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Linguistikstudium: Alle Infos

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Was wäre wohl, wenn ein Wookie, ein Elb, ein Dothraki und ein Klingone zusammen Scrabble spielen würden – richtig, ein ziemliches Chaos! Sehen wir von allem Offensichtlichen ab, dann unterscheidet sie vor allem eins: ihre Sprache (zwar jeweils eine künstliche, aber immerhin eine eigens für sie konstruierte Sprache)! Als Student der Linguistik wäre diese Scrabble-Runde dein Traum, denn sie bietet dir die ideale Gelegenheit, die verschiedenen Sprachen und ihre Unterschiede zu analysieren. Genau das ist nämlich einer der Hauptbestandteile deines Linguistikstudiums. Du lernst in diesem Studiengang die Entstehung, Entwicklung und Verbreitung der Sprache näher kennen. Die sechs Semester bereiten dich auf eine Vielzahl von Berufen vor. Du kannst zum Beispiel in der Sprachtherapie, Softwarelokalisierung, Forschung, im Verlagswesen oder als Übersetzer arbeiten.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Im Linguistikstudium lernst du Sprachen einfach nur auswendig«

Wer Sprache studiert, der lernt natürlich auch neue Sprachen kennen und sprechen. Aber das ist längst nicht alles. Du betrachtest Sprachen auch aus sprachphilosophischer, -analytischer und -physiologischer Sicht. Ein weiterer Irrglaube ist, dass man für ein Linguistikstudium viele Sprachen können muss. Das schadet zwar nicht, aber für das Studium reichen Deutsch und Englisch!

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»Linguistik ist das Mathe der Sprachwissenschaften«

1+1= Sprache – klingt komisch, ist aber so. Ja, es gibt sie, die mathematische Linguistik! Sprache und Mathe klingen im ersten Moment wie ein krasser Gegensatz, aber tatsächlich nimmt die Mathematik einen großen Teil des Linguistikstudiums ein. Dazu gehören vor allem Sprachstatistiken, mathematische Logik und die algebraische Linguistik. Einer der Gründe, warum viele Studenten Linguistik nicht allzu sehr mögen, weil eben so viel Mathe Bestandteil des Studiums ist.

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»Linguisten lernen richtig gut zu schreiben«

Viele glauben, dass man in der Sprachwissenschaft lernt, wie man hervorragende Texte schreibt. Darum machen sie ein Linguistikstudium, um später einmal ins Verlagswesen oder in den Journalismus zu gehen. Schreiben ist natürlich eine Grundlage der Sprache, aber da Linguistik eine Geisteswissenschaft ist, liegt der Studienschwerpunkt dann doch eher auf dem wissenschaftlichen Schreiben. Wer also gerne Redakteur werden will, der sollte sich einen anderen Studiengang aussuchen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Computerlinguistik
Die Computerlinguistik untersucht die maschinelle Verarbeitung von natürlicher Sprache. Sie ist also im Grunde die Schnittstelle zwischen der Sprachwissenschaft und der Informatik. Sie unterstützt die theoretische Informatik durch statistische Methoden, die das automatische Analysieren bestimmter sprachlicher Gegebenheiten aus Sprachdatenbanken ermöglichen. Diese können zum Beispiel ein paar hundert Millionen Wörter umfassen. Bekannte Einsatzgebiete für die Computerlinguistik sind beispielsweise Suchalgorithmen, wie sie in Suchmaschinen oder Spracherkennungstechnologie zum Einsatz kommt. Eine interessante Spezialisierung, weil sich der Markt für Sprachtechnologie in den nächsten Jahren sicherlich enorm ausweiten wird.
Psycholinguistik / Neurolinguistik
Wenn du dich auf Psycholinguistik spezialisierst, dann interessiert dich besonders für den menschlichen Spracherwerb. Du erforscht die Bedingungen, die für das Produzieren, Verstehen sowie Repräsentieren von Sprache notwendig sind. Dazu gehört auch das entwickeln, analysieren und verstehen von psycholinguistischen Hypothesen und Theorien über den Prozess des Spracherwerbs. Hier herrscht nämlich immer noch Uneinigkeit, welche der Theorien letztendlich richtig ist. Eng verbunden mit der Psycholinguistik ist der Bereich der Neurolinguistik. Der Unterschied zur Psycholinguistik ist, dass die Neurolinguistik zwar die Sprachverarbeitung analysiert, aber dabei ganz explizit Bezug auf die anatomischen und physiologischen Aspekte des Gehirns nimmt.
Soziolinguistik
Soziolinguistik ist die Teildisziplin der Sprachwissenschaft, die sich mit der sozialen, politischen und kulturellen Bedeutung sprachlicher Systeme und den gesellschaftlich bedingten Einfluss auf die Sprache befasst. Themen der Soziolinguistik sind beispielsweise der Zweitspracherwerb (zum Beispiel von Migranten), der Sprachwandel, Dialektologie oder Fachsprachenforschung (also die Entstehung und Verbreitung von Fachterminologie). Besondere Bedeutung wird hierbei vor allem der sozialen Schichtung, Alter, Geschlecht und der Bildung geschenkt. In der Soziolinguistik gibt es zudem fachliche Überschneidungen mit der Soziologie, der Anthropologie, der Sozialpsychologie und der Erziehungswissenschaft.

