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Technischer Umweltschutz Studium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

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Vögel mit ölverschmierten Flügeln, Meeresgründe, die aussehen wie Schrottplätze, und verseuchte Landstriche, auf denen kein Grashalm mehr wächst – Umweltverschmutzung ist leider allgegenwärtig. Das Tragische: Für all das ist der Mensch selbst verantwortlich. Dagegen muss etwas getan werden – und du hast die Chance dazu! Weil Umweltschutz und Ökologie für dich eine wichtige Rolle spielen, Nachhaltigkeit dich brennend interessiert und du dabei helfen möchtest, ökologische Desaster in Zukunft zu verhindern, solltest du unbedingt das Fach Technischer Umweltschutz studieren. In diesem zu den Umweltwissenschaften gehörenden Studium lernst du, Strategien und Technologien zu entwickeln, um Luft, Wasser und Böden vor Gasen und sonstigen von Menschenhand erzeugten Schäden zu schützen beziehungsweise sie davon zu befreien. Damit umweltbelastende Stoffe überhaupt erkannt und ihre langfristige Wirkung auf die Natur abgeschätzt werden kann, müssen verschiedene Stoffgruppen gemessen und analysiert werden. Das soll besonders beim Nachhaltigkeitsmanagement helfen, damit die Industrie in der Produktion und Entsorgung ökologischer wirtschaften kann.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Die Entwicklung erneuerbarer Energien fällt auch unter den technischen Umweltschutz«

Das stimmt. Der technische Umweltschutz umfasst alle technischen Verfahren zum Schutz der Umwelt und zur Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme. Demnach fallen auch die Entwicklung, der Ausbau und die Anwendung von erneuerbaren Energien in seinen Aufgabenbereich. Durch geringere CO2-Ausstoßung kann der anthropogene Treibhauseffekt aufgehalten werden – du wirst im Laufe der Semester noch einiges zu diesem Thema lernen.

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»Hier geht es nur um Vorsorge, nicht um Nachsorge«

Umweltschutz für die Zukunft ist natürlich das zentrale Thema in diesem Studium. Viele Umweltschäden wurden aber in der Vergangenheit verursacht und belasten noch immer Boden, Wasser und Luft. Deshalb sind natürlich auch Ökokatastrophen, die schon einige Jahre zurückliegen, Thema in deinen Vorlesungen. Du versuchst beispielsweise, Methoden zu entwickeln, durch die man nachsorgend Umweltschäden beheben oder verringern kann.

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»Studenten dieses Fachs werden alle Greenpeace-Aktivisten«


Auch wenn es dich vielleicht reizt, einmal eine Ölplattform zu besetzen oder auf die Kuppel eines Atomkraftwerks zu klettern, um deinem Ärger Luft zu machen – es werden ganz sicher nicht alle Studierende in deinem Fachbereich deinen Aktionismus teilen. Hier lernst du auf einer natur- und ingenieurwissenschaftlichen Basis, wie man Umweltschäden vermeiden oder minimieren kann. Du findest dich also eher in der Berater- als in der Aktivistenrolle wieder.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Abfallwirtschaft
Nach dem Grillabend stapeln sich die Pappteller und Plastikverpackungen, außerdem muss der Einmalgrill auch noch irgendwie weg. Gerade ist kein Mülleimer in Sicht, also einfach mal liegen lassen – die paar Sachen sind schon nicht so schlimm. Da können wir nur widersprechen: Falsch entsorgter Müll verunreinigt Böden und Gewässer und schadet unserem Ökosystem. Wer dabei helfen will, die Wegwerfmentalität zu bekämpfen, kann sich auf das Fachgebiet Abfallwirtschaft spezialisieren. Abfallwirtschaft bedeutet vor allem die Vermeidung von Abfall, zum Beispiel durch die Entwicklung von wiederverwendbaren Produkten wie auffüllbare Druckerpatronen.
Wasserreinigung
Wasser ist essentiell für unser Leben. Wir brauchen es als Nahrungsmittel, zu Hygienezwecken, als Energiequelle und Transportmittel. Außerdem sind Gewässer die Lebensräume zahlreicher Tiere und Pflanzen. Durch die Verschmutzung von Flüssen, Meeren und Ozeanen schaden wir aber nicht nur der Natur, sondern auch uns selbst: Giftstoffe können auch ins Grundwasser gelangen. Verseuchtes Trinkwasser kann dann zu Magen-Darm-Verstimmungen oder auch schwerwiegenderen Krankheiten wie Krebs führen. Spezialisten der Wasserreinigung analysieren deshalb anorganische und organische Wassersinhaltsstoffe, um eine gesundheitlich einwandfreie Wasseraufbereitung und Abwasserwiederverwendung sicherzustellen.
Umweltchemie
Wie entstehen Umweltschadstoffe und wie wirken sie sich auf das Ökosystem aus? Mit solchen und ähnlichen Fragen beschäftigst du dich, wenn du dich auf Umweltchemie spezialisierst. Es geht dabei auch um native Stoffe – zum Beispiel die Gase bei einem Vulkanausbruch –, vor allem aber um die Analyse anthropogener Stoffe, die etwa durch industrielle Prozesse entstanden sind. Teil der Umweltchemie ist daher das Entnehmen von Proben aus Boden, Wasser und Luft, um sie dann auf Schadstoffe zu untersuchen und ihre Belastung zu bewerten.
Umweltmikrobiologie
Mikroorganismen waren lange Zeit die einzigen Lebewesen auf der Welt. Indem sie Sauerstoff produzierten, bildeten sie zuerst die Lebensgrundlage für Pflanzen und Tiere, später dann auch für Menschen. Aber nicht nur für die Entstehung von Leben ist die Mikrobiologie verantwortlich, sondern auch für das Fortbestehen: Mikroorganismen können nämlich Schadstoffe abbauen – beispielsweise helfen sie bei der Reinigung ölverseuchter Ozeanabschnitte. Die Umweltmikrobiologie hat das Ziel, die Natur zu schützen, indem unter anderem Biotechnologien zur Behebung und Vorbeugung von Umweltschäden entwickelt und die Struktur von Mikroorganismen erforscht wird.

