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Luft- und Raumfahrttechnik Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Luft- und Raumfahrttechnik studieren? Informiere dich hier

Die neusten Flugzeuge entwickeln, Raketen entwerfen und dabei zusehen, wie sie in den Weltraum katapultiert werden. Was du sonst nur aus Science-Fiction Filmen kennst, ist nach einem Luft-und Raumfahrtechnik Studium dein Alltag. Dass der Job nicht zu den einfachsten der Welt gehört, dürfte dir bestimmt schon klar sein. Ausgezeichnete Noten in Mathe und Physik sind da auf jeden Fall ein Muss. Diese Fächer werden dich auch während des Studiums verfolgen. Im späteren Arbeitsalltag befasst du dich dann mit allen Fluggeräten und sicherst somit die Entwicklung und den Betrieb von Flugzeugen, Hubschraubern, Raumfahrzeugen und Satelliten. Arbeiten kannst du eigentlich überall dort, wo Maschinenbauingenieure gebraucht werden. Wenn du dich also dafür entscheidest, Luft- und Raumfahrttechnik zu studieren, lernst du deshalb auch nicht nur Fluggeräte zu entwickeln, sondern kannst später auch in der Forschung, Konstruktion und Wartung arbeiten.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Das Luft-und Raumfahrtechnik Studium besteht nur aus Mathematik und Physik.«

Es ist tatsächlich so, dass du im Bachelor auf viel Mathematik und Physik triffst, daher wäre es für das Luft- und Raumfahrttechnik Studium von Vorteil, wenn du schon in der Schule gerne naturwissenschaftliche Fächer besuchst hast. Nach dem Grundstudium wird dir dann aber hauptsächlich Fachwissen vermittelt, wobei Mathe und Physik ein wenig in den Hintergrund rücken.

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»Nach dem Abschluss kann man Raketen bauen und damit zum Mond fliegen.«

Okay, vielleicht legst du das Science-Fiction-Buch mal kurz zur Seite, wir müssen reden. Nach dem Studium bist du hauptsächlich für den Entwurf und die Konstruktion von Fluggeräten sowie für verwaltungstechnische Aufgaben zuständig. Und klar, du beschäftigst dich viel mit dem Weltall und entwickelst Satelliten, die du zur Forschung oder zivilen Nutzung ins Weltall beförderst – allerdings wirst du eher seltener mit Raketen in Berührung kommen und schon gar nicht in einer sitzen. Wenn überhaupt, führst du im Luft- und Raumfahrttechnik Studium Flugversuche in Flugzeugen durch, nicht in Raketen.

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»Es gibt kaum Frauen, die Luft- und Raumfahrttechnik studieren.«

Wir wissen ja auch nicht, warum, aber es gibt tatsächlich nur wenige Frauen, die Luft- und Raumfahrttechnik studieren – allerdings mit Tendenz nach oben. Momentan arbeiten immerhin schon 25 Prozent Frauen in der Luft- und Raumfahrtindustrie, 10 Prozent davon in Führungspositionen. Das Ziel ist natürlich, noch mehr Frauen dort zu haben. Hier also ein Appell: Mädels, schreibt euch für ein Luft- und Raumfahrttechnik Studium ein! ;-)

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Flugzeugbau
Eine Boeing fliegt bei -60°C mit 1.000 Stundenkilometern in zehn Kilometern Höhe. Mit an Bord sind die Crew, Gepäck und Passagiere. Auf manchen Strecken bleibt sie stundenlang in der Luft, kein Wunder, dass in der Luft- und Raumfahrttechnik Spezialisierung Flugzeugbau komplexes Wissen gefragt ist. Heute spielen vor allem die stetige Weiterentwicklung und Umwelteinflüsse eine wichtige Rolle. Im Studium lernst du deshalb alles über den Triebwerkbau, Entwurf und Leichtbau oder Kabine und Kabinensysteme. Die Aussichten auf eine Karriere in der Industrie oder Forschung sind nach dem Studium richtig gut. Potenzielle Arbeitgeber sind Flugzeug- und Triebwerkshersteller, Zulieferbetriebe, Ingenieurbüros, Forschungseinrichtungen sowie Behörden.
Luftfahrttechnik
In der Luft- und Raumfahrttechnik Spezialisierung Luftfahrttechnik stehen die aktuellsten Entwicklungen und Forschungsthemen der Luftfahrt im Mittelpunkt. Hier lernst du alles über die Entwicklung, den Bau, die Ausrüstung und den Betrieb von Flugzeugen im zivilen und militärischen Bereich. Auch mit dieser Spezialisierung sind deine Berufsaussichten glänzend. Deine Einsatzbereiche findest du vor allem in der Konstruktion und Wartung. Viele Absolventen entscheiden sich jedoch auch für eine Karriere in der Forschung und Wissenschaft und bleiben an der Uni.
Triebwerksbau
Im Triebwerksbau arbeitest du mit deinen Entwicklungen oft am Grenzbereich der Erfahrung was Materialien und Technologien angeht, denn Weiterentwicklung und Innovation sind sehr wichtig. Kaum eine Branche unterliegt so schnellem Wandel wie der Flugzeugbau. In dieser Luft- und Raumfahrttechnik Spezialisierung liegt das Augenmerk auf umwelt- und ressourcenschonende Möglichkeiten des Fliegens. Sogenannte Composite-Materialien für Triebwerksteile sorgen beispielsweise dafür, dass Kosten und Gewicht bei gleichbleibender Stabilität eingespart werden. Die Ansprüche in der Luftfahrt sind extrem hoch, daher wirst du nach einem erfolgreich abgeschlossenen Studium keine Probleme haben, eine Spitzenposition zu ergattern.

