Menü

- Studiengänge von A-Z -

Katholische Theologie-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst katholische Theologie studieren? Informiere dich hier

Über ein Drittel der Weltbevölkerung bekennt sich zum Christentum. Davon ist fast jeder zweite katholisch. Als somit weltgrößte Religion ist sie an vielen gesellschaftlichen, sozialwissenschaftlichen, philosophischen und auch politischen Fragestellungen mitbeteiligt. Alles Themengebiete, mit denen du dich daher im Studium der katholischen Theologie auseinandersetzt. Das Studium ist dabei eng mit der Entwicklung der christlichen Kirche verknüpft. Die Details dazu wirst du aus erster Hand erfahren, wenn du die Originalschriften der ersten Theologen selbst liest. Dazu lernst du unter anderem Hebräisch, Griechisch und Latein. Auch das Lesen der Bibel und das Erörtern vieler wissenschaftlicher und philosophischer Interpretationsansätze der biblischen Schriften stehen auf dem Programm.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Theologiestudenten müssen getauft sein«

Jein. Es kommt drauf an, in welche Richtung man beruflich gehen möchte. Wer auf Pfarr- oder Lehramt studiert, muss tatsächlich getauft sein, da so von der Bereitschaft ausgegangen wird, seinen schulischen Dienst an den christlichen Werten auszurichten. Fürs Studium ist die Taufe allerdings keine notwendige Voraussetzung.

Mehr lesen
»Theologiestudierende gehen oft ins Kloster«

Eine Exkursion in ein Kloster kann durchaus mal vorkommen und ist sicher nicht verkehrt – und zwar für niemanden. Man kommt mal raus, lernt eine ganz andere Lebensweise kennen als die heute übliche und wer weiß, vielleicht tut dem einen oder anderen eine Woche Schweigegelübde ja sogar ganz gut ;) Fakt ist aber: Ins Kloster ziehen sich nur noch wenige Menschen zurück. Und diejenigen, die es tun, müssen dafür nicht Theologie studiert haben.

Mehr lesen
»Partystimmung kommt im Theologiestudium selten auf«

Warum sollten Theologen nicht auch Lust auf Trank und Tanz haben? Die besten Weine und Biere kamen früher aus den klosterinternen Brauereien der Mönche. Ob jemand gerne feiert oder nicht, hat nichts mit seinem Studienfach zu tun. Und falls der- oder diejenige es selbst so behauptet, ist das eine ziemlich eingeschränkte Sichtweise.

Mehr lesen

Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Bibelwissenschaft
Da einer der Standpfeiler der christlichen Religion ihre Schrift darstellt, ist ein detailliertes Verständnis der Methoden der theologischen Exegese und Hermeneutik einfach unabdingbar. Wenn du dich in katholischer Theologie auf die Bibelwissenschaft spezialisieren möchtest, musst du aber nicht nur die verschiedenen Bibelversionen lesen und miteinander vergleichen, sondern dir auch aneignen, wie diese entstanden sind. So lernst du unter anderem die Unterschiede zwischen dem jüdischen Tenach und der christlichen Bibel kennen und welche Bücher zu den sogenannten Apokryphen – den nicht-kanonischen Schriften – gezählt werden.
Historische Theologie
Die historische Theologie beschäftigt sich mit der Entstehung und Entwicklung der christlichen Gemeinde als Organisationsform und der Institution Kirche. Du wirst viel über die verschiedenen Konzile lesen und lernen, wie dabei das Vorangehen der Kirche in der Welt bestimmt wurde. Eine der wichtigsten Stationen in der Geschichte der katholischen Kirche ist dabei zum Beispiel das Zweite Vatikanische Konzil der 1960er-Jahre, in welchem sich die Kirche zu ihrem Selbstverständnis in der Moderne sowie zur Frage nach der Religionsfreiheit äußerte.
Systematische Theologie
Welche Antworten hat der christliche Glauben auf sozialwissenschaftliche Fragen? Wie funktioniert der christliche Glaube und inwiefern unterscheidet er sich von anderen Religionen und Weltanschauungen? Wenn du deinen Schwerpunkt auf systematische Theologie setzen möchtest, wirst du dich mit den drei Teilgebieten Fundamentaltheologie, Dogmatik und Moraltheologie beschäftigen. Dabei geht es darum, die Voraussetzungen des christlichen Glaubens festzustellen, ihn gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen wissenschaftlich zu verteidigen und seine Lehren sowie seine Konsequenzen für das menschliche Handeln zu erörtern. Das klingt nicht nur komplex, sondern ist es auch – und mindestens genauso spannend.
Praktische Theologie
Bei all der Theorie, mit der du im Theologie-Studium konfrontiert wirst, gibt es auch diverse Themen, welche eher praktischer Natur sind. Dies betrifft vor allem Studierende, die das Pfarr- oder Lehramt anstreben. Die sogenannte Pastoraltheologie vermittelt dabei die Grundlagen und Methoden der kirchlichen Grundvollzügen, also ihrer drei Hauptaufträgen: Dem Verbreiten des Evangeliums („Martyria“), dem Dienst an den Menschen („Diakonia“, zum Beispiel durch die Seelsorge) und dem Abhalten des Gottesdienstes („Leiturgia“). Veranstaltungen zu Seelsorge und Gemeindeaufbau gehören ebenfalls zur praktischen Theologie. Je nach Fakultät kann es sogar sehr praxisnahe Seminare zu Themen wie christliche Publizistik oder Kirchenmusik geben.

