Menü

- Studiengänge von A-Z -

Sozialökonomie-Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Sozialökonomie studieren? Informiere dich hier

Wie entsteht Altersarmut? Was ist Hartz IV? Welche Folgen hat der Fachkräftemangel für Berufe wie beispielsweise Erzieher oder Krankenpfleger? Was bedeutet überhaupt Sozialwirtschaft? Im interdisziplinär angelegten Sozialökonomie-Studium geht es um genau solche Fragen. Wie du diese beantwortest, erlernst du in Seminaren und Vorlesungen aus den Wirtschaftswissenschaften – sprich BWL und VWL – den Politikwissenschaften, Jura und der Soziologie. Wenn Sozialpolitik und Wirtschaft deine Gebiete sind und du wissen willst, wie sich beide Bereiche auf unser Zusammenleben im Alltag auswirken, ist dieses Studium das richtige für dich.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Sozialökonomie ist nichts Halbes und nichts Ganzes«

Ein Klischee, dass von vielen Studenten der Sozialökonomie selbst vorgebracht wird und deswegen auch mal zur Abwechslung als bestätigt gilt. Das Fach entstand allerdings gerade aus dem Bedürfnis einiger Fachvertreter aller vier Bereiche heraus, verschiedene ökonomische Fragestellungen aus mehreren Perspektiven zu betrachten und im Verbund zu beantworten, ohne vollständig in die fachliche Tiefe eines jeden Faches zu gehen. Man teilt sich gewissermaßen gegenseitig das jeweilige Handwerkszeug um gemeinsam sozialwirtschaftliche Prozesse zu verstehen.

Mehr lesen
»‚Sozial‘ und ‚Ökonomie‘ – sind das nicht Gegensätze?«

In erster Linie bezeichnet die Sozialökonomie das verstehen sozialwirtschaftlicher Prozesse. Die Sozialwirtschaft bezeichnet wiederum jenen Wirtschaftsbereich, der soziale Dienstleistungen bietet und die gesundheitliche Versorgung der Menschen regelt. Sieht man sozial und ökonomisch als Gegensätze an, ist das kein Klischee, sondern ganz simpel eine politische Meinung, welche die Definition des Begriffes der Sozialökonomie jedoch gänzlich außen vorlässt.

Mehr lesen
»In Sozialökonomie geht’s nur ums Gesundheitswesen«

Weit gefehlt. Im Thema wird natürlich auch auf die Sozial- und Gesundheitswirtschaft an sich eingegangen und wie diese organisiert ist; es geht jedoch auch darum zu verstehen, wo soziales Handeln Einfluss auf die Gesamtwirtschaft hat und wie sich das auf die an ihr beteiligten Menschen auswirkt.

Mehr lesen

Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Rechtswissenschaft
Grundsätzlich ist eine Spezialisierung in eine der vier Fachbereiche der Sozialökonomie sowieso an den meisten anbietenden Hochschulen vorgesehen. Dabei gibt es für jedes Fach nochmal eine Auswahl einzelner Themengebiete, in welchen die eigentliche Vertiefung erfolgt. Studierst du Sozialökonomie mit Schwerpunkt auf Rechtswissenschaften, kannst du dich beispielsweise auf Verbraucherschutz spezialisieren um später in Beratungsstellen zu arbeiten. aber natürlich stehen auch Spezialisierungen wie Wirtschaftsrecht oder Arbeits- und Sozialrecht parat. Bedenke jedoch, dass dir der Schwerpunkt auf Recht in Sozialökonomie keine juristische Karriere ermöglicht.
Betriebswirtschaftslehre
An vielen Unis stellt die BWL auch einen Großteil der Veranstaltungen in Sozialökonomie auf, weshalb man aus dieser Fachrichtung sowieso immer etwas mehr Wissen vermittelt bekommt, als aus den anderen. Wer sich auf Bereiche aus der BWL spezialisieren möchte, schaut sich dabei vor allem die Arbeitsstrukturen in unterschiedlichen Abteilungen eines Unternehmens an und lernt innerhalb dieser selbst zu arbeiten. Themenschwerpunkte sind dann zum Beispiel Personal, Finanzdienstleistungen, Marketing, Controlling, Public Management oder sogar Wirtschaftsinformatik, bzw. betriebliche Informationssysteme.
Volkswirtschaftslehre
Eine Spezialisierung in VWL ist für allem für diejenigen Interessant, die sich mit Markt- und Makrotheorien und Wirtschaftspolitik beschäftigen möchten. Hier werden weniger die konkreten Arbeitsabläufe behandelt, sondern wie Arbeit organisiert und reglementiert wird. Betrachtet werden lokale, aber auch länderübergreifende Märkte und natürlich auch die globale Sozialwirtschaft. Schwerpunkte finden sich hier in Bereichen wie Arbeit und Organisation, Internationale Wirtschaft und Politik sowie die Arbeit im öffentlichen Sektor. Auch Fragen zu Themen wie Entwicklungsförderung und soziale Dienstleistungen werden behandelt.
Soziologie
Auch im Bereich Soziologie gibt es unterschiedliche Themenbereiche, auf die man sich spezialisieren kann. Gemeinsam haben sie, dass es immer um die Frage nach der Bedeutung einer Sache für die Gesellschaft und deren einzelnen Akteuren geht. Welche Bedeutung messen zum Beispiel unterschiedliche Generationen wie die „Babyboomer“ oder die „Generation Y“ der Arbeit im Leben zu? Welche „Volkskrankheiten“ gibt es und wie hängen sie mit der Entwicklung in unserer Arbeitswelt zusammen? Dabei wirst du viel mit Statistik und empirischer Forschung in Berührung kommen und solche gegebenenfalls selbst durchführen.

