Menü

- Studiengänge von A-Z -

Theaterwissenschaftsstudium: Alle Infos

Die beliebtesten Unis für dieses Fach
Diese Unis wurden von anderen Studenten als beste in diesem Fach bewertet

Du willst Theaterwissenschaft studieren? Informiere dich hier


Soliloquium, Performativität oder die vierte Wand ­– während andere keinen Plan haben, was diese theatralen Begriffe bedeuten, könntest du direkt einen ganzen Vortrag darüber halten. Als waschechter Theater-Fan liebst du die Bretter, die die Welt bedeuten, und verbringst deine Freizeit gerne vor, auf oder hinter Bühnen. Um noch tiefere Einblicke in diese fabelhafte Welt zu erlangen, ist der Studiengang Theaterwissenschaft wie für dich gemacht. Aber was ist Theaterwissenschaft überhaupt genau? Verkürzt ausgedrückt lernst du darin die Theatergeschichte von der Antike bis heute kennen. Dabei geht es aber nicht nur um die Inhalte der Stücke, sondern auch um Aspekte wie Bühnenbild, Dramaturgie, Musik oder in welchem historischen, sozialen, kulturellen und politischen Zusammenhang das Theater in der jeweiligen Zeit stand. Vorhang auf für weitere Infos zum Studiengang Theaterwissenschaft!

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Wer Theaterwissenschaft studiert, ist auch im Alltag total dramatisch.«

Haha, stell dir mal ein Seminar voll von überdramatischen Diven vor, die heftig über die richtige Interpretation eines Monologs diskutieren. Natürlich handelt es sich auch hierbei um ein Klischee, denn wie überall findet man auch in der Theaterwissenschaft Menschen aller Art: dramatische, ruhige, analytische, gefühlvolle und so weiter. Das einzige, was wirklich alle in diesem Studiengang gemeinsam haben, sind die Liebe zum Theater und die Lust, sich mit all seinen Aspekten zu befassen.

Mehr lesen
»„Theaterwissenschaft? Willst du Schauspieler werden?“«

Diese Fragen mussten sich bestimmt schon einige anhören, die Theaterwissenschaft studieren. Dass man dieses Fach studiert, weil man von einer großen Schauspielkarriere träumt, ist natürlich Quatsch. Für die Schauspielausbildung gibt es schließlich entsprechende Schulen, wo das Studienangebot auch darstellendes Spiel beinhaltet. An manchen Unis kannst du zwar während deines Theaterwissenschaftsstudiums Praxisseminare in Schauspiel oder Regie belegen, allerdings reichen diese allein nicht aus, um dich auf eine große Karriere als Schauspieler oder Regisseur vorzubereiten.

Mehr lesen
»Theaterwissenschaftler interpretieren immer viel zu viel in alles hinein.«

So eine Aussage kann durchaus ein Körnchen Wahrheit beinhalten, immerhin muss man im Studiengang Theaterwissenschaft wirklich viel interpretieren. Dass man gut analysieren und interpretieren kann, bedeutet aber noch lange nicht, dass man alles und vor allem viel zu viel interpretiert. Ein derartiges Klischee äußern meistens Leute, die selber eher ungern interpretieren oder die Gedankengänge der Theaterwissenschaftler nicht nachvollziehen können – oder ist das womöglich auch nur ein Klischee?

