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Pädagogik Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Pädagogik studieren? Informiere dich hier

Du hast schon während deiner Schulzeit in Pädagogik alles an Wissen aufgesogen wie ein Schwamm? Außerdem arbeitest du gern mit anderen zusammen, bist als äußerst hilfsbereit bekannt und ein Organisationstalent? Dann wird dich ein Pädagogik Studium nicht enttäuschen, denn hier lernst du, wie Bildung und Erziehung eigentlich funktionieren und was das für uns und unsere Gesellschaft bedeutet. Wenn du Pädagogik studieren willst, wirst du auch auf Vorlesungen unter anderem aus der Psychologie und der Soziologie stoßen, da diese Fächer auch eine wichtige Rolle in deinem Pädagogik Studium spielen. Je nach Studiengang musst du dich außerdem durch Statistik-Klausuren kämpfen und lernst verschiedene Forschungsmethoden kennen. So kannst du hinterher viel mehr machen als nur zu unterrichten oder mit Kindern zu arbeiten. Wähle einfach die Vertiefung, die am besten zu dir passt.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Pädagogik studieren überwiegend Frauen. «

Es stimmt tatsächlich, dass 80 Prozent der Erstis in Pädagogik weiblich sind. Aber das sollte dich als Mann nicht abschrecken: Wenn du wirklich Lust darauf hast, dann bewirb dich. In dieser Frauendomäne haben Männer nach ihrem Abschluss quasi Exotenstatus – vielleicht punktest du ja später dadurch, wenn es um die Jobsuche geht? 

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»Nach dem Studium ist man Erzieher und arbeitet mit Kindern, so wie die Supernanny. «

Mit Kindern arbeiten kannst du nach deinem Studium – zumindest, wenn du diese Richtung einschlägst. Das musst du aber nicht. Im Kindergarten wird man dich also nicht finden, höchstens auf der Leitungsebene. Du kannst auch Eltern beraten oder in der Erwachsenenbildung arbeiten. 

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»Pädagogik ist hauptsächlich ein „Laberfach“. «

In Seminaren wirst du häufig die Situation erleben, dass sich hitzige Diskussionen entwickeln, weil es oft kein „richtig“ oder „falsch“ gibt. Das „Labern“ spielt also zwar eine große Rolle, setzt aber voraus, dass du auch die Texte gelesen hast und weißt, wovon die anderen reden. Es ist gut, wenn du mitdiskutierst, damit du deine eigenen Interessen kennenlernst. Du kannst dein Studium aber genauso schaffen, wenn du lieber im Hintergrund bleibst und in deinen Prüfungen überzeugst.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Theaterpädagogik
Du vereinst Leidenschaft für Theater und liebst das Unterrichten? Mit dieser Spezialisierung der Pädagogik kannst du beides miteinander vereinen. Für Groß und Klein, sprich für Jugendliche bis hin zu Senioren, leitest du Theatergruppen und unterrichtest kreatives Schauspiel, Gesang und Tanz, um individuelle Fähigkeiten der einzelnen Personen zu entdecken, oder aber auch als Maßnahme zur Rehabilitation oder zur Präventation. Innerhalb dieser Workshops studierst du mit deinen Schülern Aufführungen ein und bereitest für die Vorstellungen Requisiten und Materialien vor. Aber natürlich schläft die Konkurrenz nicht und so besucht ihr auch andere Aufführungen, die ihr dann im Anschluss im Plenum diskutiert.
Sozialarbeit
Wenn du denkst, Sozialarbeiter kümmern sich hauptsächlich um Jugendliche, irrst du dich. Die Zielgruppe ist weitaus breiter gefächert, sodass nahezu alle Altersgruppen die Hilfe eines Sozialarbeiters in Anspruch nehmen. Mit dieser Spezialisierung der Pädagogik kümmerst du dich um Groß und Klein und stattest Besuche in Kinder-, Jugend- und Altenheimen, in Tagesstätten und Pflegeheimen für Menschen mit Behinderung, in Bildungs- und Beratungsstätten und in vielen weiteren sozialen Einrichtungen ab. Du betreust Menschen, die deine Hilfe benötigen und kümmerst dich um soziale Probleme aller Art – sei es um die Prävention oder um die Bewältigung von Konflikten.
Kindheitspädagogik
Schon beim kleinsten Anschein einer Entwicklungsstörung sollten Auffälligkeiten bei Kindern genau beobachtet werden. Um den Entwicklungsstand beurteilen zu können, werden häufig Kindheitspädagogen herangezogen, die anhand der Ergebnisse Diagnosen erstellen und Maßnahmen ergreifen können. Entscheidest du dich für diese Spezialisierung der Pädagogik, entwickelst du Konzepte zur Förderung und setzt sie zusammen mit Eltern und Erziehern um: Mithilfe von Lernarrangements bis hin zu Musik-, Kunst- und Bewegungstherapie unterstützt du Kinder während ihrer Entwicklung. Denn auch wenn die Kindheit gerne als unbeschwerte Zeit im Leben angesehen wird – für Heranwachsende ist sie harte Arbeit.
Bildungsforschung
Was sich harmlos anhört, kann viel bewirken. So trägst du als Bildungsforscher große Verantwortung, wenn es um landeseinheitliche Bildungs- und Schulsysteme geht. Innerhalb dieser Spezialisierung der Pädagogik entwickelst du neue Ansätze um bestehende Bildungsmöglichkeiten zu verbessern, oder trägst sogar zur Neuschaffung bei. Dafür untersuchst du bestehende Systeme mithilfe von statistischen Untersuchungen oder Studien. Anhand deiner Ergebnisse unterstützt du Entscheidungsgremien und wirkst bei der Planung entsprechender Maßnahmen mit. Aber das ist noch lang nicht alles. Als Bildungsforscher bist du bestens mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut und kalkulierst nebenbei auch die anfallenden Kosten für Personal, Bauten oder Ausstattung.

