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Erziehungswissenschaften Studium: Alle Infos

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Maria Montessori ist dir ein Begriff und du denkst bei Pestalozzi nicht nur an die Grundschule in der Nachbarschaft? Du diskutierst gerne und hast dich schon in der Schule gefragt, warum deine Lehrer bestimmte Methoden nutzen, um ihr geballtes Wissen an den Mann oder die Frau zu bringen? Dann ist das Studium der Erziehungswissenschaft genau das richtige für dich. Hier lernst du sämtliche Theorien bekannter Pädagogen kennen und weißt spätestens nach dem dritten Semester alles über die Handlungsfelder der Erziehungswissenschaft. In der zweiten Hälfte des Bachelor-Studiums kannst du dann deine Interessen vertiefen und verstehst nun genau, wie wichtig auch die Erwachsenenbildung ist und wie sich das Jugendamt organisiert. Nach sechs bis zehn Semestern kannst du in Berufsalltag starten. Von kultureller Bildung bis hin zum Betriebspädagogen eines großen Unternehmens – dank der Spezialisierung hat man nach dem Studium der Erziehungswissenschaft viele Möglichkeiten.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Im Erziehungswissenschaft Studium erhält man eine praktische Ausbildung.«

Möchte man direkt mit Menschen arbeiten – seien es Kinder, Jugendliche oder Erwachsene – ist man in diesem Studium falsch. Zwar sind Praktika Pflicht und ein gewisses Interesse an Erziehung und Bildung von Vorteil, doch den Hauptteil des Studiums Erziehungswissenschaft macht die Schreibtischarbeit aus. Theorien, wie man mit Menschen in allen möglichen Lebenslagen umgeht, sind da eher an der Tagesordnung.

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»Die Erziehungswissenschaft ist überwiegend ein „Laberfach“.«

Im Erziehungswissenschaft Studium diskutiert man tatsächlich viel, dazu gehört aber natürlich auch theoretisches Grundlagenwissen. Und da geht’s von Rousseau bis hin zu Adorno. Die Erziehungswissenschaft lebt von Diskussionen, da sie neue Anregungen gibt und auch Interessen während des Studiums herauskristallisiert.

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»Lügt ein Kind hat man stets die richtige Lösung im Supernanny-Repertoire.«

Zwar gibt es die Spezialisierung der Familienerziehung, aber die Regel ist es nicht, wenn man Erziehungswissenschaft studiert. Vielmehr lernt man Konzepte zu erstellen, die andere beim Lernen und Lehren unterstützen. Die stille Treppe oder die Wuthöhle müssen nicht zwingend zu deinem Wortschatz gehören und allgemein entsprechen die Supernanny-Methoden nicht gerade dem aktuellen Wissenschaftsstand.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Kindheitspädagogik
Kindheit bedeutet nicht nur frei sein, spielen und Spaß haben – sie bedeutet vor allem viel Arbeit für die Kinder. Jeden Tag lernen sie etwas Neues und entwickeln sich weiter. Dabei kann leider so einiges schief laufen und es kommt zu Entwicklungsstörungen. Diesen Störungen vorzubeugen oder ihnen entgegenzuwirken, ist die Aufgabe von Kindheitspädagogen. Mit einer Erziehungswissenschaft Spezialisierung zum Kindheitspädagogen, bist du dazu in der Lage, den Entwicklungsstand eines Kindes zu beurteilen. Du gestaltest Konzepte zum sozialen Lernen für Kinder und begleitest sie durch schwierige Situationen. Außerdem kann die Familienförderung unter deine Aufgaben fallen.
Bildungsforschung
Fragst du dich auch, was die neue Schulreglung des G8 Jahrgangs eigentlich bringen soll, bei dem Schüler auf Gymnasien das Abitur in zwölf anstatt 13 Jahren machen? Und haben dich deutsche Schulsysteme schon immer mit dem Kopf schütteln lassen? Dann solltest du eine Erziehungswissenschaft Spezialisierung als Bildungsforscher anstreben. Denn als Bildungsforscher bist du für die Analyse des Bildungs- und Schulsystems verantwortlich und entwickelst Ansätze zu Verbesserungsmöglichkeiten. Dabei berätst du politische Entscheidungsgremien, damit deine Pläne bestmöglich umgesetzt werden, denn Kinder sollen schließlich die beste Bildung erlangen können.
Sozialarbeit
Immer wieder kommt es in Familien zu Unstimmigkeiten, manche sind größer, manche eher von kurzer Dauer. Sieht eine Familie allerdings keinen Weg mehr, allein aus Konfliktsituationen oder Problemen in der Familie herauszukommen, so würdest du mit einer Erziehungswissenschaft Spezialisierung zum Sozialarbeiter ins Spiel kommen. Sozialarbeiter beziehungsweise Sozialpädagogen nämlich nehmen es sich zur Aufgabe, soziale Probleme in Familien, zwischen Jugendlichen, in Kindergärten und so weiter, zu besprechen und zu lösen. Dabei werden sowohl Einzel- als auch Gruppengespräche geführt, damit auf allen Seiten eine faire Lösung gefunden werden kann.
Pädagogik
Der Beruf des Pädagogen ist ähnlich dem des Sozialarbeiters, allerdings werden in diesem Beruf nicht Probleme in verschiedenen Gruppen besprochen und gelöst, sondern vor allem von Einzelpersonen. Mit einer Erziehungswissenschaft Spezialisierung zum Pädagogen kannst du in Institutionen, wie Schulen, Kindertagesstätten, Jugendheimen, Seniorenheimen und Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen arbeiten. Dabei gehört es zu deiner Hauptaufgabe, Menschen in den unterschiedlichsten zu betreuen, zu unterrichten und in manchen Bereichen zu erziehen. Du solltest in diesem Beruf immer ein offenes Ohr haben und auch in schwierigen Situationen nicht verzweifeln.
Theaterpädagogik
Für dich war schon immer klar, dass man nur durch Reden mit Patienten deren Probleme nicht lösen kann? Dann könntest du der richtige Kandidat für einer Erziehungswissenschaft Spezialisierung zum Theaterpädagogen sein. Denn als Theaterpädagoge führst du keine therapeutischen Gespräche mit Jugendlichen, Senioren oder Suchtkranken, sondern unterstützt deren Alltag durch das Theater. In dem Beruf des Theaterpädagogen bist du dafür verantwortlich, Theaterworkshops durchzuführen. Dabei erteilst dich Schauspiel-, Gesang- und Tanzunterricht und leitest Menschen so zur Kreativität an. Auch die persönlichen Stärken werden durch das Schauspiel gefördert, wodurch die Menschen in deinen Kursen an Selbstvertrauen erlangen.