Wusstest du schon, dass...

…der Studiengang einen falschen Freund hat? Dieser nennt sich „Sozialwirtschaft“, dabei handelt es sich jedoch um einen Mix aus Sozialer Arbeit und BWL; und mit Ersterem hat Sozialökonomie nichts zu tun.

…es in vielen Ländern kein so stark ausgebautes Sozialversicherungssystem gibt wie in Deutschland? In den USA gibt es beispielsweise erst seit 2014 eine gesetzlich verpflichtete Krankenversicherung, das Schlagwort hierbei lautet „Obamacare“.

…das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, welches „Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern oder beseitigen soll“ erst seit 2006 besteht? Vorher war es faktisch möglich, Personen aufgrund der genannten Eigenschaften nicht einstellen zu müssen und sie so zu diskriminieren.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Das Sozialökonomie-Studium ist durch und durch ein akademisches Fach. Ziel des Studiengangs ist es weniger, dich auf konkrete Berufsbilder vorzubereiten, sondern dich vor allem mit Kompetenzen im Bereich der Sozialpolitik, Wirtschaft und Recht auszustatten. Dafür wirst du viel Lesestoff vorgesetzt bekommen und dich mit einigen Theorien und Modellen zum Verstehen ökonomischer Prozesse beschäftigen. Zwar sorgen der Mix der verschiedenen Fachrichtungen sowie der Bezug vieler Forschungsfragen zum Alltag für frische Abwechslung im Studium. Richtige Praxiserfahrung wirst du während deiner Zeit an der Uni aber am besten im Rahmen von einem oder zwei Praktika bekommen können. So erhältst du auch einen Eindruck, was man mit Sozialökonomie machen kann. Oder du nutzt das Studienangebot einiger Universitäten und studierst Sozialökonomie direkt berufsbegleitend.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …dem aktuellen Tagesgeschehen.
  • …Wirtschaftsmathematik.
  • …Klausurvorbereitungen.
  • …der Organisation deines Studienverlaufs.
  • …Diskussionen mit deinen Kommilitonen über aktuelle Fragen aus Politik, Recht und Wirtschaft.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Wirtschafts- und Sozialstatistik
  • - Politische Geschichte
  • - Investition und Finanzierung
  • - Beschäftigung und Arbeitsmarkt
  • - Makroökonomie

Mögliche Master-Studiengänge

Sozialmanagement - Sozialökonomik - International Management - Pflege- und Gesundheitsmanagement
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Lerne alle Bereiche kennen, aber einen zu schätzen

Früher oder später musst du dir an den meisten Unis, die Sozialökonomie anbieten, eins der Fachbereiche als Schwerpunktfach aussuchen. Nutze deswegen die Zeit in den ersten Semestern und lerne jeden Bereich durch ein paar Seminare und Vorlesungen kennen, damit du sicher bist, dass dein gewählter Bereich auch zu dir passt. An der Uni kommt es nämlich sehr viel öfter vor, dass einem doch andere Themen und Arbeitsweisen liegen, als man ursprünglich glaubte. Ein Ort der Selbstverwirklichung halt.

2. Wisse, was in der Welt geschieht

Sozialökonomie ist ein Studiengang, der sich vor allem mit aktuellen Fragen beschäftigt. Du tust also gut daran, wenn du – solltest du das nicht sowieso tun – dich bezüglich des aktuellen Tagesgeschehens auf dem Laufenden hältst. Besorg dir also ruhig mindestens eine der großen Wochenzeitungen und verfolge regelmäßig die Nachrichten, denn oftmals bekommt man von dort bessere Informationen und Ideen für seine Arbeit im Sozialökonomie-Studium, als man denkt.

3. Plane im Voraus

Bei so vielen Fachbereichen in einem Studiengang kann es schnell passieren, dass man im Wust der Stundenplanerstellung alle Pflichten, die einem eine Prüfungsordnung vorgibt, vergisst und aus einem Bereich weniger mitnimmt als aus anderen. Kontrolliere also wirklich jedes Semester, ob dein Studienverlaufsplan zum Ende aufgeht und du in Ruhe deine Prüfungen ablegen kannst, ohne noch Pflichtveranstaltungen nachholen zu müssen, weil dir diese durchgegangen sind. Aber falls doch, gräme dich nicht: Damit wärst du bei weitem nicht der oder die Erste. Gerne hilft dir auch die Studienberatung bei der Kontrolle deines Studienverlaufs, dafür ist sie schließlich da.

- Du kennst deine Uni am besten -

Kurz nachdenken, dann Uni ranken!

Jetzt deine Uni bewerten