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Produktdesign Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Warum sehen die Dinge so aus, wie sie aussehen? Wenn du dich dazu entscheidest, Produktdesign zu studieren, wirst du dich oft mit dieser Frage beschäftigen. Der Designbereich befasst sich nämlich mit dem Entwurf und der Gestaltung von Konsumgütern, Fahrzeugen und Investitionsgütern. Dabei muss das Produkt nicht nur gut aussehen, sondern auch seine praktischen Anforderungen erfüllen. Was nützen einem die coolsten Kopfhörer, wenn sie beim Tragen wehtun? Im Produktdesign Studium stehen Themen wie Möbelkonstruktion, Designtheorie und Werkstoffe auf dem Stundenplan. Viele Hochschulen bieten zusätzlich wirtschaftliche Fächer wie Projektmanagement und Produktion an. Wichtiger als die Theorie ist allerdings die Praxis. Die meisten Unis haben eigene Werkstätten und kooperieren mit Unternehmen. Nach einem Produktdesign Studium kannst du in Designbüros und Kommunikationsfirmen tätig werden oder in die Werbebranche einsteigen. Viele Studenten spezialisieren sich beispielsweise auch auf den Bereich Industriedesign und arbeiten später bei Herstellerfirmen von Fahrzeugen an dem Design von Autos oder Flugzeugen mit.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Produktdesigner sammeln einfach ihre zufälligen Ideen zu bestimmten Themen und setzen Produkte innerhalb kürzester Zeit um.«

Leider nein, leider gar nicht. Schon im Produktdesign Studium lernst du, dass es sich bei der Produktentwicklung um einen mehrstufigen Prozess handelt. Dieser Vorgang kann je nach Schwierigkeitsgrad des Produktes bis zu mehreren Jahren dauern. Bis ein Produkt die Marktreife erreicht hat und verkauft werden kann, kann also einige Zeit vergehen. 

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»Designer sind wahre Künstler!«

Designer sind leider (oder Gott sei Dank?) keine Künstler, sondern Dienstleister. Auch wenn du noch so viel Freude an der künstlerischen Freiheit im Kunstunterricht hattest, arbeitest du nach einem Produktdesigner Studium selbstständig oder auftragsbezogen für Unternehmen. Der große Unterschied hierbei ist, dass Kunst an sich nicht zweckgebunden ist. Design nämlich verfolgt immer eine bestimmte Funktion und einen Nutzen im Sinne von Gebrauch.

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»Kreative Köpfe sind oft chaotisch. Wenn man gerne strukturiert und planmäßig arbeitet, sollte man lieber nicht Produktdesign studieren.«

Das ist ja Quatsch. Kreatives Denken setzt immer eine systematische Herangehensweise voraus. Designer arbeiten genauso methodisch und diszipliniert bei der Entwicklung neuer Produktideen, wie Mathematiker dies bei der Entwicklung von Formeln tun würden. Du kannst also ruhig Produktdesign studieren ;-) 

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Produktentwicklung
Mit der Produktdesign Spezialisierung Produktentwicklung bist du der Daniel Düsentrieb unter den Designern und holst das Beste aus jedem Produkt raus. Du hast dich bestimmt auch schon mal über ein Produkt aufgeregt, weil es schlecht verarbeitet war, nicht funktioniert hat oder mies aussah. Beschweren ist einfach, eine Lösung finden, nicht. Es sei denn, du bist Produktentwickler, denn hier lernst du, Produkte zu entwerfen, herzustellen und zu verkaufen. Da du dich immer noch im Produktdesign Studium befindest, ist neben der Funktionalität natürlich auch das Design wichtig. Dabei arbeitest du oft mit innovativen Werkstoffen, um das Produkt zu optimieren.
Industrielles Produktdesign
Ob iPod, Sonnenbrille oder Fahrrad –Produkte, die man täglich benutzt, sollten nicht nur praktisch und funktional sein, sondern auch gut aussehen. Man braucht also nicht nur Leute, die sich mit Technik und Materialien auskennen, sondern die ihre Kreativität dabei einsetzen können. Genau das kannst du, wenn du dich für die Produktdesign Spezialisierung im Bereich Industrielles Produktdesign entscheidest. Du entwickelst neue Produkte, analysierst, welche Funktion es erfüllen muss, welches Material in Frage kommt und wie Formen, Farben und Oberflächen beschaffen sein sollten. Dabei lässt du betriebswirtschaftliche Aspekte nicht aus den Augen, wenn du die Produktionskosten ermittelst.
Medical Design
In der Produktdesign Spezialisierung Medical Design (Medizintechnik) stehen die Anforderungen der Kunden und Patienten im Vordergrund. Schon während des Entwicklungsprozesses achtest du darauf, die Produkte im Hinblick auf optimale Handhabung und sicheren Gebrauch zu entwickeln. An Geräte, die man im Krankenhaus einsetzt, werden immer höhere Anforderungen gestellt, was die Hygiene angeht. Wichtig sind hier also Oberflächen ohne Ecken und Kanten, die leicht zu reinigen sind und sterilisierbare Teile und Materialien, die mit dem Patienten in Berührung kommen. Als Produktdesigner hältst du die Balance zwischen Funktion, Bedienung und ästhetischem Design und arbeitest eng mit Praktikern, Pflegepersonal oder Ärzten zusammen.

