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Sicherheitstechnikstudium: Alle Infos

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So nützlich uns jeder technologische Fortschritt immer gewesen ist, damit wir uns als Zivilisation weiterentwickeln – er macht unseren Alltag auch immer ein Stück weit gefährlicher. Ein Beispiel: Als der Mensch das Feuer erfand, konnte er auf einmal heizen, kochen und sich vor wilden Tieren schützen. Oder aber versehentlich sein Fell anzünden. Heutzutage leben wir zwar nicht mehr in Höhlen, aber mit jeder technologischen Entwicklung steigt auch die Anzahl potentieller Gefahren. Hinzu kommen dann noch unvorhersehbare Dinge wie Naturkatastrophen oder menschliches Versagen. Gerade deshalb ist Sicherheitstechnik ein wichtiger Ingenieurstudiengang, der dir hervorragende berufliche Chancen ermöglicht. Sicherheitstechnik befindet sich inzwischen überall – angefangen vom Sicherungskasten bis hin zum Kühlbecken im Kraftwerk.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Sicherheitstechnik ist ein Trendstudiengang «

Sicherheitstechnik gibt es tatsächlich nicht an vielen Universitäten. In Wuppertal, wo der Studiengang als erstes in Deutschland eingeführt wurde, existiert er allerdings schon seit mehr als 35 Jahren. Schon weit vor der Einführung des Bachelor- und Mastersystems konnte man Sicherheitstechnik studieren. Also alles andere als ein Trendstudiengang – falls es solche überhaupt gibt.

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»Sicherheitstechniker sind die perfekten Einbrecher «

Nun ja. Sie „könnten“ theoretisch die perfekten Einbrecher sein. Das Entwerfen von Alarmanlagen und Sicherheitssysteme wie Panic Rooms oder die Betreuung des Baus von Tresorräumen stattet sie natürlich mit einer gehörigen Portion Wissen über deren Funktionsweise und eventuelle Lücken aus. Die wichtigste Eigenschaft eines Einbrechers ist allerdings vor allem dessen kriminelle Energie, und die haben hoffentlich die wenigsten Studienanfänger ;)

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»Sicherheitstechniker sind halbe Feuerwehrmänner «

Nicht ganz richtig, aber auch nicht ganz falsch. Neben dem Arbeitsschutz ist der Brandschutz eine der großen Themen im Sicherheitstechnikstudium. Einrichtungen wie das Institut der Feuerwehr Heyrothsberge arbeiten daher mit den Hochschulen zusammen, um zu gewährleisten, dass die Qualifikationen, die im Studium erworben werden, sich auch immer an den aktuellen Anforderungen im Berufsleben orientieren. Dennoch wirst du nach dem Studium nicht mit dem Martinshorn durch die Gegend rasen. Solltest du dich allerdings auf Brandschutz spezialisieren wollen, wäre die Feuerwehr vielleicht ein idealer Ort für ein Praktikum.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Bevölkerungsschutz
Naturkatastrophen sind weltweit zu finden. Auch in Deutschland kommt es hin und wieder zu Erdbeben oder schweren Stürmen. Aber auch Massenpaniken und Terroranschläge werden immer häufiger zum Thema, wenn es um Schäden geht, die von der Bevölkerung abzuwenden sind. Im Sicherheitstechnik Studium kannst du dich auf genau solche Fälle spezialisieren und lernst Lösungen kennen, um Schäden durch besondere Baumaßnahmen vorzubeugen oder technisch unterstützte Infrastrukturen zu schaffen, die eine schnelle Hilfe im Ernstfall gewährleisten.
Arbeitssicherheit
Wie müssen Bauarbeiter, die in der Höhe arbeiten, gesichert werden? Welche Bekleidung ist für die Arbeit in Chemiefabriken zu tragen? Wie schützt man Arbeiter unter Tage? Solche Fragen beschäftigen dich, wenn du dich im Studium auf Arbeitssicherheit spezialisieren möchtest. Du wirst am Ende der Experte sein, wenn es darum geht, für einen sicheren Arbeitsalltag zu sorgen. Aber nicht nur auf Sicherheitsfragen aus der Industrie findest du die Antworten, auch Problemstellungen, die sich in normalen Bürojobs ergeben können, werden von dir bearbeitet.
Umweltschutz
Häufig soll Sicherheitstechnik nicht nur für die Sicherheit der Menschen sorgen, sondern auch der Umwelt zu Gute kommen – was sich im Umkehrschluss natürlich wiederum positiv auf die Lebensbedingungen für die Menschen auswirkt. Wenn du dich auf Umweltschutz spezialisierst, lernst du aber nicht nur, den Menschen eine für sie sichere Umwelt zu gewährleisten, sondern auch, wie Umweltschäden durch menschliche Einflüsse zu beheben sind. Wichtige Themen sind dabei zum Beispiel die Beseitigung der Verunreinigung der Meere, die Entwicklung von Lösungen gegen Smog in Großstädten oder die Beteiligung an Systemen zum umweltschonenden Ressourcenabbau.
Brandschutz
Auch wenn wir zum Heizen oder Kochen keine offenen Feuerstellen mehr in unseren Wohnungen verwenden, können überall Brände entstehen. Sei es durch einen Kurzschluss, weil man vergessen hat, die Kerze auszupusten, oder durch eine Zigarette, die in den Müll gefallen ist. Der Brand- oder auch Explosionsschutz hat dabei einen festen Platz in der Sicherheitstechnik: Viele Inhalte beziehen sich auf Teile der Ausbildung an Feuerwehrschulen, welche oftmals mit den Instituten für Sicherheitstechnik zusammenarbeiten. Du erlernst dabei beispielsweise, wie man feststellt, wo an Gebäuden Feuerschutzleitern, Rauchmelder oder Feuerlöscher am besten anzubringen sind.
Verkehrssicherheit
Im Jahr 2015 waren über 53 Millionen Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs, so viele wie noch nie. Und mit steigender Anzahl steigt auch das Unfallrisiko für jeden Verkehrsteilnehmer. Daher ist die Forschung schon seit Jahren dabei, Sicherheitssysteme für den Straßenverkehr zu entwickeln, welche auch beim immer dichter werdenden Verkehr die Gefahren für jeden Einzelnen von uns minimieren. Spezialisierst du dich im Sicherheitstechnikstudium auf Verkehrssicherheit, arbeitest du an automatischen Bremssystemen, Einparkhilfen und Navigationssystemen mit. Darüber hinaus werden auch Themen wie Verkehrsführung und intelligente Verkehrsleitsysteme behandelt.

