung der Pädagogik oder Methoden der Erwachsenenbildung wissenschaftlich zu analysieren. Immerhin studierst du nicht nur eine, sondern gleich zwei umfangreiche Disziplinen und lernst unter anderem, die Theorien der Erziehungs- und der Bildungswissenschaften miteinander zu verknüpfen und aufeinander zu beziehen.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Hausarbeiten.
  • …dem Lernen für Klausuren.
  • …der Vorbereitung und dem Halten von Referaten.
  • …der Analyse gesellschaftlicher Missstände.
  • …Praktika.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Miteinander leben und lernen. Gruppendynamische Prozesse in der Grundschule
  • - Quantitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft: Grundlagen quantitativer empirischer Untersuchungen am Beispiel von Online-Fragebögen
  • - Behinderung – Barrieren – Inklusion: Annäherungen an die Bildung und Erziehung bei Behinderung und Benachteiligung
  • - Lernen in virtuellen Welten – Computerspiele als erwachsenenpädagogische Herausforderung
  • - Bausteine der Prävention von Rechtsextremismus

Mögliche Master-Studiengänge

Pädagogik - Berufspädagogik - Sozialpädagogik - Pflegepädagogik - Intercultural Education
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Basismodule zuerst:

Dank Bachelor- und Mastersystem wird das Studienangebot in Erziehungs- und Bildungswissenschaft höchstwahrscheinlich in Modulen organisiert sein. Das entspricht zwar nicht ganz dem Traum von einem interessegeleiteten Studium, ist aber ziemlich sinnvoll. In den Basismodulen bekommst du, wie der Name schon sagt, nämlich all das Basiswissen beigebracht, das du im Laufe deines Studiums brauchst. So wird es dir später auch leichter fallen, deinen Schwerpunkt für die Wahlveranstaltungen zu finden.

2. Argumentiere wissenschaftlich:

Gerade in Studiengängen, in denen es um alltäglichere Themen geht, ist man schnell dazu verleitet, auf persönlicher und emotionaler Basis zu argumentieren. Das sollten sich all diejenigen schleunigst abgewöhnen, die Erziehungs- und Bildungswissenschaft studieren wollen. Wenn es zum Beispiel um die Benachteiligung von Jungen im Bildungssystem geht, bringst du die Diskussion nicht weiter, wenn du aus deiner Grundschulzeit erzählst, weil da ein Junge der Klassenbeste war. Es wird dir im Studium eher helfen, dich auf die wissenschaftliche und analytische Argumentationsweise einzulassen.

3. Stress dich nicht zu sehr:

Ja, man soll heutzutage so früh wie möglich in die Arbeitswelt einsteigen, also das Studium ganz schnell und am besten innerhalb der Regelstudienzeit beenden. Und ja, du solltest nicht 20 Semester lang rumgammeln, bis du deine erste Hausarbeit schreibst. Trotzdem hat kein Unternehmen und keine Bildungseinrichtung was von einem 20-jährigen Absolventen, der zwar sein Studium superschnell durchgezogen, dafür aber neben der Universität keine oder kaum sonstige Erfahrungen gesammelt hat. Gerade für die Jobaussichten lohnen sich für Bildungswissenschaftler beziehungsweise Pädagogen Zusatzqualifikationen sowie Praxiserfahrung – und ein längerer Auslandsaufenthalt wird auch immer unwahrscheinlicher, wenn du erstmal im Berufsleben angekommen bist.

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Obwohl „sozial“ in der Bezeichnung Sozialwissenschaften steht, hat dieser Studiengang recht wenig mit dem sozialpädagogisch ausgerichteten Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium zu tun. Die Sozialwissenschaften befassen sich eher mit qualitativen und quantitativen Erhebungen, Institutionen und Systemen.

Die Pädagogik befasst sich ebenso mit Erziehung und Bildung, wie du es im Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium tun wirst. Inhaltlich unterscheiden sich die beiden Studiengänge kaum voneinander, oft ist das Pädagogik Studium aber etwas praktischer ausgelegt.


Wie der Name vermuten lässt, befasst sich die Pflegewissenschaft damit, die Pflege von kranken, alten oder anderweitig pflegebedürftigen Menschen zu professionalisieren und zu verbessern. Dieser Studiengang ist also weitaus spezieller ausgerichtet als das Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studium.

Der Studiengang Soziale Arbeit bereitet dich optimal darauf vor, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Er ist noch praxisbezogener als das Pädagogik Studium und wird daher meistens von Fachhochschulen angeboten.

Wenn du auf Lehramt bzw. Master of Education studierst, sind Seminare im Bereich Erziehungswissenschaften fester Bestandteil deines Stundenplans. Das Teilgebiet des Erziehungs- und Bildungswissenschaft Studiums kannst du an manchen Hochschulen auch als Nebenfach belegen, um so gut wie möglich auf den Lehrerberuf vorbereitet zu werden.

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