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Umweltnaturwissenschaften Studium: Alle Infos

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Ölteppiche, die sich durch die Meere wälzen, Millionen von Quadratmetern Regenwald, die tagtäglich abgeholzt werden, zehntausende ausgestorbene Tierarten pro Jahr und ein Klima, das sich nicht gerade zum Besten wandelt – auf die meisten Spuren, die wir Menschen auf Mutter Erde hinterlassen, würde unser Heimatplanet wohl gerne verzichten. Glücklicherweise gibt es Experten, die sich darum bemühen, die Probleme zu analysieren und zu lösen, die im Umgang des Menschen mit seiner Umwelt auftreten. Ein solcher Experte wirst du, wenn du dich für den Studiengang Umweltnaturwissenschaften entscheidest, den manche Universität auch unter dem Namen Geoökologie anbietet. Darin erlernst du zuerst alle wichtigen Grundlagen aus der Mathematik, Physik, Chemie und Biologie, um zu verstehen, wie unsere Ökosysteme überhaupt funktionieren, und streifst die Inhalte der Geologie. Anschließend suchst du dir deine Schwerpunkte und ein spezialisiertes Nebenfach innerhalb des riesigen Themenfeldes Umweltschutz, von der Waldwirtschaft über die Umwelthydrologie bis hin zur Nutztierhaltung.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Im Studium der Umweltnaturwissenschaften ist man die meiste Zeit draußen unterwegs.«

Natürlich findet sich das meiste, was wir unter Umwelt verstehen, draußen im Freien. Trotzdem bleibt das Studium der Umweltnaturwissenschaften ein akademisches Studium, das sich hauptsächlich wissenschaftlichen Fragen widmet. Du wirst also weniger handwerklich, also „naturschützerisch“ arbeiten, sondern dich vielmehr mit Theorien und abstrakten Fragestellungen auseinandersetzen. Doch keine Sorge, an die frische Luft kommst du dank der zahlreichen Lehrausflüge oft genug.

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»Das Studium der Umweltnaturwissenschaften ist extrem schwierig, weil man alles Mögliche können muss.«

Physik, Chemie, Biologie, Mathe – boah, wie soll man denn das alles draufhaben? Keine Panik, im Studium der Umweltnaturwissenschaften bekommst du es wirklich nur mit den Grundlagen zu tun. Klar, ein gewisses Verständnis und das eine oder andere Überbleibsel aus der Schulzeit sollten schon noch bei dir vorhanden sein, aber tiefer in die Materie tauchst du nicht ein. Es ist eher die Masse, die hier die Herausforderung darstellt, und weniger die Komplexität der Themen. Wenn du in den Naturwissenschaften aber so richtig aufblühst, darfst dich natürlich auch umfangreicher mit ihnen auseinandersetzen.

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»In den Umweltnaturwissenschaften geht es nur um Naturschutz.«

