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Softwaretechnik-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
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Früher, als ein Computer noch so groß war wie dein Kleiderschrank und es noch nicht sowas wie GitHub oder den PlayStore gab, bestand „Software“ noch aus einfachen Lochkarten, die durch die Maschine gezogen wurden und sie zum Rechnen brachten. Das war im 19. Jahrhundert. Doch was ist Softwaretechnik heute? Jetzt, wo du diesen Text liest, laufen eine Vielzahl von Programmen parallel in unseren Geräten, die so komplex sind, dass sie mit Lochkarten unmöglich funktionsfähig wären – oder diese müssten verdammt lang sein. Im Softwaretechnik-Studium lernst du dazu alle Bereiche aus der Informatik und Informationstechnik kennen, die du benötigst, um Softwaresysteme zu konstruieren und Programme selbst zu schreiben. Klar, hierbei kommt ein hoher Lernaufwand auf dich zu – der sich aber am Ende des Bachelor-Studiums durchaus auszahlen kann. Zum einen sind Softwaretechniker mit dabei, wenn es um technische Neuheiten wie Smartwatches, Virtual Reality-Brillen oder 3D-Drucker geht; zum anderen sind Softwaretechniker, wie auch Fachinformatiker, überall in der Wirtschaft heiß begehrte Fachkräfte.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Softwaretechniker hängen nur im Keller vor ihrem Rechner«

Stark übertrieben und nicht einmal wahr: Softwaretechniker sitzen nicht 24/7 vor ihren Rechnern und setzen um, was geplant wurde. Das Planen gehört nämlich auch zu ihrem Job, und unabhängig davon, in welcher beruflichen Position sie sich später befinden, müssen sie im Team arbeiten können. Egal ob es um das Erörtern von Softwareproblemen geht oder um die Umsetzung neuer Features: In den meisten Fällen programmieren sie schließlich nicht einfach nur für sich, sondern für Kunden oder die Kollegen und müssen entsprechend immer in Absprache mit anderen arbeiten.

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»Softwaretechniker machen am PC das Unmögliche möglich«

Was davon kennst du nicht aus Film und Fernsehen? Die Rekonstruktion eines Gesichts, von dem es nur eine Fensterspiegelung gibt, aufgenommen von einer Überwachungskamera. Oder den Klassiker aus diversen Science-Fiction-Formaten: Das Hologramm-Telefon. Vieles davon ist und bleibt reine Fiktion. Okay, an Hologrammen zur Kommunikation wird tatsächlich gearbeitet, auch die Bildrekonstruktion hat in den letzten Jahren deutliche Fortschritte gemacht, und Zukunftsforscher reden gut und gerne davon, dass in zehn bis zwanzig Jahren sogar die Smartphones schon ausgestorben sind. Tatsächlich wirst du in deinem Studium und danach viel mit innovativen Themen und Fragestellungen in Bereich der Softwareentwicklung in Berührung kommen – und vielleicht selbst aktiv an völlig neuen Programmen arbeiten, wie du sie dir jetzt noch nicht vorstellen kannst.

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»Softwaretechniker können nichts so ganz – weder Informatik, noch Technik«

Im Alltag gebraucht man für fast jegliches Programm nur noch den trendigen Ausdruck „App“, welcher für „Applikation“ steht. Apps sind allerdings nur eine einzige von vielen Formen von Software. Oder würdest du das Betriebssystem deines PCs auch als App bezeichnen? Oder das Programm, das die einwandfreie Steuerung von Röntgen- oder Ultraschallmaschinen in der Medizin ermöglicht? Dir fallen sicherlich noch viele weitere Programme ein, die sich nicht einfach nur auf das Wort „App“ reduzieren lassen.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Mobile Usability
Softwaretechnik selbst stellt im Grunde eine Spezialisierung der Informatik dar. Dennoch gibt es zahlreiche Bereiche, in die du dich noch weiter vertiefen kannst, zum Beispiel in die verschiedenen Programmiersprachen. Da wir hier jedoch nicht jede einzelne Programmiersprache durchgehen können, gehen wir auf eine andere Form von Spezialisierungen ein: Die der Einsatzbereiche von Software. Eine davon stellt die Mobile Usability dar. Hier spezialisierst du dich auf die Programmierung von Software, die für den Gebrauch auf Tablets, Smartphones, PDAs oder anderen Mobilen Endgeräten gedacht ist.
Cloud Computing
Es ist noch gar nicht so lange her, da hat man sich manchmal selbst Emails mit Fotos oder interessanten Links von der Uni oder aus dem Büro „nach Hause“ geschickt, damit man auch am Heimrechner auf die entsprechenden Inhalte zurückgreifen konnte. Dank des noch relativ jungen Cloud-Computings gehören solche Mails der Vergangenheit an. Spezialisierst du dich auf die Entwicklung von Cloud-Umgebungen, wirst du dich bis ins Detail mit Serverstrukturen auseinandersetzen, verstärkt mit Datenbanksystemen arbeiten und dich umfangreich mit dem Thema IT-Sicherheit beschäftigen.
Scientific Computing
Diese Spezialisierung geht in die Richtung der Natur- und der Ingenieurwissenschaft und beinhaltet die Entwicklung von Softwareumgebungen für Hochleistungsrechner. Diese werden für Experimente und Simulationen verwendet, um verschiedenste Forschungsfragen zu klären und zu visualisieren. Computergrafiken zu berechnen oder diesen Prozess automatisiert ablaufen zu lassen gehört hier also ganz klar zu deinen Schwerpunkten, aber auch ein erhöhtes Pensum an Mathematik beziehungsweise auch die sogenannte Technomathematik erwartet dich hier. Bei Scientific Computing handelt es sich um eine interdisziplinäre Studienrichtung, zu der auch vermehrt eigenständige Studiengänge belegt werden können.
Webentwicklung
Nicht zu vergessen sei natürlich auch die Entwicklung von Websites. In Zusammenarbeit mit Webdesignern wirst du an der technischen Umsetzung von Webformaten arbeiten und deren technischen Realisierbarkeit planen. Ein äußerst lebendigesThemengebiet erwartet dich hier, denn wenn du in diesem Bereich arbeitest, wirst du auch viel mit Online-Marketing-Fachleuten und Content-Managern zu tun haben. Zur Vorbereitung erlernst du dazu im Studium aber auch die Grundlagen aus den jeweils anderen Fächern wie Webdesign, Marketing und Medieninformatik, um dich besser auf Projekte, zum Beispiel Online-Shops oder frei zugängliche Datenarchive, einlassen zu können. Wie wir schon mehrmals deutlich gemacht haben: Teamwork ist essentiell.

