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Ingenieur Studium: Alle Infos

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„Dem Ingenieur ist nichts zu schwör.“ - Außer vielleicht die Wahl des richtigen Studienfaches. Wer nämlich auf Ingenieur studieren möchte, der kann aus hunderten von Studiengängen und zahllosen Schwerpunkten und Spezialisierungen auswählen. Ob Maschinenbau, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen oder Technische Informatik – immer dreht sich dein Ingenieur Studium um die Inhalte der vier sogenannten MINT-Fächer, nämlich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Deine Aufgaben liegen im Bereich der Konstruktion und Technik von Fahrzeugen, Anlagen, Produkten, Geräten oder Feinwerk.

Wie schwer welche Inhalte gewichtet werden, liegt dann am Studiengang selbst. Wirtschaftsingenieure arbeiten an der Schnittstelle von Naturwissenschaften und Betriebswirtschaft, Ingenieure für Luft- und Raumfahrtechnik befassen sich dagegen mit sämtlichen Fluggeräten. Beim Ingenieur Studium kannst du dich außerdem entscheiden, ob du eher allgemein Maschinenbau studierst und dir dann im Hauptstudium eine Vertiefungsrichtung suchst. Oder du wählst direkt einen eigenständigen, spezialisierten Bachelorstudiengang, zum Beispiel Fahrzeug- und Antriebstechnik.

  

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Ingenieurwesen = Maschinenbau«

Maschinenbau ist nur einer von vielen möglichen Bereichen, den man als zukünftiger Ingenieur studieren kann. Ingenieure arbeiten in allen Teilen der Forschung, technischen Entwicklung, Konstruktion und Produktionstechnik. Neben den klassischen Zweigen wie dem Bauingenieurwesen oder eben dem Maschinenbau gibt es auch viele jüngere Disziplinen wie etwa Feinwerktechnik oder Chemieingenieurwesen. Als Ingenieur kannst du deinen Schwerpunkt sowohl auf die technisch-konstruierende als auch die theoretisch-analytische Komponente legen.

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»Das Studium im Ingenieurwesen wird besonders häufig abgebrochen«

Dieses Klischee entspricht tatsächlich der Wahrheit. Während es fächerübergreifend an Deutschlands Universitäten rund ein Drittel aller Studenten ihr Studium vorzeitig abbricht, sind es bei dem Ingenieur Studium sogar über die Hälfte. Gerade in den Anfangssemestern mit den schwierigen und abstrakten Grundlagen und dem Fokus auf Mathematik werden häufig die Segel gestrichen. Dieses Grundlagenwissen ist aber leider nötig, zudem setzen die meisten Universitäten mittlerweile vermehrt auf Einführungskurse und andere Hilfestellungen während dieser ersten Zeit.

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»Es gibt kaum Studentinnen im Ingenieurwesen«