Es stimmt, die Umweltnaturwissenschaften haben das große Ziel, das Leben für Menschen, Tiere und Pflanzen auf Mutter Erde lebenswerter zu machen. Naturschutz ist daher das große Thema des Studiums. Allerdings wird dieser riesige Bereich, je nach gewählter Vertiefung, aus allen erdenklichen Perspektiven betrachtet. Du entscheidest selbst, ob du die Thematik lieber aus einer ökonomischen, technischen, tier- oder pflanzenwissenschaftlichen Richtung angehst. Von der politischen Arbeit in Verbänden über die Landschaftsplanung und -gestaltung bis hin zur Erforschung von Bioplastik aus Holzmolekülen – die Umweltnaturwissenschaften bieten dir deine Nische.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Hydrologie
Die Hydrologie befasst sich mit allen Themen rund um die Ressource Wasser. Du erforschst Probleme, Gefährdungen und Konflikte, die das nasse Element betreffen, und suchst nach Lösungen. Dabei betrachtest du aber nicht nur die Gefährdung, die durch den Menschen für das Wasser ausgeht, sondern auch umgekehrt, zum Beispiel in Form von Hochwasser. Oder gar in Form von ausbleibendem Wasser, etwa bei Dürren. Aber auch alle Aspekte der Wasserwirtschaft, von der Trinkwassergewinnung bis hin zur Ent- und Bewässerung von niederschlagsreichen beziehungsweise -armen Gebieten, gehören zur Hydrologie.
Forstwirtschaft
Die Forstwirtschaft gibt es an einigen Unis als eigenständigen Studiengang, du kannst sie aber auch als Spezialisierung im Studium der Umweltnaturwissenschaften wählen. Sie heißt dann zwar nicht Forstwirtschaft, sondern Internationale Waldwirtschaft, Wald und Landschaft oder Wald- und Landschaftsmanagement, was aber nichts daran ändert, dass du es dort auch mit dem Wald, seiner Nutzung durch und dem Nutzen für den Menschen zu tun bekommst. Auf dem Lehrplan stehen dann Themen wie die nachhaltige Holznutzung, Rohstofferzeugung oder die Erhaltung des Waldes als Schutz- und Erholungsraum.
Bodenkunde
Die Bodenkunde beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Lebewesen im Boden und den unbelebten Bodenbestandteilen. Insekten und anderes Getier sind ja quasi die Architekten und Ingenieure ihrer eigenen Umwelt, immer wieder finden sie Strategien, um auch mit lebenswidrigen Umständen zurecht zu kommen. Doch welche Bedeutung hat die Wechselwirkung für das Funktionieren des Bodens? Und wie werden wir Menschen von den natürlich ablaufenden Prozessen im Boden beeinflusst? Ein großer Teil dieses Schwerpunktes dreht sich dabei um die Untersuchung verschiedenster Bodentypen, von Braunerde bis zum Felshumusboden.
Meteorologie und Klimatologie
Im Rahmen des Umweltnaturwissenschaftsstudiums lässt sich die Meteorologie und Klimatologie als Nebenfach und als Schwerpunktvertiefung wählen. Hauptgegenstand sind die chemischen und physikalischen Prozesse in der Erdatmosphäre. Hier untersuchst du zum Beispiel, wie sich das Wetter und das Klima verändern und welche Prozesse dahinter stecken. Als Grundlagenfächer spielen die Mathematik und die Physik eine besondere Rolle, daneben wirst du aber auch in der meteorologischen Datenerfassung ausgebildet. Das Thema Umweltschutz ist in dieser Spezialisierung dabei immer präsent.
Naturschutz und Landespflege
Als eine von mehreren möglichen Spezialisierungen in den Umweltnaturwissenschaften beschäftigst du dich im Bereich Naturschutz und Landschaftspflege mit so Themen wie Arten- und Biotopschutz, praktische Landschaftspflege oder Biotopmanagement. Dabei arbeitest du nicht nur mit wissenschaftlichen Theorien und Konzepten oder erwirbst Formenkenntnisse, sondern betrachtest Naturschutz und Landschaftspflege auch aus einer politischen, juristischen, organisatorischen und sogar pädagogischen Perspektive. Management, Bildung und Naturschutz gehen hier Hand in Hand, zudem erforschst du alle Wald-, Wiesen- und Weidenbewohner und untersuchst ihr Wirken auf die jeweiligen Ökosysteme.

Wusstest du schon, dass...

…jeden Tag weltweit rund 356 Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt werden? Das entspricht pro Minute einer Fläche in der Größe von 35 Fußballfeldern.

…die Deutschen pro Jahr sage und schreibe 5 Milliarden Plastiktüten verbrauchen?

