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Musikwissenschaft-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Die Musik voll aufdrehen und mitsingen: Du hörst Musik nicht nur, du lebst sie. Sie geht dir unter die Haut, rührt dich zu Tränen oder verursacht eine Gänsehaut. Mit einem Musikwissenschaft-Studium kannst du deine Leidenschaft nun auch zum Beruf machen. Vor dem Studienbeginn erwartet dich oft eine Aufnahmeprüfung, in der du dein musikalisch-künstlerisches Talent unter Beweis stellst. Hast du diese Hürde genommen, kann es losgehen: Du besuchst Kurse zur Musiktheorie und -geschichte und untersuchst die Auswirkungen, die Musik auf Medien wie Film, Theater oder YouTube hat. Für ein Musikwissenschaft-Studium ist es auf von Vorteil, wenn du Noten lesen kannst und die englische Sprache beherrschst. Auch Italienisch bringt dich voran, da vor allem Opern oft in dieser Sprache verfasst wurden. Damit das Studium für dich nicht zum Schlaflied wird, sind ein Interesse an der Musik und ihrer Rolle in der Gesellschaft sowie solide Geschichtskenntnisse wichtig.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Im Musikwissenschaft-Studium singt man nur.«

Wenn du dich für ein Musikwissenschaft-Studium entschieden hast, weil du so gerne Castingshows guckst und mit dem Gesang dein Geld (oder im Falle von Castingshow-Gewinnern: nicht) verdienen möchtest, müssen wir dich enttäuschen. In diesem Studium liegt der Fokus auf den theoretischen und historischen Aspekten der Musik. So untersucht die Musikwissenschaft beispielsweise die Entwicklung und die wichtigsten Merkmale der unterschiedlichen Musikrichtungen. Auffallend ist auch, dass diese Wissenschaft stark mit anderen Forschungsrichtungen wie der Geschichtswissenschaft, der Psychologie und der Soziologie verknüpft ist.

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»Nur Mozart-Nerds studieren Musikwissenschaft.«

Unter den Musikwissenschaft-Studenten ist ein „Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart“-Schriftzug das neue Arschgeweih? Wir haben es zwar nicht selbst überprüft, wissen aber aus sicherer Quelle, dass dem nicht so ist. Nicht alle Studenten der der Musikwissenschaft sind Mozart-Freaks, die jede Kantate oder jedes Klavierstück von Mozart auswendig kennen. Manche hören sogar Justin Bieber – und überleben trotzdem auf dem Campus.

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»Man muss ein Instrument spielen können, um Musikwissenschaft zu studieren.«

Nein, offiziell musst du kein Instrument spielen können, um Musikwissenschaft zu studieren. Im Studium geht es um die Musiktheorie und es gibt keine praktischen Aufgaben, in denen du beispielsweise etwas vorspielen musst. Trotzdem ist es sehr naheliegend, dass jeder Musikwissenschaft-Student in irgendeiner Form musikalisch ist, egal ob gesanglich oder instrumental. In den neuen Bachelor-Studiengängen gibt es zwar mittlerweile eine Instrumentalübung, in denen du dein Instrument mitbringen und Stücke für ein Ensemble aus den eigenen Reihen schreiben musst, aber das ist eher die Ausnahme. Wichtiger ist, dass du Noten lesen und im besten Fall mit der Klaviatur umgehen kannst – aber selbst das ist kein Muss.


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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Historische Musikwissenschaft
Die Musikwissenschaft-Spezialisierung Historische Musikwissenschaft befasst sich mit der Geschichte der Musik und der Musik in der Geschichte. Macht Sinn, oder? Du analysierst Quellen wie Musikmanuskripte und Notendrucke sowie Lehrwerke und Musikinstrumente und ordnest sie in ihren historischen Kontext ein. Auch die Untersuchung und Diskussion von Gattungen, Stilen, Epochen, sowie Ideen- und Diskursgeschichte gehören zu dieser Spezialisierung.
Kulturmanagement
Die Spezialisierung Kulturmanagement beschäftigt sich mit den kulturökonomischen, -juristischen und -wissenschaftlichen Inhalten der Musikwissenschaft. Du belegst Vorlesungen und Seminare zu Themen wie Kulturwirtschaftslehre, Kulturcontrolling, Kulturmarketing sowie Kulturpolitik und lernst, kritische Urteile zu ästhetischen und kulturökonomischen Fragestellungen zu fällen.
Transcultural Music Studies
Wenn du dich für die Richtung Transcultural Music Studies entscheidest, hast du die Möglichkeit, Musikforschung im Rahmen aktueller kultureller Ereignisse kennenzulernen und zu untersuchen. Vor allem Identitäten werden durch Musik sicht- beziehungsweise hörbar. Diese Vorgänge zu verfolgen und zu verstehen, steht bei der Musikwissenschaft-Spezialisierung Transcultural Music Studies klar im Mittelpunkt.