Wusstest du schon, dass...

…es eine niederländische Fluggesellschaft gibt, die ganz besonders umweltbewusst ist? Sie tankt nämlich Frittierfett.

…eine einzelne Suchanfrage bei Google so viel Strom verbraucht wie eine Energiesparlampe benötigt, um eine Stunde lang zu leuchten?

…Autoreifen mit 0,5 bar weniger Luft als vorgeschrieben fünf Prozent mehr Benzin verbrauchen?

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Im Studium Technischer Umweltschutz halten sich Theorie und Praxis die Waage. Zuerst einmal verbringst du viel Zeit in Vorlesungssälen. Warum? Bevor du den Umweltschutz effektiv verbessern kannst, musst du dir erst einmal die Grundlagen in verschiedenen Modulen wie zum Beispiel Wasserreinigung, Bodenschutz und Toxikologie aneignen. Um Stoffe als umweltschädlich zu klassifizieren, solltest du in der Lage sein, ihre Struktur in physikalischer und chemischer Hinsicht zu analysieren. Das lernst du natürlich in naturwissenschaftlichen Seminaren, aber Wissen muss ja bekanntlich auch angewendet werden. Daher wirst du während deines Studiums mehrere Praktika, beispielsweise in Forschungseinrichtungen oder Umweltschutzbehörden, absolvieren und auch im Labor bei der Analyse von Stoffproben mitarbeiten.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …der Entwicklung von Konzepten, mit denen man Umweltbelastung minimieren kann.
  • …Projektarbeiten mit ökologischem Hintergrund.
  • …der Entnahme von Stoffproben.
  • …Mathematik, Biologie, Physik und Chemie.
  • …der Systemanalyse von umweltschädlichen Stoffen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Energie-, Impuls- und Stofftransport
  • - mechanische Verfahrenstechnik
  • - Wasserreinhaltung
  • - Luftgüteüberwachung
  • - Bodenhydrologie

Mögliche Master-Studiengänge

Energiemanagement - Umweltsysteme und Ressourcenmanagement - Umwelttechnik - Ökosystemmanagement - Forstwirtschaft - Umweltnaturwissenschaften - Umweltmanagement
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Hol die letzten Naturwssenschaften- und Mathehefte nochmal raus:

Im Studium Technischer Umweltschutz lernst du, wie man Konzepte und Technologien entwickelt, die der Belastung unseres Planeten durch giftige Chemikalien entgegenwirken. Um die Umweltschädlichkeit und Ausbreitungswege von Stoffen bestimmen zu können, müssen ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften ermittelt werden. Deine naturwissenschaftlichen Kenntnisse aus der Schule werden dir auf jeden Fall bei der Analyse von Stoffproben und ihren Strukturformeln helfen. Neben Biologie, Physik und Chemie ist auch die Relevanz von Mathe im Studium nicht zu unterschätzen: Die numerische Modellierung ist zum Beispiel essentiell, um die langfristigen Umweltauswirkungen einzelner Stoffe absehen zu können.

2. Praktikum – wenn nicht jetzt, wann dann?

An manchen Unis wird für das Studium ein Grundpraktikum vorausgesetzt. Du hast zwar auch zu Beginn deines Studiums Zeit dafür, solltest es aber nach Möglichkeit schon vor deinem Studium absolvieren. Das Grundpraktikum soll dir helfen, einen ersten Einblick in eines deiner späteren Berufsfelder zu erhaschen. Praxiserfahrung ist besonders zu Beginn des Studiums wichtig, weil du so herausfinden kannst, ob Technischer Umweltschutz wirklich das richtige für dich ist oder du dich doch besser nochmal an die Studienberatung wendest, um dich über andere Studiengänge zu informieren. Durch ein Vorpraktikum wird sich für dich sicherlich auch herauskristallisieren, worauf du dich nach dem Bachelor spezialisieren willst – vielleicht wirst du ja der nächste Wasserreinigungsspezialist!

3. Wo soll die Reise hingehen?

Die Wahl eines Schwerpunkts ist im Bachelorstudiengang in der Regel noch nicht möglich. Es ist allerdings sinnvoll, sich schon vor dem Master ein paar Gedanken darüber zu machen, in welcher Fachrichtung man sich spezialisieren und wo man später arbeiten will. Die achtzehn Buchstaben zur Erleuchtung lauten: Wahlpflichtbereich. Hier kannst du je nach Hochschule beispielsweise Kurse aus dem Bereich BWL belegen, um einen besseren Einblick in wirtschaftsbezogene Disziplinen und andere Formen der Lehre zu bekommen.

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