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Verkehrsingenieurwesen Studium: Alle Infos

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Ein Stau entsteht, Flugzeuge verspäten sich, vier Frachter wollen gleichzeitig in das kleine Hafenbecken schippern oder ein brennendes Stellwerk legt den gesamten Zugbetrieb lahm – was andere ein heilloses Verkehrschaos nennen, ist für dich eine spannende Herausforderung. Als Teil der Verkehrswissenschaften befasst sich das Verkehrsingenieurwesen mit der Technologie, Organisation und Technik der verschiedenen Verkehrssysteme. Damit alle Menschen und Güter schnell, energieeffizient und sicher von A nach B kommen, lernst du im Verkehrsingenieurwesen-Studium, wie man Störungen im Betriebsablauf vermeidet, die Verkehrsplanung optimiert und ein möglichst hohes Maß an Verkehrssicherheit erreicht. Daher stehen viele verschiedene Seminare zu Themen wie Verkehrstelematik, Logistik, Verkehrssicherungswesen oder Verkehrssystemtechnik auf deinem Stundenplan. Und da in Zukunft wohl kaum weniger auf Autobahnen, Zug- und Flugstrecken los sein wird, bist du mit einem Verkehrsingenieurwesen-Studium definitiv auf der Überholspur.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Verkehrsingenieurwesen studieren nur Männer«

Gibt es überhaupt ein Studienfach, das wirklich ausschließlich Männer studieren? MINT-Studiengänge werden tatsächlich größtenteils von Männern belegt, aber Frauen treten auch in diesem Bereich immer mehr aufs Gaspedal. Die Anzahl der Studentinnen im Verkehrsingenieurwesen variiert jährlich, im Jahr 2006 waren an der TU Dresden aber fast ein Viertel aller Alumni dieses Faches Frauen. Außerdem gibt es immer mehr Bestrebungen, Frauen für MINT-Fächer zu begeistern, also sagen wir: Ran an den Speck, Mädels!

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»Wie alle Ingenieure werden auch Verkehrsingenieure überdurchschnittlich bezahlt«

Endlich mal ein wahres Klischee. Naja, in etwa jedenfalls. Natürlich können auch Verkehrsingenieure mal Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben, grundsätzlich sind sie aber ziemlich begehrte Arbeitskräfte. Da sie so unglaublich viel Ahnung von Fahrzeugen, Verkehrstechnik, Mobilität und dergleichen haben und meist in einem ohnehin schon gut bezahlten Sektor Stellen finden, haben sie sich ihr hohes Gehalt auch redlich verdient. Wie viel in welchem Bereich zu holen ist, steht in unserem Karrierechancen-Tab.

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»Mit Verkehrsingenieurwesen-Studis kann man nicht entspannt Bahn oder Auto fahren«

Haha, wer seinen Fahrtweg nicht mit Studierenden des Verkehrsingenieurwesens bestreiten möchte, geht wohl auch nicht mit Kunsthistorikern ins Museum oder mit Musikern ins Konzert?! Natürlich können Verkehrsingenieure und solche, die es mal werden wollen, viel über den Verkehr erzählen. Das ist aber meistens richtig spannend! Wenn zum Beispiel erklärt wird, welche Auswirkung die Zugverspätung jetzt auf das gesamte Schienennetz hat oder warum manche Straßenbeläge anders klingen als andere, kann das sehr lehrreich und interessant sein. Ein stundenlanger langweiliger Vortrag voller Fachbegriffe nervt natürlich – das ist dann aber von der Person abhängig, nicht vom Studienfach.

