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Optometrie-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Augen zu und durch? Für den richtigen Erfolg im Optometrie-Studium ist das mit Sicherheit die falsche Einstellung. Denn das menschliche Auge, dessen Fähigkeiten und alle weiteren, beispielsweise technischen, Inhalte des Faches ergeben ein sehr umfangreiches Feld voller komplexer Themen, welches sich unmöglich im Vorbeigehen begreifen lässt. Denn willst du Optometrie studieren, wirst du neben dem Interesse an optischen Themen auch Spaß oder Fähigkeiten in Mathe, Physik, Informatik, Recht, Ingenieurwissenschaft und Fremdsprachen mitbringen müssen. Was nach viel Theorie klingt, wird zur Auflockerung aber durch einen großen Praxisanteil ergänzt, der dir einen Ausblick darauf gibt, wo dich dein Optometrie-Studium in Zukunft hinführen könnte: in die Forschung, Entwicklung oder Anwendung. Ein Berufsfeld, soweit das Auge reicht!

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Der Augenarzt hat doch viel mehr Ahnung!«

Jein. Sicherlich benutzt er auch zahlreiche Instrumente zur Messung beispielsweise deiner Sehstärke und verfügt über riesiges Fachwissen, darf diagnostizieren und Mittel verschreiben. Häufig ist es aber so: Du erhältst vom Augenarzt einen Schein mit Werten für die Brille, die der Optometrist nicht anzweifeln darf. Da du, wie beispielsweise auch der Optiker-Meister, aber ein Experte der Brillen- und Kontaktlinsen-Anpassung bist, findest du häufig den Verweis, dass die Werte von dir noch einmal nachjustiert werden sollen.

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»Optiker müssen Brille tragen!«

Ein beliebter Job für Optometristen ist der des Optikers. In dieser Branche fällt häufig auf, dass viele Verkäuferinnen und Verkäufer Brillenträger zu sein scheinen. Nicht alle davon haben aber tatsächlich eine Sehschwäche. Gerade größere Anbieter und Unternehmen präsentieren auf diesem Wege gerne neue Kollektionen und aktuelle Trends. Und, um ehrlich zu sein: Einem Brillenträger vertraut man bei der Beratung für das richtige Modell doch ein bisschen mehr.

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»Optometrie studieren? Brillen basteln kann doch jeder!«

Klar findet man heutzutage für nahezu alles eine Anleitung im Internet, von der einfachsten Deko bis hin zu komplexen Maschinen. Irgendwo dazwischen findet sich auch die Brille. Doch mit einem abgeschlossenen Optometriestudium hast du deutlich mehr auf dem Kasten, also das bloße „Glas in den Rahmen“-Friemeln. So musst du auch Messungen vornehmen und gerade bei Kindern Störungen in der Sehentwicklung feststellen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Forschung
Diese Optometrie Spezialisierung dürfte dich wohl mit am wenigsten überraschen. Im Grunde ist die Faustregel einfach: Kannst du es studieren, dann kannst du auch darin forschen. Wieso sollte es im Fach Optometrie also anders sein? Gerade in den Bereichen Werkstoffe, Biomedizin oder Lichttechnik und Lasertechnik wird es fortwährend technische Fortschritte geben. Mit einer Spezialisierung auf die Forschung kannst du dazu beitragen, dass die vielen Teilbereiche innerhalb der Optometrie auf dem aktuellsten Stand bleiben und nicht als letzte Disziplin in die nächsten, moderneren Zeitalter übergehen.
Industrie
Möchtest du lieber im Hintergrund arbeiten? Dann schau dir doch diese Optometrie-Spezialisierung etwas genauer an: Geräte und Technologien, die Optometristen später einsetzen, müssen natürlich auch von Experten angefertigt werden. Während des Studiums erlernst du deswegen Grundlagen von Werkstoffen, Fertigungstechnik, Messtechnik und Konstruktionselemente näher kennen. Auch Licht- und Lastertechnik wären mögliche Einsatzgebiete, wo du an der Entwicklung und Umsetzung neuer Geräte und Techniken beteiligt bist. Besonders geeignet, wenn du nicht so sehr auf Kundenkontakt stehst, sondern lieber anpackst und tüftelst.
Kontaktlinsen
Die guten alten Kontaktlinsen. Ob weich, ob hart, ob Tages- oder Monatslinse, mit Krümmung, ohne Krümmung, mit Sehstärke oder doch nur das Katzenauge für das Karnevals-Kostüm – du merkst, die Liste ist ziemlich lang. Und da sich keiner einfach irgendetwas ins Auge stecken möchte, sollte ein Experte her. Mit dieser Optometrie-Spezialisierung kannst du dich an der Entwicklung und Anpassung von Kontaktlinsen beteiligen. Hier sind viel Feingefühl und eine kommunikative Ader durchaus gefragt. Du wirst außerdem am Kunden verschiedene Tests durchführen müssen, wenn also filigrane Arbeit eher nicht dein Ding ist, solltest du dich lieber anderweitig spezialisieren.
Rehabilitation
Schon während deines Studiums kannst du diese Optometrie-Spezialisierung anpeilen. Vor allem, wenn an deiner Hochschule das Thema „Low Vision“, also Sehbehinderung, Teil des Stundenplans ist. Zwar wirst du in der Bachelor-Phase die ganze Bandbreite der Optometrie kennen lernen, doch spätestens wenn es an die Praxis geht, kannst du dich in die Rehabilitation stürzen. Dort wirst du lernen, wie du Menschen hilfst, ihre Defizite bei Sicht und Wahrnehmung zu verringern und die in diesem Zuge entwickelten Strategien in den Alltag zu integrieren.
Arbeitsschutz
Auch diese Optometrie-Spezialisierung wird dir erst in einem späteren Semester begegnen. So kann es sein, dass dir der Arbeitsschutz „nur“ innerhalb des frei gestaltbaren Wahlpflichtbereiches begegnet. Trotzdem kannst du diesen Bereich durchaus als Optometrie-Spezialisierung sehen. Immerhin besteht die Möglichkeit, dass du während deiner Praxisphase in den Arbeits- oder Gesundheitsschutz eintauchst. Was genau du hier lernst, das kannst du dir sicherlich denken: Als Optometrist im Arbeits- und Gesundheitsschutz geht es beispielsweise um das Konzipieren und Anfertigen von Arbeitsschutzbrillen.