…jährlich 11.000 bis 58.000 Tierarten aussterben? Insgesamt gibt es derzeit – grob geschätzt – noch fünf bis neun Millionen Tierarten.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Unentschieden

In den Umweltnaturwissenschaften erwartet dich eine ziemlich ausgewogene Mischung aus theoretischen und praktischen Inhalten. Diese sind bloß ein wenig ungleichmäßig verteilt. In den ersten drei bis vier Semestern musst du dir zuerst einmal die wichtige naturwissenschaftliche-mathematische Basis aneignen – und das geht leider nur über die Theorie. Sobald es aber an die Vertiefungen geht, nimmt auch der praktische Anteil stark zu. Dann sind Exkursionen, Geländeübungen, Laborpraktika und Gastbeiträge aus der Berufspraxis an der Tagesordnung.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …dem Erforschen und Verstehen der Umweltsysteme Atmosphäre, Hydrosphäre, Pedosphäre und Anthroposphäre
  • …naturwissenschaftlichen Grundlagen.
  • …quantitativen Methoden der Datenanalyse.
  • …Exkursionen und ähnlichen praktischen Arbeiten.
  • …Nutzungssystemen der Wald-, Land- und Wasserwirtschaft.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Kleinskalige Modellierung von Extremwerten meteorologischer Variablen
  • - Forschungsmethoden Boden und Wasser
  • - Nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen
  • - Wetter, Witterung und Klima
  • - Tierartenschutz und spezielle Fragen des Waldnaturschutzes

Mögliche Master-Studiengänge

Forstwirtschaft - Bodenkunde - Nutztierhaltung - Agrarwissenschaften - Umweltschutz - Agrarökonomik - Agrarwirtschaft - Holztechnik
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Spezialgebiet suchen – und dann über den Tellerrand blicken:

Während du dir in den ersten Semestern noch das nötige allgemeine Basiswissen aneignest, folgt ab dem dritten oder vierten Semester die Vertiefung in bestimmte Fachgebiete, die du dir selbst aus dem Modulhandbuch heraussuchst. Die Umweltnaturwissenschaften sind ein so breites Feld, dass du dabei selbstverständlich die Schwerpunkte wählen solltest, mit denen du es auch später im Berufsleben zu tun haben wirst. Zieht es dich zum Beispiel in die Landespflege, macht es wenig Sinn, hauptsächlich Kurse über Wasserschutz zu belegen. Gleichzeitig solltest du in einige andere eher fachfremde Bereiche aber zumindest reinschnuppern. Gerade das Zusammenspiel von Mensch, Umwelt und Ökonomie macht den Reiz des Studiums aus – und eröffnet dir ganz neue Perspektiven auf dein Spezialgebiet.

2. Interesse an den Naturwissenschaften mitbringen:

Umweltnaturwissenschaften – es ist ziemlich verlockend, dabei vor allem an bedrohte Tierarten und rote Listen zu denken. Aber nicht ohne Grund besteht der Name des Fachs zu zwei Dritteln aus „Naturwissenschaften“. Wer in der Schule Mathe, Physik, Chemie und Biologie nicht leiden konnte, der wird hier vermutlich nicht glücklich – besonders in den ersten Semestern, in denen das naturwissenschaftliche Fundament im Mittelpunkt stehen. Ein absoluter Naturwissenschaftscrack musst du aber auch nicht sein, denn wenn du es nicht möchtest und dir einen anderen Schwerpunkt suchst, geht das Studium auch nicht über die naturwissenschaftlichen Grundlagen hinaus. Und die sind mit ein bisschen Lerndisziplin durchaus zu bewältigen.

3. Überfordere dich nicht:

Wenn du dir das Vorlesungsverzeichnis anschaust, dann ist das Angebot an möglichen Kursen schier überwältigend. Doch bevor du dich sofort auf alle spannenden Seminare und Vorlesungen stürzt, solltest du es zu Beginn deines Studiums lieber ein wenig langsamer angehen lassen und dich hauptsächlich auf die naturwissenschaftlichen Grundlagen konzentrieren. Glaub uns, damit hast du als Studienanfänger erst einmal genug zu tun – vor allem, wenn dir diese Bereiche nicht so liegen. Hast du Bio, Physik & Co. dann gemeistert, bleibt immer noch mehr als genug Zeit, die vielen anderen Themengebiete anzugehen.

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