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Meeresbiologie Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
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Schon die Krabbe Sebastian sang in dem Disney-Film „Arielle“: „Unter dem Meer! Ist es nicht toll hier, ganz wundervoll hier, voller Esprit? Sogar die Sprotten und der Lachs, die spielen spottend Blitz und Flachs. Wir spielen alle, Zander und Qualle, unter dem Meer!“ Doch vom Menschen ist das bunte Tiefseetreiben noch immer größtenteils unerforscht. Wenn du helfen möchtest, diesen gigantischen Lebensraum zu erkunden, dann solltest du Meeresbiologie studieren. Als reiner Masterstudiengang brauchst du für das Meeresbiologie Studium zuerst einmal einen Bachelor in Biologie. Anschließend vertiefst du dein Wissen über das marine Miteinander von Unterwasserpflanzen und -lebewesen. Deine Erkenntnisse haben dabei eine weitreichende gesellschaftspolitische Relevanz, denn auch Themen wie Klimawandel, Meeresverschmutzung und Überfischung stehen auf dem Lehrplan.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Als Meeresbiologe brauche ich einen Tauchschein.«

Die meiste Zeit arbeiten Meeresbiologen an Land oder auf Schiffen. Nur selten schlüpfen sie in einen Tauchanzug und springen ins Wasser. Proben werden zum Beispiel meistens durch Tauchroboter oder speziell geschulte Forschungstaucher gesammelt oder aus anderen Forschungsstationen eingeschickt. Du brauchst also nicht zwingend einen Tauchschein. In manchen Fällen macht er aber natürlich Sinn, zum Beispiel wenn du dich bei deiner Arbeit auf Korallenriffe konzentrierst.

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»Mit Meeresbiologie findet man in Deutschland keinen Job.«

Stellen für Absolventen der Meeresbiologie gibt es in Deutschland tatsächlich nicht gerade im Überfluss. Trotzdem bleibt genug zu tun für Meeresbiologen. Zum einen natürlich, weil Deutschland direkt an der Ost- und Nordsee liegt, wo viele potentielle Arbeitgeber beheimatet sind. Und zum anderen, weil es eine Vielzahl an Forschungseinrichtungen und Instituten gibt, die nicht nur an marinen und maritimen Projekten arbeiten, sondern auch in Bereichen wie Klima und Geologie. Zusätzlich kommen Meeresbiologen in den verschiedensten Branchen unter, vom Wissenschaftsjournalismus bis zur freien Wirtschaft.

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»Alle Meeresbiologen sind ständig auf Schiffen unterwegs.«

Die Arbeit der Meeresbiologen bezieht sich nun einmal auf das Meer. Das heißt aber nicht, dass man auch ständig auf Schiffen die Weltmeere bereist. Ein Großteil der Arbeit für Meeresbiologen besteht in der Forschung aus Laborarbeit. Auch in anderen Bereichen, zum Beispiel der Industrie, wirst du das Meer eher weniger zu sehen bekommen. Meeresbiologen sind also keine Seefahrer und können sehr wohl an Land ihre Wurzeln schlagen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Maritime Technologien
Wie der Name schon andeutet, hat die Meeresbiologie Spezialisierung Maritime Technologien einen starken Ingenieurschwerpunkt. Unsere Weltmeere dienen uns nämlich nicht nur als Nahrungsquelle und als Transportweg, sondern werden auch immer wichtiger für die Energiegewinnung und den Einsatz von Technologien. Im Vergleich zu anderen Bereichen der Meeresbiologie geht es hier daher hauptsächlich um Biotechnologie, um Windenergietechnik und um Meeresenergiesysteme, aber auch um das Meer als Wirtschaftssektor sowie um die modernen Erkenntnisse aus der Seefahrt. Wenn du also genauso gerne schraubst und programmierst, wie du schnorchelst, dann ist das vielleicht die perfekte Meeresbiologie Spezialisierung für dich.
Biologische Ozeanografie
Die Meeresbiologie Spezialisierung Biologische Ozeanografie findest du manchmal auch unter ihrem englischen Titel, also Biological Oceanography. Das ist ein Masterstudiengang, der sich ähnlich wie die Meeresbiologie im Allgemeinen mit dem Ozean als Lebensraum, als Ressource für verschiedene Leistungen und Produkte, und als sich durch den Einfluss des Menschen ständig wandelndes Ökosystem betrachtet. Zu den Themengebieten gehören unter anderem die maritime Umweltüberwachung, die Fischökologie und die Nutzung des Meeres. Daneben wirst du in der Meeresbiologie Spezialisierung Biologische Ozeanografie aber auch ein umfangreiches Basiswissen in den benachbarten meereskundlichen Fächern erwerben.
Marine Ökosystem- und Fischereiwissenschaften
Die Meeresbiologie Spezialisierung Ökosystem- und Fischereiwissenschaften ist ein Masterstudiengang, der die Bereiche Fischereiwissenschaften und Biologische Ozeanographie miteinander verbindet. Nachdem du zuerst die Grundlagen aus diesen zwei Forschungsrichtungen erworben hast, fokussierst du dich innerhalb dieser Meeresbiologie Spezialisierung dann wiederum auf eines der beiden Gebiete. In der Biologischen Ozeanographie betrachtest du niedere trophische Ebenen und guckst, welche Rolle sie im marinen Ökosystem spielen. Die Fischereiwissenschaften beschäftigen sich dagegen mit der Rolle der Fische auf ebenjenes System, beobachten aber auch, wie die Fischerei dieses Ökosystem beeinflusst.
Meeresmikrobiologie
Der größte Teil der Meere ist nach wie vor unerforscht. Und in den unerschlossenen Tiefen warten unzählige Fisch- und Pflanzenarten darauf, entdeckt zu werden, bunte Korallen, Röhrenwürmer, majestätische Quallen und leuchtende Tiefseefische. Und um die geht es in der Meeresbiologie Spezialisierung Meeresmikrobiologie. Nicht alle marinen Mikroorganismen kann man dabei mit dem bloßen Auge erkennen, auch zahllose Bakterien, Urtierchen oder wenigzellige Algen tummeln sich in der Tiefsee. All diese Mikroorganismen zu erforschen, ihre Ökologie und Systematik kennenzulernen, ist Ziel der Meeresbiologie Spezialisierung Meeresmikrobiologie.