Mehr lesen

Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Theatergeschichte
Die Spezialisierung auf Theatergeschichte ist perfekt für alle, die sich am liebsten mit der historischen Entwicklung vom Theater befassen. Dabei geht es einerseits darum, wie sich Theaterstücke selbst seit der Antike verändert haben. Andererseits wirst du die Fortschritte in Sachen Theateraufführungen, Kostüme und Kulissen kennenlernen – das klassische Renaissance- und das postdramatische Theater unterscheiden sich schließlich in vielerlei Hinsicht. Welche historischen, kulturellen und sozialen Veränderungen Einfluss auf das Theater hatten, lernst du im Rahmen dieser Spezialisierung ebenfalls.
Gegenwartstheater
Du möchtest dich doch lieber auf die heutige Zeit konzentrieren und beigebracht bekommen, worauf es derzeit im Theater ankommt? Dann solltest du dich definitiv auf Gegenwartstheater spezialisieren. Darin lernst du die verschiedenen Theatertechniken kennen, übst dich in theaterästhetischer Medienpraxis oder auch in theaterwissenschaftlichen Schreibformen. Natürlich wird auch die Analyse aktueller Theaterstücke auf deinem Stundenplan stehen. In vielen Seminaren und Übungen wirst du außerdem Berührungspunkte mit Theorien der Medienwissenschaft haben, da im Gegenwartstheater oft auch Elemente der neuen Medien ihre Verwendung finden.
Dramaturgie
Du bist einfach für das Theater geboren: Nach der Uni möchtest du am Theater arbeiten, wo du unter anderem an Auswahlprozessen von Stücken und Regisseuren beteiligt bist, die Öffentlichkeitsarbeit übernimmst und, knapp zusammengefasst, dafür zuständig bist, dass alles rund um die Vorstellung läuft. Wie der Name schon vermuten lässt, bereitet eine Spezialisierung auf die Dramaturgie dich auf den Beruf als Dramaturg oder Dramaturgin vor. Du wirst darin zunächst die Grundlagen der dramaturgischen Arbeit und vor allem die unterschiedlichen Formen der Theaterarbeit kennenlernen. Diese Spezialisierung liegt, ebenso wie der spätere Beruf, genau am Schnittpunkt zwischen Theorie und Praxis.
Theorie und Ästhetik
Solltest du zu denjenigen gehören, denen komplexe Analysen, ausufernde Interpretationen und tiefsinniges Philosophieren wirklich Freude bereiten, lautet unser Tipp: Leg deinen Schwerpunkt auf Theorie und Ästhetik. In dieser Spezialisierung geht es weniger darum, Theaterstücke zu lesen oder selbst auf die Bühne zu bringen. Vielmehr befasst du dich mit wissenschaftlichen Themen, die bis in die Tiefen von Zeichen- und Symbolsystemen, Dialektik, Blicktheorie, Körperlichkeit, Produktion und Rezeption vordringen. Du träumst von einer Karriere als Theaterkritiker? Dann gibt die Lehre von Theorie und Ästhetik dir die richtigen Werkzeuge mit auf den Weg.

Wusstest du schon, dass...

…es schon in der Steinzeit Theateraufführungen gab? Damals haben die Menschen ihre Erlebnisse, beispielsweise bei der Jagd, im theatralen Spiel verarbeitet.

…Aberglaube an Theatern sehr verbreitet ist? Es gibt unheimlich viele Regeln, beispielsweise darf nicht an Sonntagen geprobt oder vor einer Vorstellung „Viel Glück“ gewünscht werden.

…sich die Figuren in Stücken des Absurden Theaters der 1950er Jahre oft gegenseitig unterbrechen, ihre Sätze nicht beenden oder sehr lange Sprechpausen einlegen? So soll die Unsinnigkeit der Sprache auch die Unsinnigkeit der menschlichen Existenz verdeutlichen.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

Obwohl es sich bei Theaterwissenschaft um einen durchaus theoretischen Studiengang handelt, ist an den meisten Hochschulen das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis ziemlich ausgeglichen. Zu Studienbeginn musst du natürlich zunächst die Grundlagen der Theaterwissenschaft lernen, da geht es in Seminaren zur Theatergeschichte, -theorie sowie Text- und Inszenierungsanalyse also erst einmal ziemlich theoretisch zu. Sobald du aber die Basics draufhast, wird es im Laufe der Semester auch mit praktischen Elementen weitergehen: Theaterbesuche, Praktika und eigene Projekte gehören in der Regel zum Studienablauf. Und wenn du noch mehr Praxis- bzw. Theaterluft schnuppern möchtest, solltest du die Aufbaumodule wählen, in denen du beispielsweise an der Umsetzung eines Theaterstücks beteiligt bist.


Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …den Methoden und Theorien der Theaterwissenschaft.
  • …Seminaren zu Themen wie Ästhetik oder Dramaturgie.
  • …der Analyse von Theaterstücken.
  • …Praxiseinheiten, in denen du die gelernten Theorien auf der Bühne umsetzt.
  • …dem Besuch von Theater-, Opern- und Musicalvorstellungen.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Vergessenes Können: Marlon Brando und die legendäre Schauspieltechnik ‚Method Acting‘
  • - Theaterarbeit heute
  • - Bewegte Körper: Sportgeschichte als Theatergeschichte
  • - Der wiederentdeckte Revolutionär? Brecht in Theater und Film
  • - Ausdruckstanz. Einführung in die Theaterhistoriographie

Mögliche Master-Studiengänge

Angewandte Theaterwissenschaften - Szenische Forschung - Theaterpädagogik - Theaterwissenschaft - Kunst und Theater im Sozialen - Gender Studies
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Erkundige dich nach speziellen Vergünstigungen:

Good News für alle Studis: Durch manche Fächer kannst du ordentlich Kohle sparen! So dürfen an vielen Unis zum Beispiel Studierende der Kunstgeschichte umsonst in umliegende Museen. Natürlich muss man immer beweisen, dass man für einen bestimmten Bachelor- oder Masterstudiengang eingeschrieben ist, sonst könnte da ja jeder ankommen! Halte also immer eine Studienbescheinigung bereit, wenn du dich für das Theaterwissenschaft-Studium entschieden hast und ins Theater gehst. Es kann nämlich gut sein, dass du umsonst oder zumindest günstiger in die Vorstellung kommst – frag doch am besten einfach mal in deinem Fachbereich oder der Studienberatung nach.

2. Such dir den passenden Nebenjob:

Die meisten Studierenden gehen neben der Uni arbeiten. Bei einem Fach wie Theaterwissenschaften bietet es sich besonders an, dass du dir direkt einen passenden Nebenjob dazu suchst – also zum Beispiel an der Garderobe oder im Gastronomiebereich eines Theaters. Die Vorstellungszeiten überschneiden sich nicht mit deinen Seminaren und du hast im wahrsten Sinne des Wortes schon einen Fuß in der Theatertür. Du kannst deine Bewerbung aber auch an speziellen Agenturen für die Vermittlung und Förderung von Schauspielern oder Regisseuren schicken und dort eine Stelle ergattern. So kannst du schon Kontakte für Praktika oder einen Job nach deinem Bachelor oder Master knüpfen oder schon während deines Studiums Erfahrungen am Theater sammeln – besser geht’s doch kaum!

3. Mach direkt einen Sprachkurs (wenn nötig):

An vielen Hochschulen muss man zum Ende des Theaterwissenschaftsstudiums einen Sprachnachweis vorlegen – und zwar für gleich zwei Fremdsprachen. Falls du in der Schule also nur Englisch hattest und auch keine weitere Fremdsprache beherrschst, solltest du im Rahmen von Optionalbereich, Studium Generale oder wie auch immer es an deiner Universität heißt, direkt einen Sprachkurs belegen. Warum direkt? Weil es sein kann, dass du bei höherem Lernaufwand auch mal nicht dazu kommst, Vokabeln zu pauken. Wenn du den Sprachnachweis direkt am Anfang machst, hast du ihn von der Backe und kannst im Laufe der Fachsemester von deinen neuen Sprachkenntnissen profitieren.

- Du kennst deine Uni am besten -

Kurz nachdenken, dann Uni ranken!

Jetzt deine Uni bewerten