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Soziologie Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Soziologie? Hat das nicht auch irgendwas mit „sozial“ zu tun? Im Prinzip geht dieser erste Gedanke schon mal in die richtige Richtung, trifft den Kern der Sache aber nicht genau. Die Soziologie gehört zwar wie ihre Schwestern, die Politik- und die Wirtschaftswissenschaft, zu den Sozialwissenschaften, hat aber nichts mit praktischer sozialer Arbeit zu tun. In erster Linie dreht sich das Soziologiestudium um alles Theoretische, was irgendwie mit dem Zusammenleben von Menschen zu tun hat. Das klingt deswegen so ungenau, weil viele Unis ihren Forschungsschwerpunkt in Soziologie unterschiedlich gelegt haben, sodass du die Qual der Wahl hast: empirische Sozialforschung oder doch lieber die Analyse von Kommunikationsstrukturen? Die Möglichkeiten sind vielfältig. Häufig wird die Soziologie auch nur als ein Teilbereich der Sozialwissenschaften unterrichtet und kann dann im Studium eigenständig als Schwerpunkt ausgewählt werden.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Soziologen studieren, um irgendwann das System zu kippen.«

Es stimmt zwar, dass du im Studiengang Soziologie lernst, wie man gesamtgesellschaftliche Strukturen mit wissenschaftlichen Arbeitstechniken analysiert. Gut möglich, dass dir dabei auch Dinge ins Auge springen, die in der Theorie „falsch laufen“. Das heißt aber nicht, dass in der Soziologie die Revolutionsanführer von morgen ausgebildet werden. Das Fach bewegt sich auf einer eher theoretischen Ebene.

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»Es wird immer nur diskutiert – nie studiert! «

Darüber könnte man diskutieren… Spaß beiseite. Es stimmt, dass in Soziologie-Seminaren viel geredet wird. Aber hauptsächlich, um sich Theorien zu erschließen und Inhalte zu vertiefen. Sieh‘ so eine spontane Diskussionsrunde also positiv: Kannst du mitreden, bist du drin im Thema.

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»Über das gesellschaftlichen Leben zu philosophieren macht Soziologen vielmehr Spaß, als daran teilzunehmen.«

Das Gegenteil ist der Fall: Auch wenn Soziologie das Image hat, ein etwas nerdiges „Laberfach“ zu sein, bietet es dir jede Menge Möglichkeiten, abseits der Uni zu studieren. Um empirische Daten für die Sozialforschung zu sammeln wird sogar empfohlen, dies am lebenden Objekt zu tun. Längere Auslandsaufenthalte sind bei Soziologen keine Seltenheit.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Familiensoziologie
In der Soziologie dreht sich im Grunde alles um den Menschen im sozialen Gefüge. Und welches soziale Gefüge könnte allgegenwärtiger sein als die Familie? Wobei der Name „Familiensoziologie“ für diese Soziologie Spezialisierung ein bisschen irreführend ist – denn als erstes wirst du lernen, dass „die Familie“ ein gesellschaftliches Konstrukt ist, das man gar nicht eindeutig definieren kann. Welchen Einfluss die demographische Entwicklung auf unsere Vorstellung von „Familie“ hat und wie empirische Familienforschung aussehen kann, um die Familiensoziologie wissenschaftlich greifbar zu machen, ist ein wichtiger Teil deines Studiums.
Arbeitssoziologie
Arbeit ist überall – denn mit dem Begriff „Arbeit“ im soziologischen Sinne, ist nicht (nur) der Bürojob gemeint. Arbeit findet sich in so gut wie allen menschlichen Tätigkeiten wieder: Auch in künstlerischen und sportlichen Aktivitäten. Und in einem destruktiven Rahmen wie Kampf und Krieg. Soll Arbeitssoziologie deine Soziologie Spezialisierung werden, eröffnet sich dir ein sehr breit gefächertes Themengebiet. Du wirst dich mit den Dimensionen einzelner Arbeitsprozesse auseinandersetzen und die gesellschaftliche Organisation von Arbeit unter die Lupe nehmen – genau wie den sozialen Status, den Arbeit in unserer Gesellschaft bedeutet.
Medizinsoziologie
Die Medizinsoziologie findet sich manchmal auch unter dem Titel Gesundheitssoziologie. Auch im Medizin Studium wirst du dieser Soziologie Spezialisierung begegnen – denn hier dreht sich alles um die Bedeutung, die sowohl Krankheit als auch Gesundheit in einer Gesellschaft einnehmen. Beides schaust du dir sowohl auf der sogenannten Makro-, als auch auf der Mikroebene an: Wie nehmen Individuen „Krankheit“ war und wie wirkt sich soziale Ungleichheit der Gesundheitschancen auf eine ganze Gesellschaft aus? Auch die Interaktion zwischen Arzt, beziehungsweise Therapeut und dem Patienten spielt bei deinen Forschungen eine wichtige Rolle.
Friedens- und Konfliktforschung
Die Friedens- und Konfliktforschung ist genaugenommen ein Teilgebiet der Politischen Soziologie – ebenso wie eine Spezialisierung der Politikwissenschaft. Als Soziologie Spezialisierung geht es für dich in erster Linie um die Frage, wie Konflikte entstehen und wie sie sich lösen lassen. Auf deinem Stundenplan stehen nicht nur Theorien und Methoden der Friedensforschung, sondern auch Konfliktmanagement, Menschenrechtspolitik und Mediation. Denn idealerweise enden Mittel-, Ziel- und Wertekonflikte mit der Aussöhnung der Akteure durch Kommunikation. Wie man so ein deeskalierendes Gespräch herbeiführen und leiten kann, wirst du also ebenfalls lernen.
Empirische Sozialforschung
Egal, welche Soziologie Spezialisierung du dir im Verlauf deines Studiums aussuchst, du wirst immer feststellen, dass sich soziale Phänomene und gesellschaftliche Dynamiken nicht eindeutig berechnen lassen. Die Empirische Sozialforschung bemüht sich trotzdem um Verfahren zur systematischen Datenerhebung. Um soziale Strukturen und Prozesse wirklich erforschen zu können, wirst du verschiedene methodische Herangehensweisen kennenlernen. Infrage kommen zum Beispiel offene Interviews, Ergebnisse aus standardisierten Umfragen oder die hohe Kunst der Teilnehmenden Beobachtung. Ziel ist es unter anderem auch, sozialwissenschaftliche Theorien durch empirisch ermittelte Daten zu überprüfen.