Wusstest du schon, dass...

…die ersten „Feuerlöscher“ 1715 in Augsburg erdacht wurden? Der Silberstecher Zacharias Greyl füllte Holzfässer mit 20 Litern Wasser und einem Blechgefäß mit zwei Pfund Schießpulver. Das Fass sollte an einer Lunte angezündet und ins Feuer geworfen werden, um dann bei der Explosion das Wasser großflächig verteilen.

…bis zur Erfindung der elektromagnetischen Alarmanlage 1853 Haustiere das beste Mittel waren, um auf Einbrecher aufmerksam zu machen?


…Sicherheitstechnik einer der vergleichsweise seltenen Studiengänge ist? Angeboten wird er derzeit nur an Universitäten in West- und Südwestdeutschland.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Da es in den Hauptfächern Mathematik, Chemie und Physik viel zu lernen gibt und in den meisten Studiengängen viele Prüfungen in Form von Klausuren darauf warten, bestanden zu werden, kann man die Sicherheitstechnik als recht theorielastig bezeichnen. Um für die nötige Praxiserfahrung zu sorgen, werden an einigen Universitäten Vorpraktika verlangt oder Praxissemester eingelegt. Auch das ein oder andere Laborpraktikum ist in den meisten Studienverlaufsplänen vorgesehen. Doch auch, wenn du häufiger mal direkt im Labor arbeitest, wirst du dich auf einen großen Berg Lernstoff einstellen müssen.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …Mechanik, Thermo- und Strömungsdynamik – die Fächer, welche viele zum Studienabbruch verleiten.
  • …der Analyse von Gefahrenquellen an Arbeitsplätzen, technischen Geräten oder Werkstoffen.
  • …Konzepten und Lösungsansätzen, um ebensolche Gefahrenquellen zu vermeiden.
  • …Arbeitsschutz, eines der Haupteinsatzgebiete für Sicherheitstechnik.
  • …Berechnungen in Mathe, Physik und Chemie.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Sicherheitsrecht
  • - Mathematik für Ingenieure
  • - Anlagensicherheit
  • - Grundlagen des Qualitätsingenieurwesens
  • - Soziale Aspekte der Arbeit

Mögliche Master-Studiengänge

Sicherheitstechnik (Safety Engineering) - Nuclear Safety Engineering - Qualitätsingenieurwesen - Betriebssicherheitsmanagement - Integrated Safety and Security Management - Sicherheit und Gefahrenabwehr - Sicherheitsmanagement - Umwelt-, Hygiene- und Sicherheitsingenieurwesen
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Lerne die Sicherheitskonzepte kennen:

Es gibt drei Arten von Sicherheitstechnik, in die man grob unterscheiden kann: Bei der unmittelbaren Sicherheitstechnik wird das Design eines Produkts direkt auf ein gefahrfreies Benutzen ausgelegt. Die mittelbare Sicherheitstechnik hingegen versucht, Gefährdungen durch ein Produkt zu minimieren, zum Beispiel durch Schutzklappen. Und durch die hinweisende Sicherheitstechnik, etwa in Form von Warnschildern oder Signallampen, wird buchstäblich auf Gefahren hingewiesen.

2. Lerne viel und ordentlich:

Die Quote der Studienabbrecher ist in der Sicherheitstechnik recht hoch. Das liegt allerdings nicht am Fach an sich, sondern daran, dass Ingenieurwissenschaften generell sehr viel Durchhaltevermögen und Lernfähigkeit abverlangen. Wenn du dich darauf einlässt und ein Händchen für Naturwissenschaften hast, sollte dich das allerdings nicht abschrecken. Scheue dich vor allem nicht davor, Aufbaukurse oder Tutorien in den ersten Semestern zur Auffrischung zu besuchen.

3. Such dir ein gutes Vorpraktikum:

An den meisten Unis sind bis zu 12-wöchige Praktika vor dem ersten Semester Pflicht, um sich überhaupt einschreiben zu können. Aber selbst wenn kein Praktikum vorgeschrieben ist, solltest du dir überlegen, vor Studienbeginn vielleicht noch eines im Bereich Maschinenbau oder Ingenieurtechnik zu absolvieren. Die Erfahrung kann sich nur zugunsten deines Studienverlaufs auswirken – oder ist zumindest ein guter Weg, um schon mal herauszufinden, in welche Richtung es dich bezüglich der Spezialisierungen ziehen könnte. Wenn du nichts direkt im Bereich Sicherheitstechnik findest, schaust du am besten nach Praktika im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, um in einem ähnlichen Aufgabenbereich unterzukommen. Oft kann dir auch die örtliche Studienberatung Adressen von Firmen aus der Umgebung geben, bei denen du dich als Student auch initiativ bewerben kannst.

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