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Katholische Theologie-Studium: Alle Infos

Jobchancen mit Katholische Theologie

Theologiestudenten haben vielfältige Möglichkeiten, nach dem Studium ins Berufsleben einzusteigen. Die gängigsten Berufsfelder, die man dabei meistens im Kopf hat, sind natürlich das Lehr- oder das Pfarramt. Der Einstieg in die Lehre erfolgt dabei, wie bei jedem anderen Lehramtsstudium, über ein Referendariat am Ende des Staatsexamens. Dabei ist zu beachten, dass sich der Bedarf an Fachlehrern von Jahr zu Jahr anders zusammensetzt. Aktuellen Prognosen zufolge ist ein Bedarf an Religionslehrern katholischer wie auch evangelischer Konfession nicht gegeben, es gibt mehr Anwärter auf Lehrplätze, als Stellen frei werden. Das wird sich in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch nicht so schnell ändern.

Das heißt jedoch nicht, dass du mit katholischer Theologie keine Chance hast, ins Lehramt zu kommen. Wer Lehrkraft werden will, muss ohnehin mindestens zwei Fächer studieren. Mit der Wahl eines gefragten Zweitfachs kannst du deine Chancen erheblich verbessern, einen Lehrposten zu erhalten. Gefragt sind durch alle Schulformen hindurch vor allem Lehrkräfte in Mathematik, Physik und Chemie. Religion mit einer Naturwissenschaft zu verbinden, wirkt auf dem ersten Blick vielleicht komisch, aber im Gegenteil: Es ist sehr gut, denn Standardkombinationen sind nicht gefragt. Gehaltstechnisch kannst du als Lehrer zum Einstieg nach dem Referendariat mit 2700 bis 3000 Euro brutto im Monat rechnen. Dein Gehalt ist tariflich geregelt und wird, je nachdem, ob du verbeamtet wirst oder nicht, unterschiedlich schnell steigen.

Möchtest du in der Kirche arbeiten, kannst du dich zum Beispiel nach dem Studium zum Pfarrer ausbilden lassen. Dafür bewirbst du dich beim Bischof deines Bistums um Aufnahme ins Priesterseminar. Bekannte Priesterseminare gibt es unter anderem in Rheinland-Pfalz in Lantershofen oder in Frankfurt am Main. Nach der dortigen praktischen Ausbildung, die je nach Ausbildungsstätte bis zu einem Jahr dauert, findet die Weihe zum Diakon statt. Sie stellt die erste Stufe des sogenannten Weihsakraments dar, gewissermaßen deiner „Karriere“ in der Kirche. Nach ihr kommt die Priesterweihe, welche nur noch von der Weihe zum Bischof getoppt wird. Für all diese Berufe gilt: Es sind nicht einfach nur Jobs, die man annimmt. Zuallererst musst du natürlich nachweisen, dass du katholisch bist. Du musst dich außerdem dazu berufen fühlen, ins Pfarramt einzutreten, da dies auch großen Einfluss auf dein Privatleben hat. Am wichtigsten ist dabei natürlich das Zölibat zu nennen, dem Verbot der Heirat. Auch wird dir als Pfarrer dein Einsatzort von deinem Bistum zugeteilt, was heißen kann, dass du verantwortlich bist für eine kleine Kirche auf dem Land. Und letztlich darf nicht unerwähnt bleiben, dass das Pfarramt in der katholischen Kirche bisher ausschließlich Männern vorbehalten ist.

Gehaltstechnisch werden aber auch Pfarrer gemäß der Verbeamtung besoldet, dabei geht es, wie bei Lehrern, mit einem Gehalt zwischen 2700 und 2900 Euro brutto im Monat los und steigt dann gemäß der Amtsstufe weiter an. Zum Vergleich: Ein Bischof wird nach der Besoldungsstufe B8 vergütet, was einem Gehalt von 10.133 Euro brutto im Monat entspricht. Um überhaupt als Bischof in Frage zu kommen, gilt es aber einige Bedingungen zu erfüllen: Neben einer Promotion und einer mindestens fünfjährigen Tätigkeit im Priesteramt sind das vor allem vorbildliche Charaktereigenschaften und ein guter Ruf in der Gemeinde. Wer das Leitungsgremium eines Bischofssitzes von seiner Eignung überzeugen kann, wird von diesem zum Bischof gewählt. Wenn der Papst die Wahl bestätigt, oder sogar selbst einen Priester zum Bischof ernennt, schwört man ihm die Treue und nimmt damit die Wahl zum Bischof auch an.

Aber auch außerhalb der Kirche oder der Schule sind Theologieabsolventen gerne gesehen. Sie arbeiten häufig in sozialen Berufen wie der Seelsorge, in Betreuungseinrichtungen oder in Kliniken als Notfallbegleiter. Hier unterscheidet sich das Gehalt dann entsprechend der Branche bisweilen recht deutlich, und die Möglichkeiten sind vielfältig. Streetworker bekommen zum Beispiel zwischen 2500 und 2800 Euro brutto im Monat. Wenn du in den Journalismus gehen möchtest, liegt die anfängliche Gehaltspanne bei 1600 bis 3300 Euro brutto monatlich. Sogar in Berufe wie der Unternehmens- oder Karriereberatung können sich dir Einstiegsmöglichkeiten mit Anfangsgehältern ab 2800 Euro brutto im Monat ergeben.

Promotion

Eine Promotion ist vor allem in den Berufen in der Kirche selbst relevant. So sind bestimmte Ämter wie die des Bischofs oder des Kirchenanwalts nur nach Promotion zum Lizenziaten oder zum Doktor zugänglich.

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