Wusstest du schon, dass...

…es einen Legostein gibt, der sich programmieren lässt? Er heißt RCX und man könnte mit ihm sogar Aufzüge oder Industrieroboter steuern.

…das erste Konzept für ein Programm 1843 von der Britin Ada Lovelace entwickelt wurde? Es war für die sogenannte Analytical Engine gedacht, eine Rechenmaschine, die zu ihrer Zeit nie gebaut wurde.

…die TU Dresden 2013 aufgrund eines Softwarefehlers versehentlich 37.000 Studenten per Mail über ihre bevorstehende Exmatrikulation informiert hat? Ein schönes Beispiel dafür, wie wichtig gut geschriebene Programme sind.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Praxis

Je nach Prüfungsordnung ist der Studiengang an jeder Hochschule anders aufgebaut. Das gilt auch für das Verhältnis von Theorie und Praxis. Aber egal ob bei Pflichtpraktika, durch Studienprojekte oder in Praxisseminaren: Sobald du in der ersten Hälfte des Studiums die Theorie erlernt hast, musst du ran und Programmierfehler lösen, bestehende Programme optimieren oder ein komplettes Softwareprojekt begleitend zu einem Vertiefungsmodul von vorne bis hinten durchplanen und ausführen. Der Lernaufwand ist zwar nicht gering im Studium, doch das meiste der Lerninhalte wirst du noch im Studium selbst wirklich anwenden.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …dem Durcharbeiten von Skripten.
  • …praktischer Informatik und angewandter Mathematik.
  • …dem Lernen für viele Klausuren.
  • …Maschinen- und Hochsprachen.
  • …der Anwendung des Erlernten in Studienprojekten.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • Grundlagen der eingebetteten Systeme
  • Systemkonzepte und -programmierung
  • Mensch-Computer-Interaktion
  • Einführung in die Numerik und Stochastik für Softwaretechniker
  • Information Retrieval und Text Mining

Mögliche Master-Studiengänge

Software Engineering - Praktische Informatik - Software- und Systemtechnik - Digitales Management
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Plane im Voraus:

Es gibt viel zu tun im Softwaretechnik-Studium. Egal ob praktische oder theoretische Informatik, Mathematik, Compilerbau oder diverse Kurse zu Programmiersprachen: Der Lernaufwand ist vor allem zu Studienbeginn wirklich nicht zu unterschätzen. Schaue dir also im Voraus an, wie du deine Semester am besten nutzt. Tipps für einen entspannten Studienverlauf kannst du dir sicherlich bei der Studienberatung, den Tutoren, oder beim Fachschaftsrat holen. Letztere haben übrigens auch schon ein offenes Ohr für dich, wenn du dich noch gar nicht an der Uni eingeschrieben hast und geben dir gern noch vor deiner Bewerbung um einen Studienplatz einen Einblick in ihre Uni oder Fachhochschule.

2. Ein Index für alle Gelegenheiten:

Viele Studienfächer haben ihre eigenen kleinen Geheimtricks, was das Lernen des Stoffes angeht. In Softwaretechnik fährt man gut mit einem sogenannten Index. Dazu sortiert man all seine Notizen und Skripte ordentlich in diverse Ordner und verschlagwortet sie, um schnell herauszufinden, wo man was in seinen Unterlagen wiederfindet. Je disziplinierter man also mit seiner Ordnerführung umgeht, umso einfacher hat man später das Lernen.

3. Experte vs Einer für alles:

Gerade in Gruppenaufgaben ist man schnell dazu verleitet, Aufgaben so zu verteilen, dass jeder das macht, was er am besten kann. Dadurch lernt man jedoch kaum. Übernimm also auch bewusst mal andere Aufgaben als sonst. Erstelle zum Beispiel im Rahmen des praktischen Teils den Programmcode, wenn du sonst immer ein Experte darin warst, den Theorieteil für eure Präsentation zusammenzustellen. Oder lass dir zeigen, wie man eine solche Präsentation überhaupt erstellt. Gruppenarbeit heißt letztlich, zusammen und nicht nebeneinander zu arbeiten, also teilt auch euer Wissen untereinander.

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