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Medienkulturwissenschaftstudium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
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Twitter, Facebook & Co. prägen das Leben unserer Gesellschaft. Für Viele ist ein Leben ohne Internet gar nicht mehr vorstellbar! Das ist allerdings keineswegs ein Phänomen der Neuzeit. Im Laufe der Geschichte kam es immer wieder zu Erfindungen, die enorme Auswirkungen auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben hatten – man denke nur an die Erfindung des Fernsehens oder des Computers. Doch was für Veränderungen gab es dadurch und In welcher Wechselbeziehung stehen Kultur und Gesellschaft, in Folge dieser Neuheiten? Der Bachelorstudiengang Medienkulturwissenschaft verbindet die Forschungsansätze von Medienwissenschaft und Kulturwissenschaften und geht diesen Fragen auf den Grund. Du lernst in diesem Fach unter anderem die Geschichte der verschiedenen Medien kennen und versuchst, die Kulturen durch die Analyse ihrer Medien besser zu verstehen.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Wer braucht Medienkulturwissenschaft? Es gibt doch schon Medienwissenschaft und Kulturwissenschaften! «

Das ist zwar grundsätzlich richtig und es stimmt auch, dass sich Inhalte teilweise überschneiden, aber Medienkulturwissenschaft hat dennoch ihre Daseinsberechtigung als eigenständiger Studiengang. Sie bildet nämlich eine Art Schnittstelle zwischen den beiden Disziplinen, indem sie Medien aus kulturwissenschaftlicher Perspektive betrachtet und analysiert und dabei verschiedene Forschungsansätze und Analysemodelle von Medienwissenschaft und Kulturwissenschaft miteinander verknüpft.

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»Damit kann man doch eh nix anfangen. Zukunft: Taxifahrer!«

Jaja, der Klassiker. Wie so viele andere Geistes- und Kulturwissenschaft-Studiengänge hat auch das Medienkulturwissenschaft-Studium mit diesem Klischee zu kämpfen. Zwar sind die Berufsperspektiven sehr breit gefächert, aufs Taxifahren bereitet es dich aber nicht vor. Während des Studiums erhältst du das Rüstwerkzeug, um für die verschiedensten Medienberufe gerüstet zu sein. Im Idealfall weißt du bereits früh, in welche Richtung es für dich gehen soll und kannst deine Seminare und Vorlesung dementsprechend auslegen. In Verbindung mit Praktika kann das Studium die ideale Basis für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben bieten.

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»Hauptsache „was mit Medien“ «

Seit einigen Jahren ist das Thema Medien total angesagt und jeder möchte etwas in dieser Richtung machen. Wer aber denkt: „Hauptsache was mit Medien studieren und dann ins Fernsehen“, wird vom Medienkulturwissenschaft-Studium enttäuscht sein. Medien spielen zwar eine große Rolle, allerdings steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit klar im Vordergrund und die praktischen Abschnitte bieten keine Ausbildung für eine Fernsehkarriere.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Medienästhetik
Ziel der Medienästhetik ist es, die Gegebenheiten einer bestimmten Zeit zu betrachten und die damalige mediale Gestaltung der Wirklichkeit herauszuarbeiten. Ein einfaches Beispiel sind die Heimatfilme der 1950er Jahre. Hier stand vor allem die Vermittlung von Gefühlen wie Heimat im Vordergrund. Du analysierst, wie versucht wurde, dieses Gefühl beim Zuschauer zu wecken und wie das Publikum darauf reagiert hat. Beispielsweise durch die Verwendung von volkstümlicher Musik oder die Darstellung einer Alpenlandlandschaft als heile Welt. Kurz gesagt: Wie wurde mit Medien versucht, Wirklichkeit darzustellen und wie wurde dies aufgenommen?
Neue Medien
Ursprünglich stand der Begriff „Neue Medien“ für Hörfunk und Fernsehen. Im digitalen Zeitalter änderte sich aber die Definition, weshalb „Neue Medien“ heutzutage als Überbegriff für alle digitalen und elektronischen Medien dient. Du beschäftigst dich also hauptsächlich mit sehr aktuellen Medien. Computer bestimmen heute den Großteil unseres Lebens, doch wie hat sich das Ganze entwickelt und welche Auswirkungen hat das auf Kultur und Gesellschaft? Neben der Technikgeschichte spielt auch die Wahrnehmung der Technik eine Rolle.
Mediengeschichte
Mediengeschichte beschäftigt sich hauptsächlich mit der historischen Entwicklung von Massenmedien wie Presse, Radio, Fernsehen oder Internet. Neben der medienwissenschaftlichen Herangehensweise gibt es beispielsweise auch geschichtswissenschaftliche und kommunikationswissenschaftliche Perspektiven. Du erlernst verschiedene wissenschaftliche Forschungsmethoden und Theorien, welche die Grundlage für das Verständnis von alten und neuen Medien bilden. Dabei erfährst du viel Interessantes über verschiedene Mediengattungen und untersuchst deren Entwicklung. Welche Entwicklungen hat beispielsweise der Film angestoßen? Angefangen mit der Laterna Magica im 17. Jahrhundert, über die ersten Stummfilme bis hin zu den 3D-Blockbustern unserer heutigen Zeit.