Je nach Uni liegt der Frauenanteil im Ingenieur Studium bei 20 bis 25 Prozent. 2010 waren von allen erwerbstätigen Ingenieuren gerade einmal 16 Prozent Frauen. Aber zwischen den einzelnen Fächern gibt es große Unterschiede. Im Bauingenieurwesen gibt es über 30 Prozent Frauen, während man Studentinnen in der Elektrotechnik oder im Maschinenbau häufig an einer Hand abzählen kann. Doch auch wegen der großartigen Jobaussichten steigt der Anteil der Frauen im Ingenieurwesen seit Jahren permanent an.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Bauingenieurwesen
Schaffe, schaffe, Häusle baue – in der Ingenieur Spezialisierung Bauingenieurwesen geht es um die Planung, Technik, Statik und Funktionalität von Bauwerken. Das Bauingenieurwesen zählt zu einer der drei klassischen Ingenieurwissenschaften und verbindet Mathematik, Physik und Informatik mit den Grundlagen der Werkstoffkunde und Baukonstruktion sowie Exkursionen zu Baustellen und in Betriebe. Allerdings beschränkt sich diese Ingenieur Spezialisierung nicht nur auf den Bau architektonischer Meisterwerke, sondern streift auch ökologische Fragestellungen und Themen wie CO2-Emmission, Abwasser oder Abfallentsorgung. Sogar in der Entwicklungshilfe kannst du mit dem Bauingenieurwesen landen.
Maschinenbau
Von der Automobilbranche über die Energiewirtschaft bis hin zur Metallindustrie – in der beliebteb Ingenieur Spezialisierung Maschinenbau kümmerst du dich um die Konzeption und Entwicklung von Maschinen und Anlagen und bist vom Prototypen bis zur Fertigstellung in alle Abläufe involviert. Natürlich triffst du auch in dieser Ingenieur Spezialisierung auf die typischen Grundlagen der Mathematik, der Physik und der Informatik, daneben suchst du dir aber selbst nochmal dein Spezialgebiet. Schwerpunkte im Studium können zum Beispiel die Verfahrens-, Fahrzeug-, Produktions- oder Konstruktionstechnik sein.
Luft- und Raumfahrttechnik
Wie du dir beim Namen der Ingenieur Spezialisierung Luft- und Raumfahrttechnik sicher denken kannst, liegt der Schwerpunkt hier nicht auf Autos oder Schiffen, sondern auf die Planung und Entwicklung von Flugzeugen, Hubschraubern, Raketen, Raumfahrzeugen und Satelliten. Noch stärker als in einer anderen Ingenieur Spezialisierung wird dich hier die Mathematik und Physik begleiten. Außerdem ist das Fach Luft- und Raumfahrttechnik sehr theorielastig und besteht überwiegend aus Vorlesungen, Seminaren und Übungen. Natürlich gibt es aber auch hier Exkursionen und Experimente, zum Beispiel Flugversuche.
Wirtschaftsingenieurwesen
Du bist nicht nur begeistert von Technik, sondern hast auch noch Interesse an ökonomischen Prozessen? Dann ist die Ingenieur Spezialisierung Wirtschaftsingenieurwesen genau das richtige für dich! Wirtschaftliche Inhalte und ein hohes Maß an Mathematik treffen hier nämlich auf technische Kurse und praktische Arbeiten. Mit einem Abschluss in dieser Ingenieur Spezialisierung stehen dir dementsprechend viele Türen offen: im Ingenieurwesen genauso wie in der freien Wirtschaft. Wenn du also mit dem Rechenschieber genauso gut umgehen kannst wie mit einem Lötkolben, solltest du dir das Wirtschaftsingenieurwesen auf jeden Fall mal genauer ansehen.
Mechatronik
Die Mechatronik setzt sich zusammen aus den drei Bereichen Mechanik, Elektronik und Informatik. Ähnlich wie im Maschinenbau bist du auch mit der Ingenieur Spezialisierung Mechatronik mit Maschinen und Anlagen beschäftigt, konzentrierst dich aber vor allem auf deren Steuerung, Regelung und Automatisierung. Auch die Robotik nimmt einen großen Teil des Studiums ein. Du wirst mit dieser Ingenieur Spezialisierung also zu gleichen Teilen entwerfen, rechnen, schrauben, löten und programmieren – und kannst dir, je nach Schwerpunkt im Studium, aussuchen, in welcher dieser Aufgaben du hinterher hauptsächlich arbeiten möchtest.
Umwelt & Erneuerbare Energien
Die Ingenieur Spezialisierung Umwelt & Erneuerbare Energien findest du an unterschiedlichen Universitäten auch unter verschiedenen Bezeichnungen, zum Beispiel Umwelttechnik, Regenerative Energietechnik oder Umweltingenieurwesen. Hier suchst und entwickelst du Techniken, die unseren Alltag umweltfreundlicher und nachhaltiger gestalten. Vor allem die erneuerbaren Energien spielen eine große Rolle, da Ressourcen wie Öl weder endlos vorhanden noch besonders umweltschonend sind. Diese Ingenieur Spezialisierung gibt es sowohl im Bachelor- als auch im Masterbereich. Du könntest zum Beispiel den Bachelor in Umweltschutz machen und den Master in Windenergie dranhängen.

Wusstest du schon, dass...