Wusstest du schon, dass...

…die meisten Fische kurzsichtig sind und Objekte nicht in den Fokus nehmen können?

…ein menschliches Auge mit ungefähren 130 Megapixeln sieht?

…Schwerelosigkeit schlecht für die Augen ist und Astronauten deswegen nach ihren Missionen eine Zeit lang schlecht sehen?


Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Im Optometrie-Studium ist das Verhältnis der Studieninhalte zwischen Theorie und Praxis eigentlich relativ ausgewogen. Natürlich wirst du viele Grundlagen kennen lernen müssen – seien sie nun aus den Bereichen Mathe, Physik oder Medizin. Genauso wichtig sind auch die Fertigungstechnik und die Informatik. Der theoretische Teil nimmt vor allem zu Beginn des Optometrie Studiums viel Zeit in Anspruch, während die Praxis dich meist gegen Ende erwartet. Praxis im Fach Optometrie bedeutet sowohl wissenschaftliches Arbeiten als auch Berufseinblicke zu sammeln, nämlich in der Augenklinik, beim Optiker oder in verwandten Berufsbildern, auf die du als Optometrist deine Augen richten kannst.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Optik in verschiedensten Ausprägungen.
  • …naturwissenschaftlichen Grundlagen.
  • …praktischen Einblicken in mögliche Berufsfelder.
  • …ingenieurwissenschaftlichen Inhalten wie Fertigungstechnik oder Konstruktion.
  • …Messungen, Messungen und nochmals Messungen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Optik und Technik der Sehhilfen
  • - Grundlagen der Lasertechnik
  • - Low Vision
  • - Lichttechnik
  • - Berufspädagogik

Mögliche Master-Studiengänge

Clinical Optometry - Vision Science and Business (Optometry) - Augenoptik/Optometrie - Optische Technologien
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Der frühe Vogel:

Schon früh in deinem Optometrie-Studium solltest du dir Gedanken über deine weitere Zukunft machen. Denn wenn du dem Bachelor näher und näher kommst, erwarten dich berufspraktische Einblicke. Damit die besten Plätze in deinen Traum-Branchen nicht alle vergriffen sind, ist es wichtig, frühzeitig zu wissen, wohin deine Reise gehen soll. Praktika können dabei die nötigen Einblicke liefern: Bei deiner Studienberatung wirst du sicherlich das ein oder andere offene Angebot finden, auch schau dort, wenn du ein Praktikum für ein paar Wochen einplanen kannst, ruhig vorbei. So hast du auch direkt den ersten Fuß in der Tür.

2. Gute Vorbereitung:

Viele Inhalte im Optometrie-Studium werden dir gar nicht so neu vorkommen. Themenbereiche der Mathematik, Physik, Biologie oder Informatik kennst du mit Sicherheit noch aus der Schulzeit, vielleicht hattest du sogar schon Einblicke in Recht und BWL. Stelle deinen Kopf nach dem Abi nicht auf Reset, sondern wirf regelmäßig einen Blick in die genannten Bereiche. Wenn vieles im Kopf bleibt, dann hast du mehr Zeit, um die neuen Inhalte zu lernen.

3. Die Qual der Wahl:

An den meisten Hochschulen erwartet dich neben dem Pflichtbereich auch ein Wahlpflichtbereich. Oftmals klingen die dort angebotenen Veranstaltungen sehr abenteuerlich und vor allem spaßig. Doch so reizvoll es häufig auch sein mag: Suche dir aus dem Wahlbereich die Angebote raus, die dir für deinen Berufswunsch sinnvoller erscheinen. Ein Grundkurs in Philosophie ist sicherlich nicht so brauchbar wie ein Einblick in Marketing und Unternehmensführung.

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