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Kunstgeschichte-Studium: Alle Infos

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Was haben Selfies mit Portraitmalereien der Renaissance zu tun? Warum ist der Blick der Mona Lisa noch heute so faszinierend? Oder die Suppendose von Andy Warhol zeitlos? Kann man Videospiele als Kunstwerke bezeichnen? Oder Kriegsfotografie?

Wenn dich solche Fragen interessieren, dann solltest du dich für ein Kunstgeschichte Studium einschreiben. Von der klassischen Malerei über Skulpturen und Plastik bis hin zu Fotografie, Video und sogar Memes: Wenn du Kunstgeschichte studierst, lernst du von Semester zu Semester mehr zu verstehen, warum wir Menschen zu welcher Zeit welche Kunstwerke produziert haben und vor allem lernst du, sie zu interpretieren und Anderen zu erklären.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Kunsthistoriker müssen gut malen können.«

Tatsächlich fragen oft Leute, die sich für ein Kunstgeschichte Studium interessieren, ob sie vorher einen Malkurs belegen müssen. Hallo, das Fach heißt KunstGESCHICHTE, nicht Kunst ;). Malerisches Talent wird definitiv weder als Zulassungsvoraussetzung verlangt, noch ist es Inhalt des Kunstgeschichte Studiums, künstlerisch tätig zu sein. Falls du also künstlerisch begabt bist, dich Theorie und Geschichte aber eher langweilen, solltest du lieber nicht Kunstgeschichte studieren.

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»Männer studieren Kunstgeschichte, um Frauen zu imponieren.«

Etwa ein Fünftel aller Leute, die in Deutschland Kunstgeschichte studieren, sind männlich. Wie viele von denen aus romantischen Gründen Kunstgeschichte studieren, kann man nicht genau sagen. Da müsste man schon die Herren persönlich fragen. Aber egal, ob es ein Kunstgeschichte Studium oder das eines anderen Faches werden soll, Fakt ist: Intelligenz macht sexy.

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»Kunsthistoriker arbeiten am Ende alle im Museum.«

In der Tat machen viele, die Kunstgeschichte studieren, ein oder mehrere Praktika in Museen, um in Kontakt mit Künstlern und Kuratoren zu kommen. Früh netzwerkt, wer mit einem Kunstgeschichte Studium auch Karriere im Museumsbereich werden will. Aber an sich gilt: Die Welt steht dir offen. Jobchancen mit Kunstgeschichte hast du in vielen Bereichen, z.B. in Redaktionen, Auktionshäusern oder sogar Versicherungen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Architektur
Kunstgeschichte besteht nicht nur aus der Analyse von Gemälden und Skulpturen. Auch die Architektur und ihre Geschichte bis ins Mittelalter spielt eine wichtige Rolle. Wenn dich diese Kunstgeschichte Spezialisierung interessiert, lernst du mithilfe vieler Fachbegriffe verschiedene Gebäudetypen in ihren einzelnen Bestandteilen zu beschreiben und miteinander zu vergleichen. Vom Abakus bis zur Zimmerflucht, von der Sagrada Familia bis zur Elbphilharmonie, ein umfangreiches Programm erwartet dich. Möchtest du im Denkmalschutz oder in der Tourismusbranche arbeiten, ist in Kunstgeschichte eine Spezialisierung auf Architektur in jeden Fall nicht verkehrt.
Bildwissenschaften
Der Kern vieler Bachelorstudiengänge bietet in Kunstgeschichte eine Spezialisierung auf die Bildwissenschaften. Fälschlicherweise wird das Kunstgeschichte Studium auch gerne mal mit den Bildwissenschaften gleichgesetzt. Schließlich denken die meisten, wenn Sie das Wort Kunst hören, zuerst an Gemälde wie dem Schrei von Munch oder das Bild mit den Sternen von van Gogh (besser bekannt als Sternennacht ;)). Dennoch stellt die Analyse und Aufbereitung der Geschichte der Malerei nur eine von vielen möglichen Kunstgeschichte Spezialisierungen dar. Möchtest du auf Bildwissenschaften deinen Fokus setzen, wirst du jedenfalls viel Anschauungsmaterial haben.
Fotografie
Von der Daguerreotypie bis zum Selfie – die Fotografie mag eine vergleichbar junge Kunstgattung sein. Aber umso umstrittener ist sie auch, wird auch schon seit ihrer Entstehung die Frage nach dem Verhältnis zwischen Kunsthaftigkeit und purer Realitätsabbildung diskutiert. Eine Kunstgeschichte Spezialisierung auf die Fotografie ist in jedem Fall spannend und kann nützlich sein, wenn du redaktionell arbeiten möchtest. Gerade im Onlinebereich sind Redakteure häufig auch für die Bildauswahl und -aufbereitung zu ihren Artikeln verantwortlich. Ein Auge für passende und aussagestarke Fotos kann dir eine solche Kunstgeschichte Spezialisierung vermitteln.
Epochen
Nicht nur einzelne Kunstgattungen können in Kunstgeschichte eine Spezialisierung darstellen, sondern auch ganze Epochen. In den letzten Jahren sind diverse Masterstudiengänge eingerichtet worden, was dir einen solchen Fokus auch erleichtert. Meistens werden solche Studiengänge dann auch von mehreren Instituten getragen, Kunstgeschichte stellt hier also auch nur einen von mehreren Bestandteilen dar. In Kunstgeschichte eine Spezialisierung auf Mittelalter oder die Moderne zu legen, bietet sich für redaktionelle Tätigkeiten an oder wenn man in die entsprechende Richtung weiterforschen möchte, also an der Uni bleibt.
Mode
Kunstgeschichte und Mode – geht das? Natürlich! Kleider machen nicht nur Leute, sondern sind auch ein Spiegelbild des Zeitgeistes. Nicht umsonst sind Magazine voller Berichte über die neuesten Trends. Vintage und Retro haben schließlich auch irgendwo ihren Ursprung. Eine Kunstgeschichte Spezialisierung auf Mode ist jedoch meistens etwas schwierig, da deren Analyse nur Beiwerk ganzer Bildbeschreibungen darstellt. Hier ist viel Eigeninitiative gefragt um entsprechende Textil- und Materialkunde aufzuarbeiten. Umso interessanter bist du am Ende aber natürlich für diverse Agenturen und Redaktionen, die im Fashion- und Modebereich tätig sind.
Kunstkritik
Wie war die letzte Documenta? Lohnt sich die Eröffnung der neuesten Richter-Retrospektive? Und warum ist die Aufnahme von Videospielen in die Sammlung des MoMa, des Smithsonian oder der Barbican Art Gallery gerechtfertigt? Kritik über Kunst zu üben ist nicht immer einfach und bedarf viel Erfahrung. Die Grundlagen bietet dir dafür das Bachelorstudium, doch wenn du im kuratorischen Bereich oder im Journalismus arbeiten willst, kann in Kunstegeschichte eine Spezialisierung in Kunstkritik und kuratorisches Wissen nicht schaden. Viele Institute bieten vor allem im Master vermehrt Seminare oder weiterführende Studiengänge dazu an.