Wusstest du schon, dass...

…die heutige Bibelfassung nicht die ursprüngliche ist? Die ältesten Versionen sind die hebräische Bibel, die griechische Sepuaginta und die lateinische Vulgata.

…der kürzeste Vers der Bibel lautet: „Jesus weinte.“

…dieser Studiengang regional sehr unterschiedlich gefragt ist? Zum Wintersemester 14/15 haben sich 8560 Studierende eingeschrieben. Davon kommen allein 4028 aus NRW, aber nur fünf aus Berlin.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Das Studium hat als zentrales Ziel, dich mit der Tradition des christlichen Glaubens und seiner Ursprünge soweit vertraut zu machen, dass du dessen Lehren weitergeben kannst. Die Kenntnisse der Bibelschriften, auch der Originaltexte, nehmen dabei einen Großteil deines Studiums ein. Es gibt auch Seminare zu Themen wie Religionspädagogik oder Kirchenrecht mit Praxisbezügen zu den jeweiligen Berufen. Der Fokus des Studiums liegt dennoch klar und unabhängig vom angestrebten Abschluss auf dem Theorieteil.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …der Exegese des Bibelkanons.
  • …Fremdsprachen wie Hebräisch, Griechisch und Latein.
  • …Auseinandersetzungen mit Fragen, wie der christliche Glaube das Leben des Einzelnen beeinflusst.
  • …Debatten über die gesellschaftlichen Relevanz des christlichen Glaubens.
  • …der geschichtlichen Aufarbeitung des katholischen Glaubens und der Ereignisse, die ihn bis heute maßgeblich mitgeformt haben.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit
  • - Dogmatik und Dogmengeschichte
  • - Christliche Gesellschaftslehre
  • - Altes Testament/Neues Testament
  • - Einführung in die Exegese

Mögliche Master-Studiengänge

Umweltethik - Theologie und Wirtschaft - Caritaswissenschaft und Christliche Gesellschaftslehre - Theologie der Spiritualität - Theology in Liturgical Music - Religion – Kultur – Moderne - Religiöse Traditionen in Europa - Religion und Bildung
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Sei engagiert:

Besonders, wenn du in den Pfarrberuf einsteigen möchtest, solltest du dir im Vorfeld schon ein Bild davon machen, wie der Alltag in der Kirche aussieht. Dazu bietet sich zum Beispiel ein ehrenamtliches Engagement in einer Jugendgruppe als Gruppenleiter an. Viele Kirchen bieten auch ein Kulturprogramm mit Künstlern und Musikern aus der Umgebung an und können Unterstützung bei der Organisation und der Umsetzung gebrauchen. Hier hilft dir sicherlich deine Fakultät bei der Vermittlung an eine entsprechende Einrichtung weiter. Die meisten Unis, an denen Theologie studiert werden kann, haben zudem eigene Hochschulgemeinden, in die du dich einbringen kannst.

2. Denke voraus, wenn du Religion lehren willst:

Wenn du vorhast, katholische Religion als Unterrichtsfach zu lehren, solltest du dir bewusst sein, dass der Bedarf an Lehrkräften für Religion derzeit nicht sonderlich hoch ist. Je nach Schulform solltest du dir dann also ein Zweitfach suchen, welches gefragter ist, um nach dem Studium nicht ewig auf einen Referendariatsplatz warten zu müssen. Naturwissenschaftliche Fächer wie Mathematik, Physik oder Chemie sind dabei besonders gefragt. Religion und Chemie – klingt nach einer wilden Mischung? Sehr gut, denn Standardkombinationen wie Deutsch/Bio oder Deutsch/Geschichte sind ziemlich überlaufen.

3. Führe ein Bibeltagebuch:

In anderen Fächern haben viele Studierende immer Karteikarten oder Lesekarten zur Hand. Im Theologiestudium wirst du bis zum Ende des Studiums viel in der Bibel lesen, aber dir sicherlich nicht jede Stelle auswendig merken können. Schließlich besteht die Bibel aus über 31.000 Versen mit über 730.000 Wörtern. Daher kann ein Notizbuch, in das du dir prominente, wichtige und für deine eigenen Arbeiten relevante Passagen einträgst, durchaus das Studium erleichtern.

- Du kennst deine Uni am besten -

Kurz nachdenken, dann Uni ranken!

Jetzt deine Uni bewerten