Wusstest du schon, dass...

…der tiefste Punkt der Erde im Marianengraben im westlichen Pazifik liegt? Ganze 11.034 Meter ist es dort tief.

…rund 71 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind? Die Meere stellen außerdem 90 Prozent des Lebensraumes auf der Erde dar.

…sich fast die Hälfte der gesamten Wasserfläche auf den Pazifischen Ozean verteilt?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Theorie und Praxis halten sich im Meeresbiologie Studium die Waage. Du hast natürlich einige Vorlesungen zum marinen Leben und ökologischen Themen, wo du zunächst alle Grundlagen erlernst. Daneben stehst du aber auch häufig im Labor und untersuchst zum Beispiel Tier-, Pflanzen- und Wasserproben. Außerdem nimmst du immer wieder an Exkursionen an die Küste oder aufs Meer teil und lernst die Arbeit in Forschungsanstalten oder Aquarien kennen. Das Meeresbiologie Studium ist also eher nichts für Leute, die am liebsten daheim sitzen und ihre Nase in Bücher stecken.


Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Exkursionen.
  • ...Laborarbeit.
  • ...Regelungen des Meeresnaturschutzes.
  • ...Vorlesungen zu marinen Lebewesen und Pflanzen.
  • ...Mikrobiologie.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Regionale marine Ökologie
  • - Ökosystemanalyse
  • - Meeressäugerforschung
  • - Grundlagen maritimer Stoffkreisläufe
  • - Evolutionäre Morphologie mariner Wirbelloser

Mögliche Master-Studiengänge

Meeresbiologie - Biological Oceanography - Polar and Marine Sciences - Marine Biology
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Bachelorschwerpunkt Meeresbiologie:

Meeresbiologie ist ein Masterstudiengang, nur an manchen Universitäten hast du die Möglichkeit, schon während des Hauptstudiums im Bachelor deinen Schwerpunkt klar auf die Meeresbiologie zu legen. Mach dich also vorher schlau, welche Unis bereits im Bachelor spannende Kurse aus der Meeresbiologie anbieten. Wenn du außerdem deine Bachelorarbeit über ein marines oder maritimes Thema schreibst, ist das für das Masterstudium sicher von Vorteil. Und auch, wenn du dich auf einen Masterplatz bewirbst, bringen dir meeresbiologische Schwerpunkte im Bachelor Pluspunkte ein.

2. Tauchschein machen:

Ein Tauchschein ist zwar keine Pflicht, aber für viele Meeresbiologen natürlich trotzdem erstrebenswert. Viele Universitäten arbeiten daher eng mit Tauchschulen und -vereinen zusammen, die günstige Tauchkurse für Meeresbiologiestudenten anbieten. Dort kannst du nach den PADI-Richtlinien oder zu CMAS* bis CMAS***-Tauchern ausgebildet werden. Wenn du also auch irgendwann in Schnorchel und Flossen schlüpfen willst, dann wirst du nie wieder eine so günstige Ausbildung finden, wie während des Studiums.

3. Meeresbiologie-Bachelor in Australien:

Es gibt eine Möglichkeit, Meeresbiologie auf Bachelor zu studieren. Dafür musst du allerdings nach Australien. Dort gibt es ein paar staatliche Universitäten, die zum Beispiel die Bachelorstudiengänge Aquaculture oder Marine Biology anbieten. Um dort studieren zu können, musst du ausreichende Englischkenntnisse nachweisen und die nicht ganz günstigen Studiengebühren zahlen können. Über 10.000 australische Dollar werden pro Jahr fällig.

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