Wusstest du schon, dass...

…„Erziehungswissenschaften“, „Pädagogik“ und „Bildungswissenschaften“ größtenteils dasselbe sind?

…Bastian Pastewka auch mal Pädagogik studiert, das Studium aber wieder abgebrochen hat? Anke Engelke übrigens auch.

…du, je nach Hochschule, auch Vorlesungen in Kriminologie wählen kannst? Dort beschäftigst du dich dann zum Beispiel mit den Themen Jugendstrafrecht oder Frauen- und Jugendkriminalität.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Wenn du wirklich mit Menschen arbeiten und ihnen im Alltag helfen möchtest, dann solltest du besser zum Beispiel Soziale Arbeit oder Sozialpädagogik an einer Fachhochschule studieren, da du dann direkt einen Praxisbezug hast. Denn im Pädagogik-Studium lernst du eher, wie du das Berufsfeld verbessern und Sozialarbeiter schulen kannst. Anstatt praktisch zu arbeiten, wühlst du dich durch Bildungstheorien und Erziehungsmodelle und präsentierst und diskutierst sie im Seminar. Manche Unis und Fachhochschulen schreiben vor, dass du ein Praktikum machen oder sogar ein ganzes Semester in einem Projekt arbeiten musst. So bekommst du dann doch noch einen Eindruck von der Praxis, aber die Theorie überwiegt ganz klar.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Lesen. Für jedes Seminar wirst du jede Woche bestimmt 20 bis 30 Seiten Text lesen müssen. Ein Pädagogik-Studium ist nämlich genauso leseintensiv wie beispielsweise ein Philosophie-Studium. Wenn du also schon in deiner Freizeit nicht gern liest, dann solltest du einen Bogen um die Pädagogik machen.
  • ...dem Kennenlernen verschiedener Forschungsansätze und -methoden. Danach kannst du zum Beispiel Fragebögen entwickeln und Interviews führen und wissenschaftlich korrekt auswerten.
  • ...der Frage danach, wie sich die Pädagogik eigentlich entwickelt hat. Es geht also auch ein wenig um Geschichte.
  • ...Theorien und Modellen. Es ist nicht wie in der Mathematik, wo du eine Aufgabe rechnest und dann ist das Ergebnis entweder richtig oder falsch. Du musst stattdessen überlegen, was für und was gegen eine Theorie sprechen könnte. Klare Fakten spielen hier nicht die Hauptrolle.
  • ...wissenschaftlichem Schreiben. Allerspätestens in deiner Abschlussarbeit musst du beweisen, dass du das auf dem Kasten hast. Aber schon vorher wirst du in Seminaren viele Hausarbeiten schreiben müssen. Natürlich lernst du im Studium, wie man wissenschaftlich schreibt. Wenn dich aber schon Texte überfordern, die länger als dein Einkaufszettel sind, dann wird es hier für dich schwierig.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Erziehungs- und Bildungstheorien
  • - Geschlechtersozialisation und -erziehung im Nationalsozialismus
  • - Statistik für Erziehungswissenschaftler
  • - Konzeption mediengestützter Lernangebote
  • - Neue Väter, neue Kinder? Bilder familialer Konfigurationen

Mögliche Master-Studiengänge

Interkulturelle Kommunikation und Bildung - Erwachsenenbildung - Pädagogik, z.B. mit Schwerpunkt Bildungsforschung und Bildungsmanagement - Alternde Gesellschaften - Erziehungswissenschaften
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Statistik zu Beginn:

Wenn du Statistik auch belegen musst, dann mach das am besten direkt zu Beginn deines Studiums. Denn solltest du dir so sehr die Zähne daran ausbeißen, dass alle Klausurversuche nicht ausreichen, dann hast du immerhin die Möglichkeit, den Studiengang zu wechseln. Es wäre doch total ärgerlich, wenn du zuvor zwei Jahre umsonst studiert hättest.

2. Praktika machen:

Bemühe dich außerdem schon nach den ersten Semestern um ein Praktikum. So bekommst du früh einen Eindruck davon, ob zum Beispiel Dozent in der Erwachsenenbildung dein absoluter Traumjob ist oder ob du lieber einen weiten Bogen darum machen möchtest.

3. Schwerpunkt suchen:

Überlege kritisch, welche persönliche Einstellung du hast und ob sie zu dem Schwerpunkt passt, den du wählen möchtest. Du findest zwar die Seminare und Vorlesungen zu jugendpädagogischen Themen total spannend, im Bus oder in der Bahn sind Jugendliche und Kinder dir aber viel zu laut? Dann ist es unwahrscheinlich, dass du in der Jugendarbeit glücklich wirst.

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