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Wirtschaft und Recht-Studium: Alle Infos

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Du interessierst dich für die beiden Studienfächer Wirtschaft und Recht und hast nun die Qual der Wahl: Einerseits möchtest du gerne alles über das Rechtssystem lernen, doch auch wirtschaftliche Themen interessieren dich brennend. Ein Hoch auf interdisziplinäre Studiengänge, die zwei (oder mehr) Fächer miteinander verbinden! Durch den Studiengang Wirtschaft und Recht lösen sich all deine Entscheidungsprobleme in Luft auf – schließlich kannst du damit deine Interessen vertiefen, ohne dich für eine Studienvariante entscheiden und auf eines deiner Wunschgebiete verzichten zu müssen. Du fragst dich, was man in Wirtschaft und Recht lernt? Auf deinem Stundenplan stehen zunächst Einführungsseminare und Vorlesungen in VWL, BWL und Jura. Nachdem du deine Grundlagenausbildung vermittelt bekommen hast, kannst du dich entscheiden, ob du dir aus dem Modulkatalog wirtschaftswissenschaftliche oder juristische Aspekte als Schwerpunkt herauspicken möchtest.

Klischee-Vorstellung vs. Realität

Was stimmt, was nicht

»Das Wirtschaft und Recht-Studium ist nur was für Anzugträger.«

Während des Studiums darfst du natürlich alles tragen, was du willst. Gehörst du aber zu den Menschen, die Krawatten ablehnen und am liebsten immer Sneakers oder lässige Shirts tragen, solltest du deine Studienfach- oder aber deine Outfitwahl noch einmal überdenken. Als Unternehmensberater, Jurist oder in der Verwaltung wird in der Regel mehr Wert auf Professionalität gelegt als auf Swag – das gilt auch für dein Outfit. Insofern ist dieses Klischee wahr, wobei Frauen natürlich auch andere Businesslooks tragen können.

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»Man studiert nur Wirtschaft und Recht, um viel Geld zu verdienen.«

Wer diesen Studiengang nur mit dem Ziel wählt, dass eines Tages viel Geld auf seinem Konto landet, unterschätzt höchstwahrscheinlich den Lernaufwand. Du brauchst echte Leidenschaft für Gesetze und wirtschaftliche Belange sowie gutes Durchhaltevermögen, um das Wirtschaft und Recht-Studium durchzuziehen. Leute, die sich mehr für einen dicken Geldbeutel und ein hohes Einstiegsgehalt interessieren als für die Themen in diesem Studiengang, werden das im Laufe des Studiums definitiv zu spüren bekommen und wahrscheinlich Schwierigkeiten mit den komplexen Inhalten haben.

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»Wer Wirtschaft und Recht studiert, ist weder richtiger Ökonom, noch richtiger Jurist.«


Behauptungen dieser Art werden oft in Bezug auf interdisziplinäre Studiengänge aufgestellt, schließlich besucht man darin Kurse aus mehreren Fächern, anstatt sich auf eines zu konzentrieren. Im Fall des Wirtschaft und Recht-Studiums muss gegen diese Annahme aber eindeutig Einspruch eingelegt werden, weil du dich nach den Grundlagenseminaren für ein eher wirtschafts- oder rechtswissenschaftliches Studium entscheiden musst. Je nach Hochschule kann deine juristische Spezialisierung für ein Jurastudium angerechnet werden, sodass du nach ein paar Ergänzungskursen auch das Erste Staatsexamen ablegen kannst. Und als Wirtschaftswissenschaftler mit hervorragenden juristischen Kenntnissen wird dich auch kein Arbeitgeber als weniger qualifiziert betrachten als einen „reinen“ WiWi-Absolventen. Deine Berufsaussichten sind also wirklich gut.