Wusstest du schon, dass...

…das älteste bekannte Klavier im Metropolitan Museum of Art in New York steht? Es stammt aus dem Jahr 1720.

…Sir Georg Solti die meisten Grammys als Einzelkünstler erhielt? Der klassische Dirigent gewann ingesamt 31 Grammys, einschließlich eines Lifetime Achievement Award.

…die frühesten bekannten Instrumente, die zum Musizieren hergestellt wurden, die Knochenflöten von Geißenklösterle auf der Schwäbischen Alb sind? Sie sind rund 35.000 Jahre alt.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Wenn du dich für ein Musikwissenschaft-Studium einschreiben möchtest, um praktische Tipps und Übungen für deinen Gesang zu bekommen, möchten wir es wie die Rolling Stones halten und dir sagen: You won‘t get no Satisfaction. In den neuen Bachelor-Studiengängen gibt es zwar erstmalig praktische Instrumentalübungen, in denen man sein Instrument mitbringt und Stücke für ein Ensemble aus den eigenen Reihen schreibt, aber im Studium geht es vielmehr um die theoretischen und historischen Aspekte der Musik. Die nötige praktische Erfahrung sammelst du während Praktika bei Musikverlagen, in Musikredaktionen beim Fernsehen beziehungsweise Rundfunk oder bei Klavierbauern.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …der Komposition und Analyse von Musikstücken.
  • …Einblicken in die Musikgeschichte.
  • …der Untersuchung verschiedener Musikrichtungen.
  • …der Lebensgeschichte ausgewählter Musiker.
  • …der Entwicklung von Tonsystemen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Historische Satzlehre
  • - Einführung in die Systematische Musikwissenschaft
  • - Institutionen und Festivals der Neuen Musik im deutschen Sprachraum
  • - Musik und Emotion in Geschichte und Gegenwart
  • - Publikumsforschung in Kunst, Musik und Theater

Mögliche Master-Studiengänge

Historische Instrumente und Barockgesang - Dirigieren - Popular Music - Choreographie und Performance - Oper - Lied/Oratorium/Konzert
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Zieh in deine Uni-Stadt:

Wenn es um Theater und Opern, Chöre und Musikvereine oder Konzerte und Orchester in deiner Uni-Stadt geht, solltest du unbedingt vor Ort sein, anstatt von deinem Heimatort aus zu pendeln. Du lernst hier viele neue Leute kennen und kannst auch in Sachen Kultur aus den Vollen schöpfen, denn das kulturelle Angebot ist nicht nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für angehende Musikwissenschaftler, sondern hilft dir auch bei deiner beruflichen Orientierung. Während der Veranstaltungen hast du die Chance, mögliche Berufszweige live mitzuerleben und erste Kontakte in der jeweiligen Branche zu knüpfen.

2. Blicke über den Tellerrand:

Häufig hat man in kleineren Studiengängen wie der Musikwissenschaft nicht sehr viele Kurse. Du solltest deshalb das Angebot deiner Uni nutzen und auch in andere Studiengänge hineinschnuppern. Besonders im Musikwissenschaft-Studium macht es Sinn, wenn du Seminare in weiteren Fremdsprachen wie Italienisch, Französisch oder Latein belegst. Das erweitert nicht nur deinen (Sprach-)Horizont, sondern hilft dir auch im Studium bei der Analyse von Musikstücken.

3. Ein bisschen Theorie schadet nie:

Ganz ohne Vorwissen solltest du dich nicht in dein erstes Musikwissenschaft-Seminar setzen. Theoretische Grundkenntnisse, wie zum Beispiel der sichere Umgang mit Tonleitern, Akkorden, Intervallen und gegebenenfalls auch Gehörbildung, erleichtern dir den Einstieg in das Studium. Falls du zu diesen Themen anstatt Vorwissen nur Fragezeichen vorweisen kannst, musst du dazu bereit sein, dir die fehlenden Kenntnisse auf diesen Gebieten schnell anzueignen, da sie eine wichtige Grundlage für dein Studium sind.

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