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Grundschullehramt Studium: Alle Infos

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Von der Uni zurück in die erste Klasse – wie geht denn sowas? Das Grundschullehramt Studium macht’s möglich! Schülern zwischen der ersten und vierten Klasse Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen klingt kinderleicht? Vorsicht! Wer Grundschullehramt studieren will, der muss sich auf viel Arbeit gefasst machen. Immerhin bist du die Person, die den Kindern alle späteren Wissensgrundlagen vermittelt – da musst du einiges auf dem Kasten haben. Im Studium Grundschullehramt erwarten dich darum Vorlesungen aus den Bereichen Psychologie, Pädagogik, Soziologie und Theologie. Zusätzlich spezialisierst du dich auf ein bestimmtes Fach. Das kann zum Beispiel Deutsch oder Mathe sein. Aber auch Religionslehre, Erdkunde oder Sport. Fachwissen allein macht aber niemanden zu einem guten Lehrer. Du wirst für die Kinder auch eine prägende Bezugsperson sein – dafür brauchst du nicht nur eine große Portion Kinderliebe, sondern oft auch Nerven aus Stahl.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Als Grundschullehrer muss man nicht viel können – die Schüler stehen ja noch ganz am Anfang.«

Jeder Lehrer muss bei diesem Klischee wahrscheinlich erstmal lachen – so halb aus Belustigung und halb aus Verzweiflung. Klar, „Ida liebt Leo“ aus der Fibel vorzulesen, ist mit Sicherheit kein großes Kunststück. Einer Gruppe Erstklässler, die aus ganz unterschiedlichen Charakteren mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen besteht, das Lesen beizubringen schon. Dazu kommen die zahlreichen emotionalen Aufgaben: Du wirst mit den Kids bestimmt viele schöne Sachen erleben, aber auch Streits schlichten und Erziehungsaufgaben übernehmen.

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»Nachmittags frei und ganz oft Ferien: Grundschullehrer haben jede Menge Freizeit. «

Früher kam man aus der Schule und musste erst mal Hausaufgaben machen – nerv! Da hast du es nach deinem Grundschullehramt Studium leider auch nicht besser. Im Gegenteil: Bis zu 40 Prozent deiner täglichen Arbeitszeit besteht nämlich aus Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. Das heißt, Zuhause korrigierst du Klassenarbeiten und planst die Schulstunden für den nächsten Tag. Auch die Erholung am Wochenende wird da leider das ein oder andere Mal zu kurz kommen.

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»Lehrer benoten schon in der Grundschule überwiegend nach Sympathie. «

Das Thema Benotung an der Grundschule ist Ländersache und immer wieder Grund zu Diskussionen: Die einen wollen die Benotung für Grundschüler ganz abschaffen, die anderen das „sehr gut“, „gut“ und „befriedigend“ weiter auf die Zeugnisse schreiben. An vielen Grundschulen gibt es bis zur dritten Klasse keine Noten, sondern schriftlich verfasste Einschätzungen der einzelnen Schüler. Möchtest du Grundschullehramt studieren, gehört es zu deinen Kernkompetenzen, fair zu sein und möglichst nicht nach Sympathie zu benoten. Auch wenn das häufig schwer fällt.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Lehramt für Sekundarstufe I
Wer hat Angst vor der Pubertät? Du nicht? Perfekt! Denn wenn du deine Grundschullehramt Spezialisierung auf die Sekundarstufe I ausweiten möchtest, wirst du schnell feststellen, dass aus den Kindern plötzlich Teenager geworden sind, die schon mit einem Bein im Erwachsenenleben stehen und ganz anders betreut werden müssen als Grundschüler. Falls du dich jetzt schon freust, die Jugendlichen bis zum Abitur zu begleiten, erwartet dich leider eine Enttäuschung. Die Sekundarstufe I, auch Mittelstufe genannt, endet nämlich nach der 10. Klasse. Als angehender Lehrer für den Sekundarbereich I spezialisierst du dich entweder auf Haupt-, Real- oder Gesamtschule.
Lehrer an beruflichen Schulen
Wer nach der Sekundarstufe I die Schule verlässt, entscheidet sich häufig für eine Berufsausbildung. Das bedeutet für denjenigen in erster Linie Arbeit im Ausbildungsbetrieb. Aber auch: Berufsschule. Hier wird einerseits die Fachpraxis vertieft, andererseits aber auch theoretischer Unterricht abgehalten. Kannst du dir vorstellen, jungen Erwachsenen beim Berufsstart unter die Arme zu greifen, kannst du mit dieser Grundschullehramt Spezialisierung wissenschaftlicher Lehrer an einer beruflichen Schule werden. Viele Unterrichtsfächer kennen die Azubis bereits aus der Mittelstufe. Mit dem Unterschied, dass auch viel wirtschaftswissenschaftliche Theorie auf dem Stundenplan steht.
Lehramt an Sonderschulen / Lehramt Sonderpädagogik
Deinen Schülern Lesen, Schreiben und Rechnen beibringen steht bei dieser Grundschullehramt Spezialisierung nicht ausschließlich im Vordergrund. Deine Schützlinge werden Kinder mit geistigen und/oder körperlichen Einschränkungen sein – und die brauchen natürlich zusätzlich noch spezielle Förderung und viel Aufmerksamkeit. Um festzustellen, ob du für einen so einen verantwortungsvollen Job geeignet bist, ist ein Vorpraktikum schon vor dem Studium Pflicht. Neben zwei Wahlfächern, die du dann hauptsächlich unterrichtest, wählst du dir im Verlauf des Studiums auch noch sogenannte Förderschwerpunkte: Emotionale und soziale Förderung, Sprachförderung oder die Förderung von seh- und hörgeschädigten Kindern.