Wusstest du schon, dass...

…Charles Eames einen großen Teil zur Entwicklung des US-amerikanischen Nachkriegsdesigns beitrug und durch seine funktionalen Möbelentwürfe für Aufsehen sorgte? Sein Lounge Chair feiert gerade übrigens ein echtes Revival ;-)

…man im Produkt- und Industriedesign grob zwei Arbeitsgebiete unterscheidet? Unter Konsumgüter versteht man Produkte des persönlichen Gebrauchs wie Kaffeemaschinen oder Rasierer. Maschinen, die zur Produktion und Weiterverarbeitung genutzt werden, sowie Medizintechnik werden als Investitionsgüter bezeichnet.

…du beim Designen der Produkte auch auf die olfaktorische Wahrnehmung achten musst? Damit ist der Geruchssinn gemeint.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Praxis

Viele Hochschulen haben Praxisphasen in das Produktdesign Studium eingebaut. Die meistens Projekte finden daher in Kooperation mit externen, realen Unternehmen statt. Die theoretischen Grundlagen, die man vor allem am Anfang vom Produktdesign Studium vermittelt bekommt, beziehen sich auf die Bereiche Kommunikations-und Medienwissenschaften, Managementmethoden, Designgeschichte sowie Herstellungsverfahren, Materialkunde und Darstellungstechniken.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Recherche und Analyse, beispielsweise Marktanalysen oder Nutzergewohnheiten.
  • ...Ideen- und Konzeptentwicklung.
  • ...der zeichnerischen Darstellung des Produktes.
  • ...Modellbau. Dazu gehören Vormodelle der Produktidee in der Werkstatt.
  • ...CAD-Konstruktion. Das ist das Konstruieren des Produktes am Computer (CAD= computer aided design).

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Material- und Herstellungstechnik
  • - Technische Kommunikation
  • - Marketing
  • - Designtheorie
  • - Farbe, Form, Komposition

Mögliche Master-Studiengänge

Produktdesign - Design - Industriedesign - Produktentwicklung
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Über den Tellerrand schauen: 

Das Produktdesign Studium ist ein Teilbereich des gesamten Designprozesses. Probier auch die anderen Fachrichtungen aus, um herauszufinden, wo deine Stärken und Schwächen liegen und auf welchen Bereich du dich spezialisieren willst. Fachübergreifendes Arbeiten im Team bietet zudem viele Chancen und fördert deine Kreativität.

2. Networking:

Tausch dich mit Studierenden aus höheren Semestern aus und rede mit Kommilitonen über deine Projekte. Um erfolgreich Produktdesign zu studieren, ist konstruktive Kritik von Unbeteiligten oftmals das beste Feedback. Außenstehende haben eine neutralere und inspirierende Sichtweise auf deine Arbeit. Nimm Kritik nicht persönlich, sondern nutze sie dafür, deine Ideen weiter zu entwickeln und zu verbessern.

3. Trenne dich von schlechten Ideen:

Hab keine Angst davor, Ideen zu verwerfen. Ideen zu finden ist normalerweise recht einfach. Das wirst du schon im Produktdesign Studium lernen. Umso schwerer ist es, Ideen, an denen man schon seeeehr lange gearbeitet hat, einfach so wegzuwerfen. Hinterfrag deshalb immer alles mehrmals, auch wenn das bedeutet, das Projekt noch einmal ganz von vorne überarbeiten zu müssen.

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