Menü

- Studiengänge von A-Z -

Physikalische-Ingenieurwissenschaft-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Physikalische Ingenieurwissenschaft studieren? Informiere dich hier

Mit deinem großen Interesse an Mathematik, Physik und Technik suchst du nach einem Studium, in dem all diese Disziplinen eine große Rolle spielen? Doch auch die Ingenieurwissenschaften reizen dich? Deine Suche hat nun ein Ende, denn mit diesen Voraussetzungen bist du im Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaft bestens aufgehoben. Doch was ist Physikalische Ingenieurwissenschaft überhaupt? In diesem zukunftsträchtigen Studiengang erlernst du zunächst alle nötigen Grundlagen der Mathematik, Physik und erhältst Einblicke in die klassischen Disziplinen des Ingenieurwesens. Du wirst also zunächst zum natur- und ingenieurwissenschaftlichen Generalisten ausgebildet, um dich anschließend auf deinen Wunschbereich zu spezialisieren. Deinen Studienschwerpunkt kannst du beispielsweise auf Thermodynamik, Mechatronik, Technische Akustik oder Numerik und Simulation legen.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Dem Ingenieur ist nichts zu schwör.«

Klar, Ingenieure können einfach alles. Spaß beiseite, dieser Spruch stammt aus einem alten Mickey Mouse-Heft, hat also keinen tiefsinnigen oder wahren Ursprung. Selbstverständlich gibt es auch Dinge, die Ingenieuren zu schwer sind! Sie verfügen zwar über ein großes Allroundwissen im natur- und ingenieurwissenschaftlichen Bereich, können dafür aber nicht unbedingt mal eben einen dreifachen Salto vom Zehnmeterbrett vollführen.

Mehr lesen
»Studierende der Physikalischen Ingenieurwissenschaft sind vernünftig und langweilig.«

Wie bitte? Nur weil man eines der auf dem Arbeitsmarkt begehrten MINT-Fächer studiert, ist man noch lange nicht außerordentlich vernünftig oder gar langweilig. Auch wenn man für so ein Fach natürlich ein wenig Nerd sein muss, trifft man Studierende der Physikalischen Ingenieurwissenschaft auch mal auf Unipartys.

Mehr lesen
»Wenn das Mathe- oder Physik Studium zu schwer ist, studiert man halt Physikalische Ingenieurwissenschaft.«


Ähm, nein. Wer Probleme damit hat, physikalische und mathematische Sachverhalte zu verstehen oder entsprechende Formeln anzuwenden, wird in keinem dieser Studiengänge viel Spaß haben. Du solltest also definitiv großes Interesse an diesen Berteichen mitbringen, um deinen Bachelor in diesem Fach zu schaffen. Ansonsten ist es einerseits die Interdisziplinarität, die dieses Fach interessant macht, andererseits winken Ingenieuren oft besonders tolle Job- und Gehaltschancen.