Wusstest du schon, dass...

…das bisher älteste bekannte Kunstwerk eine als „Löwenmensch“ bekannte Skulptur aus dem Lonetal in Baden-Württemberg ist? Sie ist vermutlich 40.000 Jahre alt.

…es in den USA ein Museum of Bad Art gibt?

…das teuerste Kunstwerk über 142 Mio. Dollar wert ist? Es ist das Triptychon „Three Studies of Lucien Freud“ des irischen Malers Francis Bacon.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Wenn du Kunstgeschichte studieren willst, musst du darauf gefasst sein, viele Bücher zu wälzen, längere Texte zu lesen und auch selbst viel zu schreiben. Im Kunstgeschichte Studium besteht die Praxis im Grunde aus der Theorie. Das wurde in den letzten Jahren auch oftmals kritisiert und seit der Umstellung auf die Bachelor- und Masterstudiengänge finden vermehrt Seminare zur Kuration oder Praxismodule zur Organisation von Fachtagungen statt. Das Fach dreht sich also vielleicht um Geschichte, ist aber keinesfalls eingestaubt.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...der Zusammenstellung von Bildmaterial für Präsentationen.
  • ...Museumsbesuchen und dem Betrachten von Kunstwerken über Abbildungen.
  • ...der Recherche der zeitlichen Umstände, in denen ein Kunstwerk erschaffen wurde.
  • ...Bildbeschreibungen und Bildanalysen.
  • ...dem Lernen von Fachbegriffen, vor allem im Bereich Architektur.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Gemalte Landschaft und nationale Identität in Europa 1450-1900
  • - Bauaufgaben vom Mittelalter bis zur Gegenwart – Theoretische Schriften
  • - Positionen der deutschen Kunstszene 1960-2000 (mit Exkursionen)
  • - Gewalt und Geschlecht: Traumata und ihre Verarbeitung in der lateinamerikanischen Installationskunst
  • - Ausverkauf? Mode und die Kunst der Avantgarde

Mögliche Master-Studiengänge

Kunstgeschichte - Mittelalter und Renaissance Studies - Gender Studies - Aisthesis – Historische Kunst- und Literaturdiskurse - Islamische Kunstgeschichte und Archäologie - Kunstwissenschaft und Kunsttechnologie - Kunstgeschichte im globalen Kontext mit dem Studienschwerpunkt Europa und Amerika - Moderne und zeitgenössische Kunst
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Sei offen für Neues:

Du wirst dich im Kunstgeschichte Studium nicht nur mit deinen Lieblingsbildern von Van Gogh beschäftigen, die regelmäßig deinen Desktophintergrund zieren. So beschäftigst du dich gerade in den ersten Semestern auch viel mit sakraler Kunst, mit halb verdorrten Früchtekörben und wenn du keinen starken Magen hast, wird dich der Wiener Aktionismus auch eher abschrecken. Dennoch musst du lernen, solche Werke zu verstehen, in eigenen Worten zu beschreiben und beurteilen zu können – unabhängig von deinem persönlichen Geschmack.

2. Lerne, wie man Bilder vorbereitet:

Es gibt im Kunstgeschichte Studium nichts Schlimmeres für Kommilitonen als sich in Präsentationen Bilder von Gemälden, Skulpturen oder Gebäuden anzusehen, auf denen die Hälfte nicht zu erkennen ist, weil die Bilder zu dunkel, zu pixelig oder zu klein sind. Jedes Institut sollte in der Lage sein, dir Zugang zu Bilddatenbanken zu verschaffen, in denen Abbildungen zu allen möglichen Kunstwerken ordentlich katalogisiert sind und für Studienzwecke verwendet werden dürfen.

3. Nimm nichts als Selbstverständlich hin:

Gerade wenn man sich mit den „alten Klassikern“ wie der Mona Lisa von Da Vinci oder Munchs Der Schrei beschäftigt, ist man allzu leicht dazu verführt zu sagen „Das Bild braucht man ja nicht großartig erklären, das kennt ja jeder.“ Tritt stattdessen lieber einen Schritt vom Bild zurück und schaue es dir nochmal an: Warum lächelt die junge Dame mit dem eindringlichen Blick? Wie viele und welche Theorien befassen sich mit diesem Werk?

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