 

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Bahnsysteme
Als leidenschaftlicher Bahnfahrer oder Modelleisenbahnbesitzer kannst du dich in deinem Verkehrsingenieurwesen-Studium auf den Schwerpunkt Bahnsysteme spezialisieren. Darin befasst du dich mit den Themengebieten Bahnbau, -anlagen, -betrieb, -sicherung sowie -telematik und kannst letztendlich Bahnsysteme verstehen, analysieren und eventuelle Probleme ausmachen. Darüber hinaus lernst du in dieser Spezialisierung, die Steuerungs-, Sicherungs- und Leittechnik von Bahnanlagen zu entwickeln. Doch auch Seminare, in denen es um Nachhaltigkeit oder die Planung von Angebot, Betrieb und Ressourcen sowie um die Steuerung und Organisation von öffentlichen Nahverkehrssystemen geht, kannst du in diesem Schwerpunkt wählen.
Planung und Betrieb elektrischer Verkehrssysteme
In diesem Schwerpunkt sind elektrische Verkehrssysteme und Fahrzeuge sowie Energieversorgungsanlagen das große Thema: Wie werden sie geplant, entworfen, gestaltet und instandgehalten? Diese Spezialisierung bereitet dich auf einen zukunftsträchtigen Arbeitsbereich vor – die Elektromobilität. Um den CO2-Ausstoß zu vermindern, sind viele Autofahrer bereits auf Elektromotoren umgestiegen. Auf diesen Trend reagiert die Automobilbranche natürlich, weshalb die großen Fahrzeughersteller zunehmend entsprechende Autos auf den Markt bringen. Um dir einen Job in diesem Bereich zu sichern und bald ein von dir weiterentwickeltes Elektroauto durch die Straßen cruisen zu sehen, ist diese Spezialisierung genau richtig.
Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
Wo ergibt ein Fahrradweg mehr Sinn: Als Teil vom Bürgersteig oder aufgemalt auf der von Autos befahrenen Straße? Rechnen sich der finanzielle und technische Aufwand eines neuen Ampelsystems an der Kreuzung? Und wie lang müssen die verschiedenen Ampelphasen sein, damit der Verkehr möglichst zügig vorangeht? Diesen und vielen weiteren Fragen widmest du dich im Schwerpunkt Verkehrsplanung und Verkehrstechnik. Du lernst, wie Verkehrsanlagen für den Kraftfahrzeugverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, Güterverkehr sowie Rad- und Fußgängerverkehr funktionieren und wie du sie selber planen kannst. Für zukünftige Verkehrsprojekte bist du mit dieser Spezialisierung der richtige Ansprechpartner.
Verkehrssystemtechnik und Logistik
Wenn du dich auf Verkehrssystemtechnik und Logistik spezialisierst, bist du mit dem Spezialisieren noch nicht fertig. Du musst dich nämlich noch für eines der folgenden Untergebiete entscheiden: Öffentlicher Personennah- und Eisenbahnverkehr, Luftverkehr oder Verkehrslogistik. Du lernst, wie betriebliche Abläufe geplant und bewertet werden, wie man Waren- und Materialflüsse in der Industrie, im Verkehrswesen oder in den Bereichen Handel und Dienstleistung misst und steuert und wie regionale Ent- und Versorgung funktioniert. Mit dieser Spezialisierung wirst du großartige Chancen auf einen Job im Bereich Logistik, bei Fluggesellschaften oder Verkehrsverbünden haben.
Verkehrstelematik
Wie kommunizieren Taxifahrer mit ihrer Zentrale? Wie funktioniert das Wechselverkehrszeichen auf der Autobahn und woher weiß es, dass gerade ein Stau ist? Und wie gelangt die Information über eine Verspätung von einem auf der Strecke stehengebliebenen Zug zum nächstgelegenen Bahnhof? Für diese Spezialisierung wird oft auch der englische Begriff verwendet: ITS (Intelligent Transport Systems). In diesem Schwerpunkt erlernst du Methoden zur Automatisierung von Transportprozessen, zur technischen Sicherung des Verkehrs sowie alles rund ums Thema Verkehrskommunikationssysteme. In deinem späteren Job kannst du dann Verkehrssysteme sicherer, nachhaltiger und effizienter gestalten.

Wusstest du schon, dass...

…im Jahr 2014 alle Schienen der Deutschen Bahn zusammen 33.426 km lang waren?

…freitags die meisten Staumeldungen auf deutschen Autobahnen eingehen?

…der Frankfurter Flughafen Deutschlands größter Flughafen hinsichtlich der abgefertigten Passagiere ist? 2014 sind fast 60 Millionen Menschen dort umgestiegen, hin- oder weggeflogen.


Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

Um mal einen Vergleich mit Verkehrsmitteln zu ziehen: Im Verkehrsingenieurwesen-Studium ist die Theorie eine längere Zugfahrt und die Praxis der Weg, den du mit der Straßenbahn vom Bahnhof bis zum finalen Zielort zurücklegst. Beide Streckenabschnitte sind superwichtig, nehmen aber verschieden lange Zeitspannen in Anspruch. Auf der Theorie-Zugfahrt lernst du alle nötigen Kenntnisse, Formeln und Methoden, um Verkehrsingenieur zu werden. Doch nur die Straßenbahnfahrt in Form eines Pflichtpraktikums bringt dich an dein lang ersehntes (Studien-) Ziel. Sie beziehungsweise es steigert die Vorfreude aufs Berufsleben und gibt dir schon erste Einblicke in die Stadt oder eben die Berufe, die dich nach deinem Abschluss erwarten.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Grundlagenseminaren.
  • …dem Erforschen von Bahnsystemen.
  • …Seminaren zu Verkehrssystemtechnik und Verkehrsplanung.
  • …logistischen Theorien.
  • …dem Sammeln von Praxiserfahrungen im Pflichtpraktikum.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Planung und Entwurf öffentlicher Verkehrssysteme
  • - Lärmschutz und Umweltwirkungen an Straßen
  • - Höhere Mathematik für Ingenieurstudiengänge
  • - Verkehrsplanung und Verkehrstechnik
  • - Oberflächeneigenschaften von Straßenbefestigungen

Mögliche Master-Studiengänge

Bahnsystemingenieurwesen - Fahrzeugtechnik - Maschinenbau - Luft- und Raumfahrttechnik
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. (Vor-)Praktika absolvieren:

An den meisten Hochschulen musst du für eine Zulassung zum Studiengang Verkehrsingenieurwesen kein Vorpraktikum vorweisen. Wenn du dennoch die Zeit und Chance hast, ein wenig in die große weite Arbeitswelt hineinzuschnuppern, nutze sie. So wird es dir nämlich leichter fallen, dich später auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren und zukunftsorientiert zu studieren. Im Laufe des Studiums ist in der Regel mindestens ein Praktikum Pflicht, doch auch hier gilt: Je mehr Praxiserfahrung du vorweisen kannst, desto einfacher wird die Entscheidung für einen Schwerpunkt – und im Lebenslauf ist sie von potenziellen Arbeitgebern auch immer gern gesehen.

2. Relevante Zusatzkurse belegen:

Sie tragen viele verschiedene Namen – Optionalbereich, Studium Generale oder Liberale, Ergänzungsbereich – und wollen doch immer das gleiche: Studierenden Zusatzqualifikationen beibringen. In diesem Studienbereich kannst du oft einfach Kurse anderer Fakultäten absolvieren, Fremdsprachen lernen oder Seminare zu Themen wie Rhetorik, Bewerbung und Präsentationstechniken belegen. Natürlich ist es verführerisch, sich dabei komplett von den eigenen Interessen leiten zu lassen oder besonders leichte Kurse zu wählen. Es lohnt sich aber viel mehr für dich, die wirklich relevanten Optionen herauszupicken. Solltest du beispielsweise ins Ausland gehen wollen, kannst du das Fremdsprachenangebot nutzen. Für einen Job im Büro lohnt sich ein Excel-Kurs und Bewerbungstraining hat auch noch niemandem geschadet.

3. Vorkurse belegen:

Viele Universitäten bieten für technische und ingenieurwissenschaftliche Studiengänge spezielle Vorkurse an, an denen man vor Semesterbeginn teilnehmen kann. Solltest du nicht der absolute Überflieger in Mathe und Physik sein, ist es nur empfehlenswert, daran teilzunehmen. In den Vorkursen werden deine naturwissenschaftlichen und mathematischen Kenntnisse soweit aufgefrischt, dass du gut vorbereitet in dein erstes Semester starten kannst. Im Idealfall ersparst du dir dadurch ein böses Erwachen, wenn du feststellst, dass ein Mathematikkurs an der Uni sich durchaus vom Mathe- oder Physik-LK in der Schule unterscheidet.

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