Mehr lesen

Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Numerik und Simulation
Zahlen und Computer sind deine Leidenschaften, weshalb du dich auch im Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaft darauf spezialisieren möchtest? Dann ist der Schwerpunkt Numerik und Simulation perfekt für dich, denn darin wirst du massig mit deinen beiden Lieblingsthemen zu tun haben. Du lernst, wie man Computersimulationen mithilfe numerischer Methoden entwickelt. Solche numerischen Simulationen werden zum Beispiel für die Erstellung von Computerspielen, in der Astronomie, der Meteorologie oder auch beim Militär benötigt. So kannst du beispielsweise in deinem späteren Beruf Wetter- und Klimamodelle entwickeln oder virtuelle Crashtests durchführen.
Mechatronik
Informatik + Mechanik + Elektrotechnik = ? – Richtig, Mechatronik! Wenn du dich auf diesen Bereich spezialisierst, befasst du dich intensiver mit den Teilgebieten Maschinenbau, Informations- und Elektrotechnik sowie deren Zusammenspiel. Du lernst dabei also, fächerübergreifend zu denken und Zusammenhänge herzustellen, um komplizierte technische Lösungen zu entwickeln. Da heutzutage beispielsweise Autos mit immer mehr technischen Spielereien ausgestattet werden, bietet die Automobilbranche dir ausgezeichnete berufliche Perspektiven. Doch nicht nur für Autoverrückte eignet sich die Spezialisierung auf die Mechatronik, auch in der Sensorik, der Medizin- oder Messtechnik wirst du gebraucht.
Strömungsmechanik
Im Rahmen dieser Spezialisierung beschäftigst du dich mit dem großen Thema Fluide und deren physikalischem Verhalten. Fluid ist ein übergeordneter Begriff, der sowohl Flüssigkeiten als auch Gase beinhaltet. Im Rahmen dieser Spezialisierung wirst du also alles über die Dynamik von Fluiden, Strömungstheorie, Messtechniken für Strömungen, Fluidstatik und noch einiges mehr lernen. Nach deinem Studium kannst du damit später in allen Bereichen arbeiten, in denen Strömungen überwacht und Strömungsprobleme gelöst werden müssen. Unter anderem wirst du mit dieser Spezialisierung in der Medizin, im Maschinenbau, im Chemieingenieurwesen oder in der Wasser- und Energiewirtschaft gebraucht.
Thermodynamik
Du hast keine Lust, bei der Familienfeier zum fünften Mal zu erklären, was genau diese „Thermodynamik“ ist, auf die du dich spezialisiert hast? Dann nenne sie einfach Wärmelehre, damit können womöglich mehr Leute etwas anfangen. In dieser Spezialisierung befasst du dich mit allem, was in irgendeiner Weise auf die Temperatur oder deren Änderungen Einfluss nimmt. Kurz ausgedrückt: mit thermischen Phänomenen. Ein hochaktuelles und auch in Zukunft weiterhin relevantes Thema, mit dem du dich im Bereich der Thermodynamik befassen kannst, ist beispielsweise die Erderwärmung.
Festkörpermechanik
Wie bewegen sich feste Körper und welche äußeren Kräfte werden dafür benötigt? Mit dieser Frage lässt sich die Festkörpermechanik sehr simpel zusammenfassen. Weniger simpel sind aber die tatsächlichen Inhalte dieser Spezialisierung, denn um Dinge wie Statik, Dynamik, Dichte, Plastizität, Kinematik und dergleichen berechnen zu können, musst du komplexe Theorien und Formeln erlernen. Die Spezialisierung auf Festkörpermechanik wird dir außerdem vermitteln, wo die Unterschiede zwischen komplett starren Körpern und verformbaren Festkörpern liegen, wie man sie jeweils in Bewegung versetzen kann und wie du dieses Wissen in deinem späteren Beruf anwenden kannst.
Technische Akustik
Das Sprichwort „Wie es in den Wald schallt, so schallt es wieder heraus“ bezieht sich glücklicherweise nicht auf die Turbinengeräusche von Flugzeugen – sonst hätten wir womöglich bald keine Stimme mehr, wenn wir versuchen würden, gegen sie anzuschreien. Mit der Spezialisierung auf Technische Akustik beschäftigst du dich mit Themen wie der physikalischen Entstehung von Schwingungen, Körper- und Luftschall und arbeitest langfristig daran, den von Flug- und Kraftfahrzeugen erzeugten Lärm zu mindern. Mögliche Fragen, mit denen du dich dabei beschäftigst, lauten zum Beispiel: Welche Wirkung hat der Straßen- und Luftverkehrslärm auf den Menschen? Welche Materialien oder Methoden kann man benutzen, um Abhilfe zu schaffen? Wie kann Lärmschutz technisch umgesetzt werden?

Wusstest du schon, dass...

…die Zahl 7 ein arithmetischer Sonderfall ist? Als einzige aller Zahlen unter 10 kann sie weder multipliziert noch dividiert werden, ohne dabei die Gruppe der einstelligen Zahlen zu verlassen. Außerdem ist sie einer Studie mit 3000 Befragten zufolge die am häufigsten genannte Lieblingszahl.

…der Frauenanteil in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen seit 2005 um mehr als 30 % gestiegen ist?

…man als Astrophysiker heutzutage auch Fernsehstar werden kann? Dank seines Bekanntheitsgrats hat Stephen Hawking schon bei The Big Bang Theory, Raumschiff Enterprise, Cosmo & Wanda, Futurama, The Simpsons und Dilbert mitgewirkt.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Wirft man einen Blick in die Vorlesungsverzeichnisse der Physikalischen Ingenieurwissenschaft, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es sich in diesem Studiengang vor allem um die Theorie dreht. Was darin aber nicht immer explizit beschrieben wird: der Praxisanteil. Zu diesem Studiengang gehören nicht nur Themen rund um Mathe, Physik und alle möglichen Ingenieurwissenschaften, sondern schon im Laufe deines Bachelorstudiums auch Pflichtpraktika und Module, in denen du Projekte durchführst, um dein theoretisches Wissen in der Praxis zu vertiefen. So wirst du innerhalb wie außerhalb der Hochschule auf deinen späteren Beruf vorbereitet.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Grundlagen von Mathe, Physik und Technik.
  • …Berechnungen und Versuchen.
  • …Projektmodulen, in denen du die erlernte Theorie praktisch anwendest.
  • …Praktika.
  • …fachfremden Zusatzmodulen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Lineare Algebra für Ingenieure
  • - Kinematik und Dynamik
  • - Einführung in die nichtlineare Finite Elemente Methode
  • - Mechanische Schwingungslehre und Maschinendynamik
  • - Embedded Operating Systems