Wusstest du schon, dass...

…Erziehungsmethoden, die Einschüchterung oder Strafe beinhalten auch „schwarze Pädagogik“ genannt werden?

…seit 1908 das Fach Erziehungswissenschaft an weiterführenden Schulen angeboten wird? Genau in diesem Jahr wurden auch Frauen für weiterführende Schulen zugelassen.

…Kinder, die vor ihrem fünften Lebensjahr zwei Sprachen lernen eine andere Hirnstruktur haben als Kinder die nur eine Sprache lernen?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Bei vielen Studiengängen ist der Theorie- und Praxisanteil ziemlich ausgeglichen. Bei dem Studium der Erziehungswissenschaft gibt es allerdings eine ganz klare Antwort: Theorie! Da kommen wir auch zu dem größten Missverständnis, was dieser Studiengang zu bieten hat. Denn viele Studenten denken, wenn man Erziehungswissenschaft studiert, ist man danach gleich Lehrer. In Wahrheit ist die Schulbildung nur ein kleiner Teil der Erziehungswissenschaft. Vielmehr erwirbst du Methodenkenntnisse, lernst organisatorische Strukturen kennen und tauchst ein in die Historie der Pädagogik. Du lernst über das Lernen und Lehren in allen Lebensbereichen. Und davon gibt es so viele in der Pädagogik und dementsprechend auch sehr viele Menschen, die sich bereits damit beschäftigt haben. Deswegen steht ganz klar die Theorie im Vordergrund, denn man liest und liest und liest.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...empirischen Forschungsmethoden.
  • ...historischen und interkulturellen Aspekten der Erziehungswissenschaft.
  • ...Institutionen des Bildungswesen.
  • ...den psychologischen Grundlagen von Bildung und Erziehung.
  • ...Sozialisationsprozessen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Einführung in die Studiengrundlagen der Erziehungswissenschaft
  • - Bildungsforschung und soziale Ungleichheit im Bildungswesen
  • - Einführung in die quantitativen Forschungsmethoden
  • - Außerschulische Handlungsfelder und Aufgabengebiete der Erziehungswissenschaft
  • - Konzepte und Verfahren der Lern- und Weiterbildungsberatung

Mögliche Master-Studiengänge

Erwachsenenbildung/Weiterbildung - Bildungswissenschaft – Organisation und Beratung - Schulforschung und Schulentwicklung - Rehabilitationswissenschaften - Erziehungswissenschaftliches Studium als Unterrichtsfach - Kinder- und Jugendmedien
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Praktika machen:

Die meisten Universitäten sehen während des Studiums ein Praktikum vor. Doch es schadet, wie bei den meisten Studiengängen, nicht, schon vorher Erfahrungen zu sammeln. Im Studium der Erziehungswissenschaft wird dir viel theoretisches Wissen über Bildung und Erziehung vermittelt. Du lernst zwar viele Konzepte und Teilbereiche der Pädagogik kennen, allerdings fällt es dir sicher leichter dich zu spezialisieren, wenn du bereits praktische Erfahrung gesammelt hast.

2. Bereite dich auf viel Lesen vor:

Im Studium der Erziehungswissenschaft lernt man gerade zu Beginn Theorien vieler Pädagogen, Soziologen und Psychologen kennen. Und das sind viele, denn die Theorien starten in der Antike. Stell dich also auf eine Lesereise von Platon bis heute ein und suche dir Strategien, die vielen Texte zu lesen. Bedecke beispielsweise einen großen Teil des Textes, denn eine ganze Seite voller Buchstaben wirkt nicht immer motivierend.

3. Offen sein:

Viele Erstis gehen die Wahl des Studienfaches etwas blauäugig an. Da wird Erziehungswissenschaft Studium gerne mal mit sozialer Arbeit verwechselt und man findet sich enttäuscht im Theoriedschungel wieder. Aber man darf dabei nicht vergessen, wie schnell sich die Erziehungswissenschaft weiterentwickelt und wie viele Baustellen, im pädagogischen Sinne, es noch gibt. Also, warum nicht alles diskutieren und neue Konzepte entwickeln? Vielleicht ändert genau das deine Idee etwas.

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