Wusstest du schon, dass...

...die allgemeine Schulpflicht in Deutschland seit 1649 gilt?

...es im Mittelalter ausschließlich Mitglieder der Kirche waren, die unterrichten durften?

...früher die Sitzordnung in den Klassenräumen von den Noten bestimmt wurde? Je besser der Schüler, desto weiter vorne durfte er sitzen – je schlechter, desto weiter hinten.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Ein guter Grundschullehrer muss wissen, wie man Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beibringt. Anders gesagt: Er muss nicht nur inhaltlich gut Bescheid wissen, sondern dieses Wissen auch kindgerecht vermitteln können. Wer in der Praxis nicht in der Lage ist, sich in die Gedankenwelt der Sechs- bis Zehnjährigen hineinzuversetzen, der wird es nach dem Grundschullehramt Studium schwer haben. Und weil das praktische Können im Lehrerberuf so wahnsinnig wichtig ist, halten sich Theorie und Praxis ziemlich die Waage, wenn du Grundschullehramt studieren möchtest. Wie viele studienbegleitende Praktika, beziehungsweise Praxissemester auf deinem Stundenplan stehen werden, ist aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …dem Schreiben von Hausarbeiten.
  • …diversen Grundkursen aus dem Bereich Pädagogik.
  • …verschiedenen Pflichtpraktika an Schulen.
  • …dem Vorbereiten und Halten von Referaten.
  • …der Spezialisierung auf dein individuelles Hauptfach.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Lehren und Lernen in der Primarstufe
  • - Entwicklungspsychologie
  • - Bildung und Erziehung in historischer, systematischer und international vergleichender Perspektive
  • - Mentoring als Königsweg der Pädagogik?
  • - Elementarmathematik und ihre Grundlagen

Mögliche Master-Studiengänge

Master of Education (Grundschule) - Master of Education (Berufskolleg) - Master of Education (Grund-, Haupt-, Realschule) - Master of Education (Sonderpädagogik)
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Viel Konkurrenz: 

Kinder sind toll: Neugierig, aufgeschlossen und wie kleine Schwämme, die alles Wissen sofort aufsaugen. Kein Wunder, dass ganz viele angehende Lehrer am liebsten an einer Grundschule unterrichten würden – auch wenn sie nicht direkt Grundschullehramt studieren. Leider bedeutet das für dich jede Menge Konkurrenz wenn es nach dem Abschluss um den Start ins Berufsleben geht. Viele ausgebildete Grundschullehrer werden deswegen zum Beispiel an Hauptschulen eingesetzt, weil in der Primarstufe kein Platz für sie ist. Mach dir das frühzeitig bewusst.

2. Praktika machen: 

Klar – Pflichtpraktika kommen in jedem Fall auf dich zu, wenn du Grundschullehramt studieren willst. Grau ist schließlich alle Theorie und nur, weil man gute Noten hat, macht einen das nicht zu einem guten Pädagogen. Deswegen wirst du schon im Studium auf Herz und Nieren geprüft, was deine Lehrer-Skills angeht. Wer sich aber so gar nicht für die Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen interessiert und das Grundschullehramt Studium nur durchzieht, weil er auf eine Beamtenstelle hofft, der sollte ehrlich zu sich selbst sein und sich lieber ein anderes Fach aussuchen.

3. Organisation ist alles: 

„Was ich morgen kann besorgen – muss ich heute nicht machen!“ könnte dein Lebensmotto sein? Das ist eine Einstellung, die du dir lieber ganz schnell abtrainieren solltest – du könntest nach deinem Grundschullehramt Studium sonst große Probleme bekommen. Vor der Klasse stehen und Unterricht geben ist nämlich leider nicht alles: Vor- und Nachbereitung der Stunden werden genauso zu deinem Arbeitsalltag gehören wie die Korrektur von Klassenarbeiten. Zwar werden Erstklässler keine mehrseitigen Gedichtanalysen schreiben, der Workload ist aber trotzdem nicht zu unterschätzen!

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