Mögliche Master-Studiengänge

Physikalische Ingenieurwissenschaft - Physikalische Technik - Technische Physik - Informations- und Kommunikationstechnik - Biomedizinische Technik - Maschinenbau - Verkehrswesen
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Einführungskurse wahrnehmen:

Vielleicht bist du der Überflieger in allen mathematischen Disziplinen und meisterst jede Formel mit links. Falls du aber im Physik- und Mathe-LK nicht immer 15 Punkte abgestaubt hast, solltest du dir die angebotenen Einführungskurse zumindest einmal anschauen. Darin werden vor Beginn deines Studiums noch einmal alle nötigen Grundlagen für die anstehenden Vorlesungen aufgefrischt. Plane dafür schon ein paar Tage vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn an Zeit ein, denn es ist nicht unüblich, dass diese Kurse an einer Universität in den Semesterferien stattfinden.

2. Vorpraktikum absolvieren:

An einigen Hochschulen gilt ein Praktikum vor Studienbeginn als Zugangsvoraussetzung. Selbst wenn das bei dir nicht der Fall sein sollte, ein Praktikum lohnt sich quasi immer. Nicht nur für dich persönlich, auch im späteren Lebenslauf kannst du von zusätzlicher Praxiserfahrung nur profitieren. Ein Vorpraktikum zeugt nämlich auch davon, dass du dich schon sehr früh dafür interessiert hast, welche Perspektiven sich dir mit einem Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaft eröffnen. Solltest du Schwierigkeiten haben, einen passenden Praktikumsplatz zu finden, kann dir die hiesige Studienberatung sicherlich weiterhelfen; viele Unternehmen schicken aktuelle Ausschreibungen direkt an die Fakultäten, um Studenten besser zu erreichen.

3. Im Team arbeiten:

Mit dem hohen Praxisbezug dieses Studiengangs wirst du schon früh auf das spätere Berufsleben vorbereitet. Physikalische Ingenieure arbeiten selten allein, somit ist Teamfähigkeit in diesem Beruf eine ziemlich wichtige Eigenschaft. Du kannst sie schon früh fördern, indem du ein Team mit einigen Kommilitonen bildest. Das müssen nicht deine besten Freunde sein, sondern am besten verschiedene Charaktere – schließlich wirst du später auch nicht nur mit deinen Kumpels zusammenarbeiten.

Ähnliche Studiengänge

Das könnte dich auch interessieren

Ein weiterer Teilbereich der Physikalischen Ingenieurwissenschaft ist die Elektrotechnik. Dieser Studiengang befasst sich vornehmlich mit elektrischen Systemen und Geräten, wohingegen du dich im Rahmen der Physikalischen Ingenieurwissenschaft mit noch weiter gefächerten Themengebieten auseinandersetzen kannst.

Durch den ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt ähneln sich die Studiengänge in vielen Hinsichten, was unter anderem daran liegt, dass Maschinenbau ein Teilbereich der Physikalischen Ingenieurwissenschaft ist. Der größte Unterschied zwischen den Studiengängen ist daher, dass der Maschinenbau spezieller und die Physikalische Ingenieurwissenschaft genereller ausgerichtet ist.

Wer die Physik liebt, am liebsten Theorien entwickelt und in der Forschung arbeiten möchte, ist in diesem Studiengang bestens aufgehoben. Sogar besser als im Studium der Physikalischen Ingenieurwissenschaft, denn da liegt der Fokus viel stärker auf der Praxis.

Die mathematischen Formeln im Mathematik- und im Physikalischen Ingenieurwissenschaft-Studium unterscheiden sich selbstverständlich nicht. Wenn du Mathematik studierst, dringst du aber noch wesentlich tiefer in mathematische Gefilde vor und lernst eher, sie theoretisch als praktisch anzuwenden.

Während Physikingenieure Ingenieurwesen und Naturwissenschaften miteinander vereinen, besteht die Fächerkombination bei Wirtschaftsingenieuren aus Ingenieurwissenschaften und BWL.

- Du kennst deine Uni am besten -

Kurz nachdenken, dann Uni ranken!

Jetzt deine Uni bewerten