Wusstest du schon, dass...

…es zwischen 6500 und 7000 verschiedene Sprachen auf der Welt gibt?

…alle Sprachen Ausdrücke für „oben“ und „unten“ haben?

…aber dafür nicht für „links“, „rechts“, „hinten“ oder „vorne“?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Wenn du Linguistik auf Bachelor studierst, überwiegt ganz klar die Theorie. Dazu gehört vor allem die Theoretische Linguistik, also die theoretische Konstruktion der Grammatik, die Syntax und Morphologie von Sätzen oder die Phonologie und Semantik der Sprache. Das war jedoch noch längst nicht alles. Es folgen zum Beispiel die Lexikologie (die Lehre vom Aufbau und Bestand des Wortschatzes) und Sprachphilosophie (der Zusammenhang zwischen Sprache, Denken und Realität). Viel Theorie also, aber was ist mit der Praxis? Die ist zwar auch vorhanden, fällt aber eher spärlich aus und kommt in Form von Sprechübungen, Statistikaufgaben und Experimenten daher. Klarer Sieg für die Theorie also!

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...dem Erweitern deiner Fremdsprachenkenntnisse (wie zum Beispiel in Italienisch, Spanisch, Japanisch oder Altgriechisch).
  • …dem Lesen von Artikeln aus wissenschaftlichen Magazinen (Linguistik ist halt eine Geisteswissenschaft) – und das meist auf Englisch.
  • …dem Lesen von Artikeln aus wissenschaftlichen Magazinen (Linguistik ist halt eine Geisteswissenschaft) – und das meist auf Englisch.
  • …der Erforschung der Sprachentwicklung.
  • ...Grammatiktheorie.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • Einführung in die Phonologie
  • Dialektale Variation
  • Typologie und Analyse morphologischer Prozesse
  • Grammatikentwicklung
  • Individuelle und zwischensprachliche Unterschiede in der Sprachverarbeitung

Mögliche Master-Studiengänge

Angewandte Linguistik - Arabische Welt: Sprache und Gesellschaft - Sprachtheorie und Sprachvergleich - Klinische Linguistik - Fremdsprachenlinguistik - Antike Sprachen und Kulturen - Hungarologie - Europäische Rechtslinguistik
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Verbessere deine Englischkenntnisse

Bei der Linguistik dreht sich alles um Sprache – kein Wunder also, dass dich Englisch als Weltverkehrs- und international bedeutendste Sprache durchs Studium verfolgen wird. Vor allem die wissenschaftlichen und für dein Studium relevanten Texte sind größtenteils immer in Englisch verfasst. Sollten deine Englischkenntnisse leicht eingerostet sein, dann wäre es mehr als sinnvoll, wenn du sie etwas auffrischt oder einen der Vorbereitungskurse besuchst.

2. Linguistik und Germanistik sind nicht dasselbe

Es sollte dir bewusst sein, dass Linguistik und Germanistik nicht dasselbe sind. Linguistik ist die Wissenschaft der Sprache und deckt somit alle Sprachen ab. Das bedeutet, dass du dich mit mehr Sprachen auseinandersetzen wirst, als nur mit der deutschen. Zum universellen Verständnis sind viele der wissenschaftlichen Texte, die dir im Laufe deines Studiums begegnen werden zum Beispiel in Englisch gehalten. Wenn du also deinen Fokus auf die germanistische Sprachwissenschaft legen willst, dann solltest du dich logischerweise lieber für Germanistik entscheiden.

3. Schule dein logisches Denken

Manche vergessen, dass die Linguistik einer der sehr wissenschaftlichen Studiengänge ist. Dummerweise, ist die natürliche Sprache in manchen Beziehungen mehrdeutig und darum zur wissenschaftlichen Darstellung oft ungeeignet. Deswegen haben sich zur Darstellung von Semantik, also der Bedeutungslehre von Sprache, in den letzten Jahrzehnten zunehmend Methoden der modernen Logik etabliert. Dabei wird die Bedeutung von Sätzen einer natürlichen Sprache, mithilfe der Logik und Mathematik, in einer formalen Metasprache erfasst. Es wäre also nicht verkehrt, dein logisches Denken zu schulen oder dir im Voraus Literatur zum Thema „Linguistik und Logik“ zu Gemüte zu führen, um später keine Probleme zu kriegen.

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