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Spezialisierungen

Alle Schwerpunkte für dein Fach

Steuerlehre
Für die Spezialisierung auf Steuerlehre solltest du besonders gerne mit Zahlen und Formeln hantieren und selbstverständlich ein großes Interesse an dem äußerst komplexen Thema Steuern haben. Interessierst du dich vielleicht sogar für den Steuerberater- oder Wirtschaftsprüferberuf? Dann bist du in dieser Spezialisierung genau richtig, denn hier lernst du, wie du Unternehmen in ihren Steuerangelegenheiten beratend zur Seite stehen kannst. In deinem späteren Beruf hilfst du dann dabei, die Steuerlast des Unternehmens zu analysieren und im Rahmen des Steuerrechts zu verringern.
Politik & Arbeitsmarkt
Wenn du später gerne im Personalwesen arbeiten möchtest, ist die Spezialisierung auf Politik und Arbeitsmarkt wie für dich gemacht. Natürlich bewegst du dich auch hierbei in wirtschaftswissenschaftlichen Sphären, allerdings befasst du dich mit Themen wie beispielsweise Sozialpolitik oder Arbeitsmarktökonomik: Wie funktionieren Arbeitsmärkte? Was kann man tun, um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen? Wie gewinnt man Fachkräfte für ein Unternehmen? Aber auch wenn diese Fragen es nicht direkt vermuten lassen: Um sie zu beantworten, musst du oft komplizierte mathematische Formeln anwenden, beispielsweise aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung.
Öffentliches Recht
Du möchtest dich doch lieber auf die Rechtswissenschaft spezialisieren? Dann musst du dich auch dabei für eine Vertiefungsrichtung entscheiden. Wählst du die Spezialisierung auf öffentliches Recht, lernst du alles über die Gesetze, die das Verhältnis zwischen staatlichen Trägern und Privatpersonen regeln – und das nicht nur innerhalb Deutschlands, denn auch Völker- und Europarecht fallen darunter. Das öffentliche Recht ist ein wirklich extrem großer Themenkomplex, in dem man sich erstmal zurechtfinden muss. Dazu gehören unter anderem die Teilgebiete Staats- und Verfassungsrecht, Steuerrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Sozialrecht und Strafrecht.
Privatrecht
Diese Spezialisierung ist in die zwei großen Bereiche Allgemeines Privatrecht und Sonderprivatrecht gegliedert, die dann aber wiederum über noch viele weitere Unterbereiche verfügen. Das Sonderprivatrecht wird auch Wirtschaftsprivatrecht genannt und beinhaltet das Handels-, Arbeits- und Mietrecht. Das Allgemeine Privatrecht regelt alles, was mit Privatpersonen zu tun hat, teilt sich also in die Bereiche Familienrecht, Erbrecht, Sachenrecht, Schuldrecht, Privatrecht und Personenrecht auf. Möchtest du später in der Wirtschaft Karriere machen, dann solltest du dich im Studium selbstverständlich auf das Sonderprivatrecht spezialisieren und Unternehmen dahingehend beraten.
BWL & VWL
Wenn du dich für die Vertiefungsrichtung BWL und VWL entscheidest, möchtest du offensichtlich später einen Job in der Wirtschaft ergattern. Nachdem du zu Anfang deines Studiums schon die Basis in beiden Disziplinen beigebracht bekommst, erweiterst du nun dein Wissen über Marketing, Controlling, Medien oder Handel. Darüber hinaus stehen Vertiefungskurse in Mikroökonomie, Rechnungswesen oder Unternehmensführung auf deinem Stundenplan. Nach dem Bachelor in Betriebswirtschaft kannst du dann auch deinen Master in einem der zahlreichen BWL-Bereiche machen und so noch tiefere Einblicke in das ökonomische Thema deiner Wahl gewinnen.

Wusstest du schon, dass...

…Deutschland die größte Volkswirtschaft in der EU und sogar die viertgrößte der Welt ist?

…du in rechtswissenschaftlichen Texten immer wieder auf lateinische Sätze stoßen wirst? Beispielsweise auf „nulla poena sine culpa“, was übersetzt „keine Strafe ohne Schuld“ heißt.

…dieser Studiengang viele verschiedene Namen trägt? Er kann auch Recht und Wirtschaft, BWL/Betriebswirtschaft und Recht oder Economics and Law heißen.

Theorie
- vs -
Praxis

Gewinner: Theorie

An den meisten Hochschulen, die einen Wirtschaft und Recht Studiengang anbieten, gehören ein Pflichtpraktikum oder sogar ein Praxissemester zum Studienplan. Meistens gibt es auch die Option, während des Studiums ins Auslandssemester zu gehen, in dem du dann aber eher Fremdsprachenkenntnisse als Praxiserfahrung sammeln wirst. Abgesehen davon gewinnt beim Battle zwischen Theorie und Praxis eindeutig die Theorie. Da es so viele Gesetzestexte, mathematische Formeln und etliche weitere (theoretische) Inhalte gibt, die du für ein umfassendes Wissen in beiden Bereichen draufhaben musst, bleibt neben all der Lernerei nur wenig Raum für allzu viele Nebentätigkeiten – schließlich braucht der Mensch ja auch noch etwas Zeit zum Faulenzen.

Die meiste Zeit im Studium verbringst du mit…

  • …wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Grundlagen.
  • …dem Auswendiglernen von Gesetzen und mathematischen Formeln.
  • …Fachliteratur, häufig auch englischsprachiger.
  • …empirischer Forschung.
  • …Ergänzungsfächern, in denen du Schlüsselqualifikationen wie zum Beispiel Gesprächsführung erlernst.