…die verschiedenen Studiengänge, mit denen du Ingenieur studieren kannst, auch als MINT-Fächer bezeichnet werden? MINT ist die Abkürzung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

…der Begriff Ingenieur vom lateinischen Wort ingenium abstammt, was übersetzt „produktiver Geist“ bedeutet?

…Deutschland jährlich mehr als doppelt so viele Patente pro Kopf anmeldet wie Frankreich und viermal so viele wie Italien?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Viele Erstsemester sind anfangs im Ingenieur Studium von dem großen Theorieteil ernüchtert. Sie wollen neue Anlagen entwickeln oder Geräte und Fahrzeuge konstruieren, und dann beißen sie sich drei Semester lang erst einmal durch einen ganzen Haufen Theorie. Doch die theoretischen Grundlagen sind leider ein notwendiges Übel, ob aus den Fächern Mathematik, Physik, Chemie und Informatik, oder aus zahlreichen anderen Bereichen des Ingenieurwesen wie Elektrodynamik, Vermessungskunde oder Anlagenbau. Diese Grundlagen sind total wichtig, du kannst ja auch keinen Roman schreiben, ohne das ABC zu beherrschen. Danach geht es aber immer stärker an die Praxis: Du entwirfst Pläne und arbeitest viel mit Computersimulationen und auch ein Praxissemester steht am Ende des Studiums an.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Grundlagen aus Technik, Physik und Mathematik.
  • ...fachabhängigen ergänzenden Grundlagen, zum Beispiel Chemie, Informatik oder BWL.
  • ...Computersimulationen und anderen Computerprogrammen.
  • ...methodenorientierten Kursen wie der Konstruktionslehre.
  • ...technischer Mechanik.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Rechnerintegrierte Produkt- und Prozessentwicklung
  • - Energieeffizienz in der Kälte-, Klima- und Umwelttechnik
  • - Fahrzeugtechnik
  • - Elektrische Energietechnik
  • - Konstruktionselemente

Mögliche Master-Studiengänge

Verfahrenstechnik - Qualitätsingenieurwesen - Automatisierungs- und Antriebstechnik - Bauingenieurwesen - Elektrotechnik - Informations- und Medientechnik - Umweltingenieurwesen - Wirtschaftsingenieurwesen
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Freiwillige Praktika machen:

Ingenieure sind auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Deine Chancen und deinen Wert steigerst du aber noch einmal deutlich, wenn du dich früh genug um Praktika kümmerst. Das Vorpraktikum vor dem Ingenieur Studium ist Pflicht, aber du kannst gar nicht genug freiwillige praktische Erfahrungen sammeln. Daher macht es auch Sinn, deine Abschlussarbeit in einem Betrieb zu schreiben.

2. Richtige Fächerkombinationen und Spezialisierungen:

Es gibt unzählige Ingenieurberufe, und nicht für jeden Beruf gibt es ein eigenes Ingenieur Studium. Wer zum Beispiel als Forschungsingenieur arbeiten möchte, muss sich schon vor dem Studium überlegen, in welcher Branche er später arbeiten möchte, und dann dementsprechend seine Fächer wählen. Für die meisten Forschungsingenieure zahlt sich zum Beispiel eine Kombination mit Informatik aus. Du solltest dir also vor dem Studium überlegen, in welche Branche es dich ziehen könnte, um von Anfang an die geeignete Fächerkombination und die richtige Spezialisierung zu wählen. Informationstage an den Unis und Bildungsmessen helfen dir vorab, dir einen Überblick über die vielen Ingenieurstudiengänge zu verschaffen.

3. Schwierige Grundlagenfächer:

Fast überall im Ingenieur Studium werden die schwierigsten Grundlagenfächer in die ersten zwei Semester gelegt. Gerade in diesen ersten Semestern ist die Abbruchquote im Ingenieur Studium besonders hoch. Hier heißt es einfach durchhalten, anschließend wird es spannender. Weil besonders die Mathematik viele Erstsemester vor große Probleme stellt, solltest du dich nach unterstützenden Einführungsveranstalten oder Intensivkurse umsehen, denn nicht an jeder Universität wirst du ausreichend an die Hand genommen.

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