Wusstest du schon, dass...

…der Airbus A380-800 das zurzeit größte Passagierflugzeug der Welt ist? Er kann bis zu 853 Passagiere befördern, ist 72,80 Meter lang, 24,10 Meter hoch und hat eine Leermasse von 270.015 Kilogramm.

…Verkehrsflugzeuge im Reiseflug auf einer Höhe zwischen 10.000 und 15.000 Meter über dem Meeresspiegel fliegen? Diese Höhen haben den Vorteil, dass die Flugzeuge schneller fliegen können, ohne dass der Reibungswiderstand der Luft übermäßig ansteigt und Gewitterwolken sowie Gebirge überflogen werden können.

…in Höhen zwischen 10.000 und 15.000 Metern über dem Meer eine eisige Kälte von bis zu minus 60° Celsius herrschen kann?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Das Luft-und Raumfahrttechnik Studium ist überwiegend theoretisch und besteht aus unzähligen Vorlesungen, Übungen, Seminaren, Tutorien etc. Der praktische Teil des Studiums besteht aus Exkursionen und der Arbeit in den Laboren, in denen man gruppenweise Experimente macht. Unter anderem gehören auch Flugversuche an Bord eines Flugzeugs (nein, nicht in einer Rakete) zu den Experimenten. Diese werden nach der Durchführung wissenschaftlich ausgewertet. Schließlich sorgt auch das physikalische Praktikum für Einblicke in die Praxis. Das Verhältnis von Theorie und Praxis sowie der Aufbau und die Ausführung der verschiedenen Experimente hängen jedoch immer stark von der jeweiligen Uni ab. 

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Simulation.
  • ...Konzeption.
  • ...Entwürfen.
  • ...Konstruktionen.
  • ...der Suche nach dem Fehler.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Elektronik für Luft- und Raumfahrttechnik
  • - Numerische Behandlung von gewöhnlichen Differenzialgleichungen
  • - Zerstörungsfreie Prüfverfahren
  • - Thermodynamik
  • - Technische Schwingungslehre

Mögliche Master-Studiengänge

Fahrzeugtechnik - Verfahrenstechnik - Kunststofftechnik - Produktionstechnik - Luft- und Raumfahrt - Konstruktionstechnik - Energietechnik
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Vorpraktikum absolvieren:

Viele Unis, die ein Luft- und Raumfahrttechnik Studium anbieten, verlangen ein Vorpraktikum. Bevor du dich für einen Studienplatz bewirbst, solltest du also bereits in diesem Bereich tätig gewesen sein und ein Praktikum absolviert haben. Dabei ist es keine Voraussetzung, dass du ein Praktikum in der Luft- und Raumfahrt Industrie absolviert hast, denn diese Plätze sind auch später im Studium nur sehr, sehr schwer zu kriegen. Es reicht, wenn du ein maschinenbaubezogenes Vorpraktikum vorweisen kannst. Hierbei ist es egal, ob du das Praktikum in der Energiewirtschaft, der Metallindustrie oder der Automobilbranche absolviert hast. Was zählt, ist, dass du erfahrenen Ingenieuren über die Schulter schauen konntest. Informier dich also auf jeden Fall rechtzeitig auf der Homepage deiner Wunschuniversität, ob ein Vorpraktikum zu den Voraussetzungen gehört, um Luft-und Raumfahrttechnik studieren zu können. So vermeidest du unnötige Schwierigkeiten bei der Immatrikulation.

2. Mathe-Aufbaukurse besuchen:

Mathe. Mathe. Und nochmal Mathe. Das Fach ist im Luft- und Raumfahrttechnik Studium seeeehr wichtig. Daher können wir dir nur dringend raten, vor Beginn der Vorlesungszeit die Mathe-Aufbaukurse zu besuchen. Erkundige dich am besten mal bei deiner Uni, ob und wann solche Kurse angeboten werden und nimm dran teil. Wenn du sicher in Mathe bist, ist das erste Semester schon so gut wie bestanden.

3. An Forschungsprojekten teilnehmen:

Du weißt jetzt schon, dass du später eine wissenschaftliche Karriere in der Forschung machen willst? Dann ist ein Uni-Job als HiWi (Hilfswissenschaftler) bei einem der Institute perfekt für dich. Hier hast du schon im Luft- und Raumfahrttechnik Studium die einmalige Chance, an interessanten und aktuellen Forschungsprojekten deiner Uni mitzuarbeiten. Oft bietet sich nach einer HiWi-Tätigkeit dann eine Promotion im entsprechenden Institut an, da man die Arbeitsabläufe und aktuellen Forschungsprojekte in und auswendig kennt und Kontakt zu Professoren knüpfen konnte.

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