Beispiele für Vorlesungen & Seminare

  • - Rechtsethik, Grundrechte, Verfassung
  • - Unternehmensrecht und Steuern
  • - Grundlagen BWL und Finanzmathematik
  • - Europäisches Medienrecht
  • - Steueroptimiertes Schenken und Vererben

Mögliche Master-Studiengänge

VWL - BWL - Wirtschaftswissenschaften - Jura - Rechtswissenschaft
Willkommen an der Uni

Tipps für Erstis

1. Finde deine Lerntechnik:

Im Studium wirst du viel Zeit damit verbringen, Gesetze und wirtschaftswissenschaftliche Theorien und Formeln zu pauken. Damit du daran nicht verzweifelst, ist es wichtig, die richtige Lerntechnik zu finden. Falls du noch nicht weißt, wie du am besten viel Stoff in kurzer Zeit paukst, solltest du ein wenig herumexperimentieren. Tapeziere dein Zimmer mit Klebezetteln, trage immer Karteikarten mit dir herum, hör Mitschnitte der Vorlesung in Endlosschleife oder lass dich abfragen – du wirst herausfinden, was für dich am besten funktioniert.

2. Bleib‘ am Ball:

Dieser Tipp ist für alle Studierenden gültig, doch in einem so lernintensiven Fach wie Wirtschaft und Recht besonders wichtig. Wenn bei dir Aufschieberitis diagnostiziert wurde, solltest du dringend dagegen ankämpfen, indem du den Lernstoff am besten täglich wiederholst. So kannst du an fachlichen Diskussionen teilnehmen, ohne ständig in deinen Unterlagen herumblättern zu müssen, weil dir gerade der relevante Paragraph für dein Argument entfallen ist. Außerdem hast du dann vor der Klausurenphase nicht ganz so viel Stoff zu lernen, weil du dir vieles schon im Laufe des Semesters eingeprägt hast.

3. Sei ehrgeizig, aber mach dir nicht zu viel Druck:

Womöglich warst du schon in der Schule ein Überflieger und hast großen Wert darauf gelegt, gute Noten zu schreiben. Natürlich möchtest du dann auch mit deinem Studiengang hoch hinaus. Nun studierst du aber gleich zwei Fächer, die ein großes Lernpensum verlangen. Um das zu bewältigen, brauchst du eine gute Portion gesunden Ehrgeiz, wobei deine Ansprüche aber realistisch bleiben sollten. Bei der Menge an Stoff ist es unmöglich, immer gute Noten zu schreiben. Was du auch wissen solltest: In der Welt der Juristen ist ein Vollbefriedigend wirklich gut. Setz‘ dich selbst also auch nicht ZU sehr unter Druck, sonst leidet irgendwann deine Psyche.

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Da die Wirtschaftswissenschaften ein Teilgebiet des Wirtschaft und Recht-Studiums sind, haben die beiden Studiengänge selbstverständlich viele thematische Überschneidungen. Wenn du dich dazu entscheidest, Wirtschaftswissenschaften zu studieren, wirst du aber weitaus weniger mit rechtswissenschaftlichen Theorien zu tun haben.

Wenn der juristische Aspekt dich doch nur am Rande interessiert, dein Herz aber für Wirtschaft, Mathe und Statistik schlägt, ist vielleicht eher ein Studium der Betriebswirtschaft(slehre) für dich geeignet. Die Betriebswirtschaft ist ein Unterbereich der Wirtschaftswissenschaften und wird entweder als relativ generalistisches Studienfach angeboten oder spezialisierter, zum Beispiel auf Industrie, Handel oder das Versicherungswesen. Für eine wirklich intensive Auseinandersetzung mit den jeweiligen Schwerpunkten solltest du am besten einen Master dranhängen.

Die Inhalte des zweiten Teilgebiets Rechtswissenschaft beziehungsweise Jura ähneln natürlich auch denen im Studiengang Wirtschaft und Recht. Du kannst dich zwar auch in einem rein rechtswissenschaftlichen Studium mit wirtschaftlichen Themen beschäftigen, sie werden aber keine ganz so große Rolle spielen.

Technik, Politik und Wirtschaft aus einer juristischen Perspektive betrachtest du im Law in Context-Studium. 


Wie der Name Wirtschaftsrecht bereits vermuten lässt, lernst du in diesem Studiengang größtenteils die gleichen Inhalte wie im Wirtschaft und Recht-Studium. Der größte Unterschied zwischen den Fächern ist, dass im Wirtschaftsrecht der Schwerpunkt klarer auf dem juristischen Aspekt liegt, während du dich in Wirtschaft und Recht näher mit wirtschaftswissenschaftlichen Themen, zum Beispiel Unternehmensführung und Rechnungswesen, befassen kannst.

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