Wusstest du schon, dass...

...die Soziologie genau die Mitte zwischen Geistes- und Naturwissenschaften bildet?

...sich das Fach im 19. Jahrhundert aus der Nationalökonomie und der Geschichtswissenschaft entwickelt hat?

...sich manche der soziologischen Theorien mit denen der Neurobiologie überschneidet?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Lesen, Durkheims Theorien lernen, lesen, wissenschaftliche Arbeiten verfassen und noch mehr lesen. Du siehst schon: Das Studium der Soziologie ist sehr theorielastig. Praxiserfahrungen sammelst du hauptsächlich in Eigeninitiative durch Praktika oder Werkstudentenjobs. Es gibt aber auch Unis, die großen Wert darauf legen, dass ihre Studenten schon vor dem Abschluss ins Berufsleben reinschnuppern. Es kann also sein, dass du im Laufe deines Studentenlebens mindestens ein Pflichtpraktikum absolvieren musst.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • ...Lesen.
  • ...dem Erlernen von Methoden der empirischen Sozialforschung.
  • ...Vorträge halten und Präsentationen zusammenstellen.
  • ...Hausarbeiten schreiben
  • ...Statistik.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Statistik für Sozialwissenschaften (I & II)
  • - Geschichte der Soziologie
  • - Gendergraphien – Perspektiven der Geschlechterforschung
  • - Umweltsoziologie
  • - Theorien des „Spätkapitalismus“

Mögliche Master-Studiengänge

Politikwissenschaften - Global Political Economy (Englisch) - Labour Policies and Globalisation (Englisch) - Empirische Bildungsforschung - Gender Studies
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Statistik nicht aufschieben:

Auch im Fach Soziologie wirst du um die eine oder andere Statistikklausur nicht herum kommen. Da ist die Versuchung groß, das erstmal vor sich herzuschieben – kann man ja auch noch irgendwann vor dem Abschluss nachholen, oder? Unser Tipp: Mach Kurse, die dir vom Thema her nur wenig liegen, direkt zu Beginn des Studiums. Das macht zwar keinen Spaß, aber es gibt kaum was Schlimmeres, als kurz vor dem Bachelor an Statistik zu scheitern und das Studium nicht abschließen zu können. Besser, du beißt als Ersti in den sauren Apfel – das spart Nerven auf der Zielgeraden.

2. Um Praktika kümmern:

Suche dir, so früh es dein Stundenplan zulässt, Praktika oder einen studentischen Nebenjob, der etwas mit deinem Studienfach zu tun hat. Dich erwartet ein spannendes Studium mit einem breitgefächerten Spektrum an Seminaren, was aber dann zum Problem werden kann, wenn du nicht weißt, was du später damit machen möchtest. Um das herauszufinden, braucht es Praxiserfahrung.

3. Mach ein Auslandssemester:

Mache dir Gedanken über ein Auslandssemester. Das wird zwar jedem Studenten empfohlen, in deinem Fall macht es aber doppelt Sinn. Als angehender Soziologe gibt das nicht nur einen Extrapunkt im Lebenslauf sondern ist quasi die Live-Umsetzung deines Studienfachs. Informiere dich am besten gleich im ersten Semester, ob deine Uni dazu ein Förderprogramm mit Partnerhochschulen im Ausland (z.B. Erasmus) anbietet.

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