Wusstest du schon, dass...

…der Begriff Medium im 17. Jahrhundert aus dem Lateinischen übernommen wurde? Das Wort bedeutet so viel wie „Mitte, Mittelpunkt“ und fand hauptsächlich in den Naturwissenschaften sowie in der Grammatik Verwendung. Der Plural Medien für die Gesamtheit aller Kommunikationsmittel und -organisationen wird übrigens erst seit den 1980er Jahren verwendet.

…täglich etwa 1 Milliarde Menschen auf Facebook aktiv sind? Insgesamt hat Facebook über 1,5 Milliarden Mitglieder (Stand: Januar 2016).

…das US-Magazin Time-Life die Buchdruckmethode Johannes Gutenbergs von 1450 zur bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends gewählt hat?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Im Studiengang Medienkulturwissenschaft dominieren klar die theoretischen Abschnitte. Du wirst also nicht nur Filme schauen und diese analysieren. Vor allem zu Beginn des Studiums wirst du sehr viel Zeit mit Lesen verbringen, um die theoretischen Grundlagen der Mediengeschichte und Medientheorie zu verinnerlichen. Weitere Themen sind das Medienrecht oder das Medienmanagement. Die Praxis wird während des Studiums hauptsächlich durch Praktika abgedeckt. Welche Uni du letztendlich wählst, kann jedoch den Unterschied ausmachen. An mancher Fakultät versucht man einen Mittelweg zu gehen und mehr Wert auf praktische Studieninhalte zu legen. Trotz allem ist Medienkulturwissenschaft ein sehr theoretischer Studiengang.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …dem Lesen und Verstehen verschiedener Medientheorien und Analysemodellen.
  • …der Literaturrecherche in der Bibliothek.
  • …Seminaren und Vorlesungen zur Mediengeschichte oder Medienästhetik.
  • …Hausarbeiten.
  • …dem Analysieren verschiedener Medien beziehungsweise deren Auswirkung auf Kultur und Gesellschaft.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Einführung in die Medienkulturwissenschaft
  • - #YOLO? – Ein kulturwissenschaftlicher Blick auf digitale Medien
  • - Theorien der Kommunikation und Repräsentation
  • - Die afrikanische Kultur durch ihren Film verstehen (lernen)
  • - Vom Arpanet zum Internet der Dinge

Mögliche Master-Studiengänge

Medienkulturforschung - Medienkulturanalyse - Medienkultur - Medienkultur und Medienwirtschaft
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Lass dich nicht verrückt machen:

Wenn du Freunden und Verwandten von deinen Medienkulturwissenschaftsplänen berichtest, wirst du vielleicht auf Unverständnis stoßen. Was willst du denn damit machen? Lass dich davon aber nicht beirren. Das Studium mag zwar keine Grundausbildung für einen konkreten Beruf bieten und du wirst zu Beginn des Studiums sicherlich noch nicht wissen, was du später einmal genau machen möchtest, aber das kann doch auch ein Vorteil sein. Im Laufe des Studiums wirst du in unterschiedliche Bereiche eingeführt, wobei du sicherlich schnell merken wirst, welche Studieninhalte dir Spaß machen und welcher Berufszweig etwas für dich sein könnte. Praktika bieten da eine Hilfe, die du unbedingt in Anspruch nehmen solltest.

2. Mache Praktika und erwerbe Zusatzqualifikationen:

Neben der Möglichkeit, durch Praktika Berufe für sich zu entdecken, bieten diese noch weitere Vorteile. Beim Studiengang Medienkulturwissenschaft handelt es sich um ein sehr theoretisches Studium, aber viele Arbeitgeber setzen Praxiserfahrung voraus. Deshalb solltest du dich selbst um die praktische Komponente deines Studiums kümmern. An viele Universitäten gibt es eine Art Praktikumsbörse, auf der tolle Praktika angeboten werden, die meist Studenten der Universität vorbehalten sind. Des Weiteren bieten zahlreiche Hochschulen im Rahmen von „Schlüsselqualifikationsveranstaltungen“ die Chance, interdisziplinäre praktische Erfahrung zu sammeln und die persönlichen Kompetenzen zu erweitern. Beispielsweise eine Einführung in den Journalismus oder in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

3. Überlege dir gut an welcher Universität du studieren möchtest:

Medienkulturwissenschaft ist ein relativ moderner Studiengang und nur wenige Universitäten bieten ihn bisher an. Dabei unterscheiden sich die Lehrinhalte sowie die Verteilung von theoretischen und praktischen Abschnitten. An manchen Unis wird mehr Wert auf praxisbezogene Lehrinhalte gelegt als an anderen. Hier gibt es ein Pflichtpraktikum und die Studierenden werden zu Praktika animiert. Informiere dich also gut über die Universität und die Ausrichtung des Studiums. Neben der Lektüre des Modulhandbuchs sowie der Prüfungsordnung, lohnt sich auch ein Blick auf unser Hochschulranking.

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